Senegals Flagge Senegal

Frauen im Senegal singen gerne.[ © James Fulker/DFID / CC BY-2.0 ]
Senegalesische Frauen singen

Die Einwohner des Senegal: die Senegalesen

Im Senegal wohnen viele Völker. Das Wort Senegal soll übrigens vom Wolof-Wort sunugaal abgeleitet sein. Das bedeutet "unser Kanu". Portugiesische Seeleute verstanden den Sinn falsch und so wurde der Fluss selbst bald so genannt. Nach dem Fluss wurde das Land benannt. Die Einwohner des Senegal nennen wir auf Deutsch Senegalesen.

47 von 100 Menschen im Senegal leben in der Stadt, 53 von 100 demnach auf dem Land. Das ist noch wenig, doch es ziehen immer Menschen in die Städte.

Diese Frau ist Hebamme. Sie gehört zum Volk der Serer.[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Hebamme im Senegal
Frauen vom Volk der Diola tanzen bei einem Fest.[ © KaBa / CC BY-3.0 ]
Diola-Frauen

Völker im Senegal: Wolof, Fulbe, Serer und Diola

Den größten Anteil an der Bevölkerung im Senegal hat das Volk der Wolof (43,3 Prozent). Sie gründeten mehrere Reiche, darunter das Jolof-Reich, das vom 14. bis zum 19. Jahrhundert existierte, oder das Reich der Waalo direkt am Senegalfluss (siehe dazu Geschichte des Senegal). Heute leben sie vor allem in der nördlichen Küstenregion.

23,8 Prozent gehören den Fulbe und Tukulor an. Man fasst sie zusammen, weil sie die gleiche Sprache sprechen. Früher lebten die Fulbe als Hirtennomaden, heute sind viele von ihnen sesshaft. Sie leben vor allem am Senegalfluss.

14,7 Prozent sind Serer. Sie leben im Zentrum und im Westen des Landes. Sie sind häufig Bauern und Viehzüchter. Auch die Serer hatten mehrere Reiche inne, zum Beispiel das Reich von Sine oder das Königreich Saloum.

Zu den Minderheiten gehören Diola (3,7 Prozent), Mandinka (3 Prozent) und Soninke (1,1 Prozent). Diola leben im Süden, also südlich von Gambia, in der Casamance-Region. Sie leben als Reisbauern. Die meisten sind Christen. Sie kämpfen für die Unabhängigkeit ihrer Region.

Die Kinder des Senegal

Im Senegal gibt es viele Kinder.[ © angela7dreams / CC BY-2.0 ]
Kinder aus dem Senegal

Jede Frau im Senegal bekommt im Durchschnitt 4,6 Kinder. Das ist sehr viel. Bei uns bekommt jede Frau im Durchschnitt nur 1,4 Kinder. So machen Kinder und Jugendliche im Senegal einen großen Anteil an der Bevölkerung aus. Etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist unter 18 Jahre alt.

Die Säuglingssterblichkeit beträgt 2,1 Prozent, die Kindersterblichkeit 3,2 Prozent (bei uns: 0,2 und 0,3 Prozent). Das heißt: Mehr als zwei von 100 neugeborenen Kindern sterben, mehr als drei Kinder von 100 feiern nicht ihren ersten Geburtstag. Die Zahlen sind in den letzten Jahrzehnten gesunken, aber sie sind immer noch zu hoch.

Taufe im Senegal[ © Djibril Coly / CC BY-SA 4.0 ]
Taufe im Senegal

Woran glauben die Senegalesen?

90 bis 94 Prozent der Senegalesen sind Muslime, gehören also dem Islam an. Fast alle gehören einer Bruderschaft beziehungsweise einem Orden an, das ist etwas Besonderes im Senegal. Diese Orden sind die Tidschani (50 Prozent der Muslime im Senegal gehören ihm an), die Muriden (30 Prozent) und die Qadiriyya (10 bis 15 Prozent).

Christen sind nur etwa 6 bis 10 Prozent. Sie sind vor allem unter den Serern und den Diola zu finden.
Unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit hängen viele Senegalesen auch den traditionellen Glaubensformen an, zum Beispiel dem Animismus oder dem Geisterglauben.

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letzte Aktualisierung am 13.05.2020