Chile
Welche Pflanzen wachsen in Chile?
In Chile gibt es sehr viele unterschiedliche Landschaften. Wie die Tierwelt ist daher auch die Vegetation sehr vielfältig. Zu den Pflanzen in Chile gehören auch die, die in der Wüste wachsen.
In der Atacamawüste im Norden des Landes wächst fast gar nichts – es ist einfach zu trocken. Richtung Küste oder Berge gibt es Kakteen und kleine Sträucher. Alle paar Jahre kommt es zu heftigen Regenfällen, ausgelöst durch El Niño. Dann blüht die Wüste plötzlich auf wie auf dem Foto.
Pflanzen in der Atacama-Wüste von Chile
Gräser und Bäume in Chile
Weiter südlich geht die Wüste in Chile in trockene Grassteppe über. Bäume, die an die Trockenheit angepasst sind, sind der Chañar oder der Peruanische Pfefferbaum. Auch der Algarrobo (Prosopis chilensis) oder chilenische Johannisbrotbaum mag Trockenheit. Die indigenen Völker stellten aus seinen Früchten eine Art Mehl her, aber auch Getränke.
Andenpolster Yareta
In den Anden findet man die Yareta, die man auch Andenpolster nennt. Sie bildet hügelige Polster aus, ist immergrün und wächst ganz langsam. Große Pflanzen können 3000 Jahre alt sein! Sie wird von den Indios als Medizin verwendet. Andenbewohner nutzen die Pflanze auch als Brennstoff (da hier keine Bäume wachsen), daher ist sie stark gefährdet.
Boldo und Baumfarne
Ebenfalls als Heilpflanze wird der Boldo-Strauch verwendet, dessen Heimat Chile ist. Aus den Blättern macht man Tee, der gegen Bauchschmerzen hilft.
An den Hängen der Anden und dem Küstengebirge wachsen Nebelwälder. Auf deren Bäumen befinden sich Baumfarne.
Vegetation in Chile in der Landesmitte
In der Landesmitte ähnelt das Klima dem am Mittelmeer. Hier wächst zum Beispiel die Honigpalme. Sie kann bis zu 30 Meter hoch werden. Ihr Saft ist süß und man kann daraus Palmzucker oder Palmhonig gewinnen. Dafür muss man sie allerdings fällen. Weil das zu oft geschah, ist sie inzwischen gefährdet und steht unter Schutz.
Auch der Seifenrindenbaum (Quillaja), aus dessen Rinde man Seife herstellen kann, und die Pflanze Puya chilensis wachsen hier, wo es warm ist.
Valdivianischer Regenwald im Süden
Der Süden von Chile ist kühl und regenreich. Kiefern, Zypressen und vor allem Scheinbuchen sind typische Bäume. Man nennt den Wald, der hier wächst und immergrün ist, Valdivianischen Regenwald.
Hier findet man auch die Chilenische Araukarie. Ihre Samen aus den Zapfen kann man übrigens essen. Sie waren für die indigenen Völker in dieser Gegend ein wichtiges Nahrungsmittel, um den Winter zu überstehen.
Nationalblume von Chile
An der südlichen Küste wächst auch die Chilenische Wachsglocke. Sie ist die Nationalblume Chiles. Sie wächst nur hier, also sonst nirgends auf der Welt. Sie ist eine Kletterpflanze mit Lianen. Ihre Blüten sind leuchtend rot, rosa oder weiß und hängen nach unten.
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