Guyana
Britisch, indisch - guyanisch?
Guyana ist ein Land, von dem man in Deutschland wenig hört. Dabei sticht es doch aus den zentral- und südamerikanischen Ländern ziemlich heraus. Nicht nur, dass man hier Englisch spricht und nicht Spanisch, ist anders.
Die gesamte Kultur ist zum einen britisch geprägt, zum anderen aber von der überwiegend indisch- und afrikanischstämmigen Bevölkerung. Außerdem zählt Guayana als karibisches Land und hat viele Gemeinsamkeiten mit den Inseln der Karibik.
Kämst du nach Guyana, würde dir bestimmt eines gleich auffallen: Die Autos fahren links. Auch das hat damit zu tun, dass Guyana mehr als 150 Jahre lang eine britische Kolonie war. Und in Großbritannien herrscht ja ebenfalls Linksverkehr.
Eine der teuersten Briefmarken der Welt
1856 soll die Briefmarke "British Guiana 1¢ magenta" erschienen sein. 1873 fand der 12-jährige Schüler Vernon Vaughan aus Demerara sie bei den Briefen seines Onkels. Sie war lange die teuerste Briefmarke der Welt, bis sie 2021 von der Roten Mauritius übertroffen wurde.
Leben in Guyana
Mit Englisch kann man sich in Guyana gut verständigen, denn fast alle Einwohner sprechen es. Viele sprechen allerdings im Alltag eine Kreolsprache, die zwar mit dem Englischen verwandt ist, aber eben doch ein wenig anders klingt.
Außerdem kann man hier Hindi hören, das noch immer von vielen Guyanern mit indischen Vorfahren gesprochen wird. Und auch die indigenen Völker sprechen ihre eigenen Sprachen.
Sport in Guyana
Beliebte Sportarten in Guyana sind Cricket und Fußball – auch das ist ein Erbe der Briten. Bei beiden Sportarten hat jede Mannschaft elf Spieler.
Beim Cricket muss ein Werfer den Cricketball zu einem Schlagmann werfen, der wiederum versucht, den Ball wegzuschlagen. Er verteidigt so sein Wicket. Das sind drei Holzstäbe, die in der Erde stecken, und auf denen zwei kleine Querstäbe locker aufliegen. Die dürfen nicht getroffen werden. Er muss außerdem zum Wicket auf der anderen Seite rennen, denn das ergibt jeweils einen Punkt. Die Feldspieler des Werfers versuchen, den Ball zu fangen, den der Schlagmann weggeschlagen hat.


