Vietnams Flagge Vietnam

Das sit ein amerikanischer Soldat der Luftlandedivision.[ © W.wolny / gemeinfrei ]
US-Soldat

Der Vietnamkrieg beginnt

Die USA schickten immer mehr Militär zur Unterstützung nach Vietnam, womit ein schrecklicher Krieg begann, der Vietnamkrieg. Hintergrund war die sogenannte Dominotheorie. Die Amerikaner hatten Angst, dass sich der Kommunismus im Süden ebenfalls ausbreiten und damit andere Länder anstecken würde. So meinten sie - oder zumindest ein Teil der amerikanischen Politiker - dass sie die Freiheit des Westens hier in Südostasien verteidigen müssten.

Der Vietnamkrieg im Kalten Krieg

Der Krieg in Vietnam fand zu einer Zeit statt, in der global der Kalte Krieg zwischen den USA und der Sowjetunion herrschte. Weil die beiden Staaten nicht auf eigenem Boden miteinander kämpften, sondern die USA den Süden und die Sowjetunion den Norden in Vietnam unterstützten, bezeichnet man den Vietnamkrieg auch als Stellvertreterkrieg.

Auf dem Schild steht: "Geht verdammt nochmal raus aus Vietnam".[ © Fank Wolfe / CC BY-SA 2.0 ]
Widerstandsbewegung USA

Die Amerikaner konnten nicht gewinnen

Obwohl die USA militärisch stärker war, konnte dieser Krieg nicht gewonnen werden. Zum einen war der Widerstand der Vietnamesen groß, kannten sie doch ihr Land so sehr viel besser als die Amerikaner. Zum anderen regte sich in den Vereinigten Staaten selbst großer Widerstand gegen diesen Kampfeinsatz, der so viele unschuldige Menschenleben kostete.

Proteste gegen den brutalen Krieg

Die Friedensbewegung ging auf die Straße gegen diesen Krieg. In Amerika, aber auch im Rest der Welt, wurde die Sinnlosigkeit dieses Krieges bekämpft. Am Ende gaben die Amerikaner auf und verließen das Land. Mehr als drei bis vier Millionen Bewohner Vietnams kamen in diesem Krieg um. Die Hälfte davon waren Zivilisten, darunter auch viele Frauen und Kinder. Besonders schlimm - bis heute - wirkte sich der Einsatz von Giftgas aus.

In dem Museum über den Vietnamkrieg in Ho-Chi-Minh-Stadt wird den Gräueltaten während des Krieges gedacht.[ © Dennis Jarvis / CC BY-SA 2.0 ]
Kriegsmuseum Saigon

Wiedervereinigung zur Sozialistischen Republik Vietnam

1976 kam es zur Wiedervereinigung der beiden Landesteile im Norden und im Süden, die sich die Jahre zuvor so heftig bekämpft hatten.

Die kommunistische Partei übernahm die Führung der "Sozialistischen Republik Vietnam". Drei Jahre später marschierten vietnamesische Truppen gegen die "Roten Khmer" in Kambodscha ein. Erst 1989 zogen sich die Truppen wieder zurück.

Ab Ende der 1990er Jahre wurden wichtige Reformen im Bereich der Wirtschaft durchgeführt. Durch die freie Marktwirtschaft ging es dem Land besser, vor allem auch, weil die USA 1994 das Handelsembargo gegen Vietnam aufhoben. 1995 wurde Vietnam Mitglied der ASEAN-Staaten.

Die heutige vietnamesische Verfassung gilt in ihrer Version vom 15. April 1992. 2001 wurde die Verfassung noch einmal verändert. Die kommunistische Partei ordnete sich der Verfassung unter. Das ändert allerdings nichts daran, dass die Kommunistische Partei die führende Partei ist und die Opposition, also die Gegner, nichts zu sagen haben. Es gibt zwar auch andere Parteien im Ausland, doch die haben keinen Einfluss und keine Macht.

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letzte Aktualisierung am 14.01.2021