Serbien - Tiere & Pflanzen
Welche Tiere leben in Serbien?
So einige! Denn Serbien beherbergt von 100 europäischen Vogelarten etwa 74, bei den Säugetierarten sind es rund 67 Prozent. Darunter sind auch viele Arten, die in anderen Teilen Europas sehr selten geworden oder sogar ausgestorben sind. Dazu zählen etwa Braunbären, Wölfe, Wildkatzen oder Luchse. Noch häufiger kommen vor allem in den Wäldern Füchse, Wildschweine, Dachse oder Marder vor.
In den Gebirgen Serbiens leben perfekt an die Berge angepasste Arten wie Bergziegen und Gämsen. Die Vielfalt an Vögeln ist in Serbien also ziemlich groß. Es gibt zum Beispiel Steinadler, aber auch verschiedene Geier und Eulen.
Was wächst in Serbien?
Etwa ein Drittel des Landes ist bewaldet. Es gibt viele unterschiedliche Bäume, darunter Eichen, Kastanien und Buchen, von denen es jeweils verschiedene Arten gibt. Besonders häufig sind Laubwälder mit Buchen und Eichen.
Vor allem in den serbischen Nationalparks ist die Vielfalt groß. Hier gibt es Lindenwälder, alte, fast unberührte Wälder, Ahornbäume, Kiefern und vieles mehr. Außerdem sind dort seltene und wertvolle Heilpflanzen zu finden.
Eine ganz besondere Pflanze ist die Serbische Fichte, die auch Pančić-Fichte genannt wird. Sie wächst von Natur aus nur in einem kleinen Gebiet auf dem Balkan, unter anderem im Tara-Gebirge. Der Baum ist deshalb etwas Besonderes und steht unter Schutz.
Nationalparks
In Serbien gibt es vier große Nationalparks. Der Fruška Gora ist die Heimat von Mufflons, Mardern und Salamandern. Der Đerdap-Nationalpark besteht aus einer Flussklippenlandschaft und beherbergt zum Beispiel Braunbären, Schakale und Luchse.
In Südserbien findet sich der Kopaonik-Nationalpark in einem Gebirge, in dem der höchste Wasserfall Serbiens in die Tiefe stürzt. Der Nationalpark Tara ist weitgehend bewaldet. Hier wächst zum Beispiel die seltene Serbische Fichte, die nach dem serbischen Botaniker Josif Pančić auch Pančić-Fichte genannt wird. In Sachen Naturschutz ist in Serbien also ordentlich was los. Die geschützten Gebiete sollen außerdem noch ausgedehnt werden.
Die serbischen Behörden zählen übrigens den Nationalpark Šar Planina im Kosovo dazu, da sie den Kosovo ja nicht als eigenen Staat anerkennen. Auch die Natur kann manchmal durchaus politisch sein.