Serbiens Flagge Serbien

Serbien in der Antike und im Mittelalter

Die Entwicklung des Byzantinischen Reichs von 550 bis 1400. Klick einfach mal auf die Karte![ © Jniemenmaa / CC BY-SA 3.0 ]
Die Entwicklung des Byzantinischen Reichs

Im 1. Jahrhundert wurde das heutige serbische Gebiet von den Römern besetzt. Nach der Trennung des Römischen Reichs gehörte Serbien zum Byzantinischen Reich. Damals siedelten sich slawische Stämme in der Gegend an.

Zwischen dem 12. und Anfang des 13. Jahrhunderts wurden von zwei serbischen Herrschern Fürstentümer errichtet, die sich unabhängig von Byzanz machten. Beide wurden später zu Königreichen und vergrößerten sich, auch über das heutige Kosovo-Gebiet. Zu dieser Zeit entwickelte man eine eigene Kultur, auch zeitgleich mit der serbisch-orthodoxen Kirche.

Das Osmanisches Reich umfasste auch Serbien.[ © André Koehne / CC BY-SA 2.5 ]
Osmanisches Reich von 1481 bis 1683.

Serbien als Teil des Osmanischen Reichs

In der Mitte des 14. Jahrhunderts wurden auch Mazedonien und Thessalien an die serbischen Königreiche angeschlossen. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts wurde das Serbische Reich im Krieg gegen die Osmanen besiegt und zerfiel. 1459 schloss man Serbien als Provinz an das Osmanische Reich an.

Um 1890 drangen Truppen der Habsburger in das Gebiet ein und besetzten Teile des Kosovo, Albaniens und Serbiens. Einige Leute aus diesen besetzen Regionen schlossen sich den Habsburgern an. Deren Aufstände wurden jedoch niedergeschlagen und die Habsburger mussten flüchten. Danach griffen die Habsburger jedoch wiederholt das Osmanische Reich an. Die Kämpfe dauerten bis in das 18. Jahrhundert hinein. 

So sah der Fürst Mihailo Obrenović aus.[ © gemeinfrei ]
Mihailo Obrenovic

Vom Fürstentum zum Königreich Serbien

1812 gab es auf serbischem Gebiet wiederholt Bauernaufstände und der Ruf nach einem eigenen Staat wurde immer lauter. Russland, das gegen das Osmanische Reich kämpfte, unterstützte diese Unabhängigkeitsbestrebungen. 1817 entstand das Fürstentum Serbien.

Schließlich erlangte 1867 Serbien die Selbstverwaltung unter dem Fürst Mihailo Obrenović. Auf dem Berliner Kongress 1878 wurde das Land als unabhängig anerkannt. Milan Obrenović machte Serbien wenig später, nämlich 1882, zu einem Königreich und ernannte sich selbst zum König.

Die Karte zeigt die im Ersten Balkankrieg durch den Balkanbund bis April 1913 eroberten Gebiete.[ © Decius, Rowanwindwhistler, Furfur / CC BY-SA 3.0 ]
Karte Balkankrieg

Die Balkankriege

In den Jahren 1912 und 1913 kam es zu den Balkankriegen. Serbien hatte 1912 gemeinsam mit Bulgarien, Montenegro und Griechenland sowie der Unterstützung Russlands den Balkan-Bund gegründet. Dieser wollte das Osmanische Reich niederschlagen und die dazu gewonnenen Gebiete untereinander aufteilen.

Nach der Kriegserklärung gegen das schon geschwächte Osmanische Reich wurde dieses im Ersten Balkankrieg zurückgedrängt und am Ende geschlagen. Als es um die Aufteilung des gewonnenen Gebietes ging, begann der Zweite Balkankrieg. Jetzt bekämpften sich die Balkanstaaten aber untereinander. Dabei verlor Bulgarien einige Gebiete und Mazedonien wurde an Serbien und Griechenland aufgeteilt.

Auch nach dieser Neuaufteilung war keiner zufrieden und die Spannungen spielten noch im Ersten Weltkrieg eine Rolle. Die Balkankriege waren Ursache für eine halbe Millionen tote Soldaten, Flucht, Vertreibung und viele zivile Opfer.

Der Erste Weltkrieg

Die serbischen Attentäter wurden verhaftet und im Sarajevo-Prozess verurteilt.[ © gemeinfrei ]
Sarajevo Prozess

Der österreichische Kronprinz Franz Ferdinand und seine Frau wurden beim Attentat von Sarajevo von serbischen Mitgliedern einer Terrorgruppe ermordet. Ihr Ziel war es, das von Österreich-Ungarn einverleibte Bosnien-Herzegowina zu befreien und mit Serbien und Montenegro zu vereinen.

In der damals ohnehin schon angespannten Situation wurde dies zum Auslöser des Ersten Weltkrieges. Bald folgte die Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien. Es folgten blutige Kämpfe zwischen den Serben und den von den Albanern unterstützten Österreichern.

1 2 3
letzte Aktualisierung am 20.12.2017