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Ein Wiedehopf hat sich in der Colbitz-Lengliner Heide eine alte Rakete als Bruthöhle ausgesucht. Ein Teil der Heide wird als Truppenübungsplatz genutzt.[ © Wettbewerb / CC BY-SA 4.0 ]
Wiedehopf in Colbitz-Lengliner Heide
Großtrappen leben auch in Sachsen-Anhalt.[ © Francesco Veronesi / CC BY-SA 2.0 ]
Großtrappe
Bienenfresser brüten in Sachsen-Anhalt.[ © Quelle: pixabay.com ]
Bienenfresser

Vögel in Sachsen-Anhalt

389 Arten Vögel hat man in Sachsen-Anhalt gezählt. 202 Arten davon sind regelmäßige Brutvögel. Die anderen Arten brüten nur unregelmäßig, sind Neobiota (also ursprünglich nicht einheimische Arten), oder sie sind Zugvögel, die nur auf ihrem Vogelzug in Sachsen-Anhalt Halt machen. Besonders häufige Arten sind Buchfinken, Kohlmeisen, Haussperlinge, Amseln, Stare und Blaumeisen. Auch Feldlerchen, Rotkehlchen, Zilpzalp und Zaunkönig kommen häufig vor.

14 Arten gelten als ausgestorben. Hierzu zählen das Auerhuhn, das Birkhuhn, die Blauracke, der Seegenrohrsänger, der Steinadler und die Zwergseeschwalbe. Vom Aussterben bedroht sind Vögel wie Löffelente, Kornweihe, Uferschnepfe, Rotschenkel, Steinkauz oder Sumpfohreule. Zu den Neobiota gehört zum Beispiel die Nilgans.

Das Aussterben der Großtrappe in Sachsen-Anhalt konnte mit großer Anstrengung verhindert werden. Großtrappen sind große udn schwere, aber dennoch flugfähige Vögel. Im Jahr 2004 gab es nur noch drei Weibchen, und zwar im Vogelschutzgebiet Fiener Bruch. Ein Schutzprojekt brachte schließlich die Wende. Etwa 80 Großtrappen hat man im Frühling 2017 gezählt.

Erfolge gab es auch bei dem Bienenfresser. Seit 1990 siedelt der bunt gefiederte Vogel dauerhaft in Sachsen-Anhalt. Inzwischen leben mehr als 1000 Brutpaare in Sachsen-Anhalt, was fast die Hälfte aller deutschen Bienenfresser ist. Die meisten von ihnen leben wiederum im Saaletal bei Merseburg. Die Zugvögel mögen es trocken und warm. Die Brutplätze befinden sich vor allem in Kies- oder Tongruben. Nicht immer sind diese Abbaugebiete stillgelegt, sodass die Brut der Bienenfresser dann in Gefahr ist.

Aber es gibt auch den umgekehrten Fall. So gibt es noch immer 150.000 bis 300.000 Brutpaare der Feldlerche in Sachsen-Anhalt. Dennoch gilt der Vogel inzwischen als gefährdet. Sein Bestand ist nämlich ganz stark zurückgegangen. Auf den intensiv bewirtschafteten Ackerflächen findet er keinen Brutplatz mehr.

Hier fliegen drei Schwarzstörche bei Lostau auf.[ © Feldstein / CC BY-SA 4.0 ]
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letzte Aktualisierung am 14.03.2022