Serbiens Flagge Serbien

In Serbien gibt es eine hohe Arbeitslosigkeit und einige Menschen sind arm.[ © Milos Milosevic / CC BY 2.0 ]
Serbe

Die wirtschaftliche Situation in Serbien

Im Zuge politischer Krisen hat sich auch die wirtschaftliche Lage Serbiens massiv verschlechtert. Unter der Regierung Milošević (siehe auch Geschichte und Politik) wurde das Land von der Außenwelt abgeschnitten und isoliert.

Inzwischen versucht man mit Hilfe einer freieren Marktwirtschaft die wirtschaftliche Situation zu verbessern. Momentan gibt es immer noch viele wirtschaftliche Probleme. Von 100 Menschen haben um die 14 keine Arbeit. Außerdem gibt es kaum Geld für den Sozialbereich und arme Menschen haben es schwer, aus der Armut wieder herauszukommen. Der serbische Staat ist nämlich hoch verschuldet. 

Die Landarbeit wie hier in Okrug Jablanica ist noch nicht sehr modern.[ © Gagarin Miljkovich / CC BY 2.0 ]
Okrug Jablanica, Serbien

Mais und Weizen, Pflaumen und Himbeeren

Im Bereich der Landwirtschaft arbeiten recht viele Menschen, nämlich ungefähr 18 von 100. Angebaut werden im Norden vor allem Mais und Weizen, aber auch Zuckerrüben, Sonnenblumen und Kartoffeln. In der Landesmitte gedeiht Obst sehr gut. Für Pflaumen und Himbeeren ist Serbien der zweitgrößte Exporteur weltweit.

Zur Landwirtschaft gehört außerdem die Tierhaltung mit Schweinen, Rindern und Schafen. Wegen der vielen Flüsse und Seen hat auch der Fischfang Bedeutung. Aufgrund der großen Waldflächen gibt es ebenso den Bereich der Holzverarbeitung.

Industrieschiffe liegen im Hafen.[ © Martin Lopatka / CC BY-SA 2.0 ]
Industrieschiffe in Serbien

Industrie und Bodenschätze

Kohle und Kupfer werden in Serbien abgebaut. Auch Erdöl wird gefördert und kann immerhin 43 Prozent des eigenen Bedarfs decken.

Es gibt in Serbien einige Industrieanlagen. Viele davon sind allerdings veraltet und nicht sehr produktiv. Nur langsam wird modernisiert. Hergestellt werden Nahrungsmittel und Autos sowie landwirtschaftliche Maschinen, Papier, Blei, Elektronik und Textilien. 

Die Burg Golubac liegt an der Donau und zieht dort genauso Touristen an wie das nahe Eiserne Tor.[ © Quelle: pixabay.com ]
Burg Golubac an der Donau

Tourismus

Viele Menschen setzen in Serbien auf die Tourismusbranche, um die wirtschaftliche Situation des Landes zu verbessern. In diesem Bereich wurde auch schon einiges in die Wege geleitet, um das Land für Besucher aus aller Welt attraktiver zu machen.

Zum Beispiel gibt es viele kulturelle Routen, Wander- und Fahrradwege oder auch musikalische Events. Manche Touristen kommen auch zum Fischen und Jagen nach Serbien. Beliebte Städte sind Belgrad und Novi Sad, außerdem zieht das Eiserne Tor viele Besucher an. Das ist ein Durchbruchstal an der Donau.

letzte Aktualisierung am 15.01.2018