Guyanas Flagge Guyana

Schulkinder in Georgetown[ © JukoFF / CC BY-SA 3.0 ]
Schulkinder in Georgetown
Schüler der weiterführenden Schule Santa Rosa Secondary School erhalten Unterricht in Gesundheitsvorsorge.[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Santa Rosa Secondary School
Einfahrt zur Universität Georgetown. Bis dort schaffen es nur die wenigsten Kinder in Guyana.[ © Loriski / CC BY-SA 3.0 ]
Einfahrt zur Universität Georgetown
Der Weg zur Schule ist auf dem Land oft weit.[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Landschaft bei Kato

Schule in Guyana

Weil Guyana bis 1966 eine britische Kolonie war, galt damals schon das britische Schulsystem auch hier. Das behielt man auch mit der Unabhängigkeit des Landes im Großen und Ganzen bei. Schulpflicht besteht ab dem Alter von 5 Jahren und 9 Monaten und dauert bis zum 16. Lebensjahr.

Mit 6 Jahren werden die Kinder eingeschult. Die Grundschule dauert sechs Jahre. Nach der 6. Klasse müssen die Schüler eine Prüfung ablegen, um  in die 7. Klasse zu kommen. Diese Prüfung heißt NGSA, das ist die Abkürzung für National Grade Six Assessment. Die weiterführende Schule dauert fünf Jahre und wird mit dem CSEC beendet (Caribbean Secondary Education Certificate). Das entspricht unserem Realschulabschluss. Nach weiteren zwei Jahren kann CAPE abgelegt werden, es entspricht den A-levels in Großbritannien oder unserem Abitur.

Das Schuljahr beginnt im September und endet im Juli des nächsten Jahres. Das ist also wie bei uns. Noten allerdings werden nach Buchstaben vergeben, wie in Großbritannien auch. Dabei entspricht ein A 80 bis 100 Punkten, das wäre eine Eins bei uns. B ist eine Zwei, C eine Drei und D eine Vier. Durchgefallen ist man mit einem E.

Ein Schultag umfasst fünf Unterrichtsstunden. Die Schüler tragen Schuluniformen. Die Ausstattung der Schulen ist besonders im Bereich von Technologie, zum Beispiel mit Computern oder Whiteboards, schlecht.

 

Nicht alle Kinder gehen in die Schule

85 Prozent der Kinder werden eingeschult. Das bedeutet also, dass 15 von 100 Kindern eines Jahrgangs nicht zur Schule gehen. Das ist ein hoher Wert. Oft ist Armut die Ursache dafür. Zwar kostet der Schulbesuch in Guyana nichts, doch die Eltern müssen ja trotzdem Schulhefte, Bücher und eine Schuluniform kaufen. In den dünner besiedelten Gegenden des Hinterlandes gibt es manchmal gar keine Schule, die erreichbar wäre. Außerdem gehen 18 Prozent der Kinder zwischen 5 und 14 Jahren irgendeiner Art von Arbeit nach. Auch das ist ein Wert, der den der Nachbarländer übersteigt.

Hier siehst du ein Video, in dem ein Junge in Guyana zur Schule geht:

Ryan Forde ist 16 Jahre alt und wohnt in Guyana.

letzte Aktualisierung am 05.12.2017