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Wer sind die Einwohner von Bolivien?

Mutter mit Kind in Bolivien[ © M M / CC BY-SA 2.0 ]
Mutter mit Kind in Bolivien
Diese drei Frauen leben auch in Bolivien.[ © Yves Picq / CC BY-SA 3.0 ]
Drei Frauen in Bolivien
Dieses Mädchen ist sieben Jahre alt und lebt in den Anden.[ © M M / CC BY-SA 2.0 ]
Ein 7-jähriges Mädchen in Bolivien
Frauen an der Kirche San Francisco in La Paz[ © Dennis Jarvis / CC BY-SA 2.0 ]
Frauen an der Kirche San Francisco in La Paz

Mehr als 11 Millionen Menschen leben in Bolivien. Die größte Stadt ist Santa Cruz de la Sierra mit 1,4 Millionen Einwohnern. Sie liegt im östlichen Tiefland des Landes. Die meisten Menschen wohnen jedoch auf dem Altiplano, der Hochebene in den Anden.

68 Prozent der Einwohner sind gemeinsame Nachkommen von Indios und Weißen, meistens Spaniern. Man nennt sie auch mestizos - wobei die deutsche Übersetzung "Mestizen" als herabwürdigend empfunden wird und darum kaum noch gebraucht wird. 20 Prozent gehören indigenen Völkern an. Viele mestizos sehen sich jedoch ebenfalls einer indigenen Gruppe zugehörig. Danach liegt der Anteil sogar bei 40 Prozent der Bevölkerung. Bolivien hat in jedem Fall einen der höchsten Anteile von indigener Bevölkerung an der Bevölkerung in Südamerika. Die meisten gehören den Quechua (2,5 Millionen) und den Aymara (2 Millionen) an. Sie leben im Altiplano.

Indigene Völker in Bolivien

Die nächstgrößeren Volksgruppen sind die Chiquitanos (180.000), die Guaraní (130.000) und die Moxos (80.000). Diese drei Völker leben im östlichen Tiefland. Am Titicacasee (an der Mündung des Flusses Desaguadero) und im Hochland leben die Urus, jedoch in Bolivien auf dem Land und nicht auf schwimmenden Inseln wie in Peru. Einige kleine Indiovölker sind vom Aussterben bedroht.

Weiße leben zu 5 Prozent in Bolivien. Zu ihnen gehören auch etwa 40.000 Mennoniten, die im Südosten des Landes im Santa-Cruz-Department in zwölf Gemeinschaften leben. 1 Prozent sind Schwarze, die Afro-Bolivianer. Sie sind Nachfahren von Sklaven, die vom 17. Jahrhundert bis zur Abschaffung der Sklaverei 1831 hergebracht wurden. Sie wurden vor allem für die Arbeit in den Silberminen herangezogen. Die meisten Afro-Bolivianer leben heute in den Yungas östlich von La Paz. Zu ihrer Kultur gehört Saya, eine Musik und ein Tanz, die sich im 19. Jahrhundert entwickelten und Elemente der Aymara und aus Afrika mischen.

Etwa 7 Prozent der Bevölkerung leben im Ausland. Sie sind vor allem nach Argentinien, Spanien oder in die USA gegangen, um dort zu arbeiten.

 

Zahlen, bitte!

  • Kinder: Jede Frau in Bolivien bekommt im Durchschnitt 2,4 Kinder.  Bei uns bekommt jede Frau im Durchschnitt 1,4 Kinder.

  • Stadt und Land: 70 Prozent der Einwohner von Bolivien leben in der Stadt.  Somit leben also 30 Prozent, knapp ein Drittel der Bevölkerung, auf dem Land.

  • Religion: 76 Prozent der Einwohner sind Katholiken (römisch-katholisch). 17 Prozent gehören einer evangelischen Kirche an. Somit ist also die überwiegende Mehrheit der Bolivianer Christen.
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letzte Aktualisierung am 22.04.2020