Costa Rica
Welche Sprache spricht man in Costa Rica?
Spanisch ist die Amtssprache in Costa Rica. Sie ist also die Sprache, die man im Unterricht an den Schulen, in der Verwaltung oder in Zeitungen und im Fernsehen nutzt. Sie weist jedoch die typischen Eigenheiten des lateinamerikanischen Spanisch auf: Seseo bezeichnet die Aussprache des c vor e und i als s (und nicht zwischen den Zähnen wie ein englisches th, wie in Spanien üblich).
Voseo nennt man die Besonderheit, dass statt tu (für "du") vos gesagt wird. In Costa Rica wird allerdings usted (eigentlich die Anrede beim Siezen) noch viel häufiger gebraucht für das Du.
Auch im Wortschatz findet man in der Landessprache eigene Kreationen, zum Beispiel hört man häufig Pura vida ("Pures Leben") als ein Ausdruck der Begeisterung und das Wort tuanis für Sachen, die man cool oder toll findet. Mae bedeutet “Kumpel”, wird aber auch einfach als Füllwort benutzt. Ein Beispiel ist der Satz: “Mae, ese chante es muy tuanis”. Er bedeutet übersetzt: “Kumpel, das Haus ist echt toll.”
Die schwarzen Einwohner Costa Ricas sprechen eine auf dem Englischen fußende Kreolsprache. Sie ähnelt der jamaikanischen Kreolsprache. An der Atlantikküste von Costa Rica wird auch oft Englisch gesprochen.
Die indigenen Völker sprechen zum Teil noch ihre eigenen indigenen Sprachen, zum Beispiel die Maleku und die Bribri. Allerdings sprechen nur jeweils rund 60 Prozent der Angehörigen die Sprache, die anderen (jüngeren) sprechen nur noch Spanisch. So sind diese Sprachen vom Aussterben bedroht.
Die Cabécar sprechen noch zu 85 Prozent ihre Sprache. Andere Sprachen wie die der Chorotega namens Mangue oder die Sprache der Huetares sind schon ausgestorben. Auch Boruca wird nur noch von wenigen Menschen gesprochen.