Äquatorialguinea
Wo liegt Äquatorialguinea?
Äquatorialguinea ist eines der kleineren Länder Afrikas. Es liegt an der Westküste von Zentralafrika, wie du auf der Karte siehst. Zu dem Land gehören das Festland sowie die Insel Bioko und weitere kleinere Inseln.
Landgrenzen hat Äquatorialguinea mit seinem Festland zu Kamerun im Norden (189 Kilometer) und zu Gabun im Osten und Süden (350 Kilometer). Es gibt also zwei Nachbarländer. Die Grenzen verlaufen fast schnurgerade.
Der Westen liegt am Atlantik, und zwar am Golf von Guinea. So hat das Land also Zugang zu einem Meer. Die Küste ist rund 300 Kilometer lang.
Das Festland von Äquatorialguinea trägt mit Mbini einen eigenen Namen. Der Landesname hingegen verweist zum einen auf den Äquator, der südlich des Landes verläuft, zum anderen auf den Golf von Guinea bzw. auf Guinea, wie die Region hier in West- und Zentralafrika schon früher genannt wurde.
Achtung: In Afrika gibt es noch zwei Länder, die “Guinea” in ihrem Namen tragen. Sie liegen aber beide in Westafrika und somit auch nördlicher: Guinea-Bissau und Guinea.
Mit einer Fläche von 28.051 Quadratkilometern ist Äquatorialguinea ein kleines Land. Es ist etwa so groß wie Albanien oder das deutsche Bundesland Brandenburg.
Erst seit 2026 hat das Land eine neue Hauptstadt. Sie hat Malabo abgelöst. Auf der Karte ist sie noch gar nicht eingezeichnet.
Mbini - das Festland von Äquatorialguinea
Das Festland von Äquatorialguinea nimmt den größten Teil des Landes ein, nämlich 26.017 der 28.051 Quadratkilometer. Es heißt Mbini (in der Sprache Fang) oder auf Spanisch Río Muni. Der Name Mbini stammt von dem gleichnamigen Fluss. Dieser durchquert das Festland von Ost nach West etwa in der Landesmitte und mündet dann in den Golf von Guinea. Er wird im weiteren Verlauf auch Río Benito oder Wele genannt. Der Name Río Muni stammt hingegen von einem anderen Fluss, der an der Grenze zu Gabun in den Golf mündet und ein breites Ästuar bildet.
Das Festland Mbini besitzt an der Küste eine flache Ebene. Dort liegt auch Bata, die größte Stadt von Äquatorialguinea. Rund 300.000 Menschen leben hier.
Nach dem flachen Land an der Küste, das etwa 20 Kilometer breit ist, steigt das Land an auf etwa 1000 Meter Höhe. Hier gibt es also Berge, außerdem wächst hier Regenwald.
Dort ist im Hinterland und mitten im Dschungel eine neue Stadt entstanden. Sie hieß Oyala und wird seit 2017 Ciudad de la Paz genannt. Das bedeutet übersetzt "Friedensstadt". Der Regierungssitz wurde schon im gleichen Jahr hierher verlegt. Seit Januar 2026 ist sie nun auch die Hauptstadt des Landes.
Die Inseln von Äquatorialguinea
Zu Äquatorialguinea gehören fünf bewohnte Inseln. Bioko, vor der Küste Kameruns gelegen, ist die größte von ihnen. Dort befand sich bis Anfang 2016 auch die Hauptstadt des Landes, Malabo.
Die Insel Annobón liegt 500 Kilometer südwestlich vom äquatorialguineischen Festland (während das Festland von Gabun mit 350 Kilometern deutlich näher liegt). Annobón liegt südlich des Äquators, während alle anderen Landesteile auf der Nordhalbkugel liegen. Zwischen Bioko und Annobón liegen die Inseln São Tomé und Príncipe, die aber zusammen einen eigenen Staat bilden.
Die anderen drei Inseln liegen alle näher zur Küste und sind kleiner. Sie heißen Corisco, Elobey Grande und Elobey Chico.
Bioko
Bioko ist die größte Insel von Äquatorialguinea. Trotzdem macht sie nur 2017 Quadratkilometer der Landesfläche aus. Das sind 7,2 Prozent.
Eine Besonderheit ist, dass auf Bioko vor allem die Ethnie der Bubi lebt, während die Fang die große Mehrheit der Bevölkerung bilden. Außerdem liegt Bioko nur 40 Kilometer vor der Küste von Kamerun und viel weiter weg vom Kernland des Landes (rund 200 km).
Auf Bioko leben rund 335.000 Menschen. Das sind immerhin 19 Prozent der gesamten Bevölkerung.
Bioko hieß lange Zeit Fernando Pó. So wurde sie nach dem portugiesischen Entdecker genannt, der hier 1472 landete. Von 1973 bis 1979 wurde die Insel umbenannt in Macías Nguema Byogo nach dem damaligen Diktator des Landes. Nach dessen Sturz wurde die Insel Bioko genannt. Damit ehrte man einen Politiker, der von 1982 bis 1992 auch Premierminister des Landes war: Cristino Seriche Malabo Bioko. Er gehörte den Bubi an.
Bioko ist bergig. Der höchste Berg des Landes liegt auch hier. Er heißt Pico Basilé und ist 3011 Meter hoch. Er ist einer von drei Vulkanen auf Bioko. Auf der Insel wächst tropischer Regenwald.










