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Tiere und Pflanzen in Bolivien

In den bolivianischen Yungas leben viele Arten.[ © Hmorisse / CC BY-SA 3.0 ]
Yungas in Bolivien

Die Artenvielfalt ist in Bolivien groß. Auf den verschiedenen Höhenstufen der Anden wachsen unterschiedliche Pflanzen und leben Tiere, die sich ihrer jeweiligen Umgebung angepasst haben. Im tropischen Regenwald wiederum müssen Tiere und Pflanzen mit Hitze und Feuchtigkeit gut leben können. Im Süden hingegen ist es recht trocken.

Vor allem in den Yungas, den Tälern nordöstlich von La Paz, leben viele endemische Arten. Das sind Arten, die nur hier vorkommen und sonst nirgends auf der Welt.

Tiere: Wer lebt denn da in Bolivien?

Ein junger Nasenbär![ © Alex Proimos / CC BY 2.0 ]
Südamerikanischer Nasenbär
Hier läuft ein Andenschakal an der Grenze zwischen Bolivien und Chile herum.[ © Christian Mehlführer / CC BY-SA 3.0 ]
Andenschakal
In der Laguna Colorada im Süden Boliviens leben viele Flamingos.[ © Luca Galuzzi / CC BY-SA 2.5 ]
Flamingos in Bolivien
Morpho menelaus ist ein besonders großer Schmetterling.[ © Didier Descouens / CC BY-SA 4.0 ]
Morpho Menelaus

2900 Tierarten gibt es in Bolivien. Zu den 422 Säugetierarten gehören auch viele Raubtiere. In den Bäumen der Wälder fühlen sich Jaguar, Jaguarundi, Ozelot, Puma, Nasenbär, Tigerkatze, Krabbenwaschbär und Langschwanzkatze wohl. Der Andenschakal trägt seinen Lebensraum schon im Namen. Dort fühlt sich auch der Brillenbär wohl.

Zu den seltensten Katzenarten gehört die Bergkatze, die in Bolivien nur in einem kleinen Gebiet noch vorkommt. Zu den Mardern gehört die Tayra. Noch wenig erforscht ist das Leben des Makibären. Im Wald mag es auch der Totenkopfaffe. Ganz im Süden, wo es sehr trocken ist, lebt das Chaco-Pekari, eine Art der Nabelschweine. Weitere Bewohner Boliviens sind Capybaras, die man auch Wasserschweine nennt. Sie sind Nagetiere, genau wie die Viscachas.

Neuweltkamele

Und welches Tier würde man als typisch für Bolivien erachten? Genau, das Lama! Lamas werden als Haustiere gehalten. Man nutzt sie als Lasttiere, aber man verarbeitet auch ihre Wolle oder schlachtet sie. Guanako und Vicunja, die beiden nicht gezähmten Arten der Neuweltkamele, waren vom Aussterben bedroht, weil sie so sehr gejagt wurden. Inzwischen haben sich ihre Bestände aber erholt.

Wer fliegt durch Bolivien?

1400 Vogelarten wurden in Bolivien gesichtet. Einer der größten unter ihnen ist der Andenkondor. In den hohen Bergen der Anden leben auch Andengans, Andenspecht und Andenschwalbe. Der Andenflamingo mag das Wasser der schlammigen Salzseen wie dem Poopó-See.

In den Wäldern des Flachlandes ist hingegen die große Harpyie zu Hause. Sie gehört zu den größten Greifvögeln der Welt. Am Titicacasee und weiteren Seen des Hochlandes lebt der Titicaca-Taucher. Er kann übrigens nicht fliegen! Auffällig mit seinem Horn ist der nur in Bolivien vorkommende Hornhokko. Besonders bunt sind die Papageien.

Noch mehr Tiere

Es gibt auch 378 Arten von Amphibien, 344 von Reptilien und 642 Fische. Diese leben alle in Flüssen oder Seen, da Bolivien ja keinen Zugang zum Meer hat. Dort ist auch das Zuhause des bolivianischen Delfins, der hier endemisch ist. Endemisch im Titicacasee ist der Titicaca-Riesenfrosch. Er wird mehr als 20 Zentimeter groß!

3000 Arten von Schmetterlingen gibt es auch noch! Unter ihnen findet sich der große blaue Morpho menelaus. 15 Zentimeter misst er mit ausgebreiteten Flügeln.

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letzte Aktualisierung am 21.04.2020