Dominicas Flagge Dominica

Geschichte von Dominica

Erstmals besiedelt wurde die karibische Insel Dominica um 4000 v. Chr. Diesen frühen Kulturen folgten ab 500 v. Chr. die Saladoiden aus Südamerika. Um das Jahr 800 kam mit den Taino vom Volk der Arawak eine zweite Einwanderungswelle auf die Insel.

Die Taino wurden wiederum im 13. Jahrhundert von den Insel-Kariben verdrängt, den Kalinago. Sie beherrschten die Insel von nun an. Kalinago leben noch heute als kleine Minderheit auf Dominica.

Kolumbus gibt Dominica den Namen

Am 3. November des Jahres 1493 entdeckte Kolumbus die Insel und nannte sie nach dem Wochentag der Entdeckung Dominica: Sonntag. An Land ging er aber nicht.

Dominica wurde zur letzten von Europäern kolonisierten Insel, weil der Widerstand der Bewohner so groß war. Die Insel-Kariben (Kalinago) wollten ihre Heimat nicht kampflos abtreten. So dauerte es mehr als einhundert Jahre, bis sich schließlich Siedler aus Europa niederließen. Sie kamen aus Spanien, Frankreich und Großbritannien.

Dominica wird französische Kolonie

Die Spanier verließen die Insel wieder, doch zwischen Frankreich und Großbritannien ging der Besitz der Insel nun hin und her. 1660 einigte man sich zunächst, die Insel ihren Bewohnern, den Kariben, zu überlassen.

1690 gab es dennoch die ersten Siedler, die auf Dauer blieben. Es waren Franzosen, die Bäume abholzten und zu Geld machten. Sie brachten die ersten Sklaven aus Westafrika nach Dominica. 1715 kamen weitere Siedler in den Süden der Insel, die aus Martinique flohen und Gehöfte aufbauten. Auch aus Guadeloupe kamen Siedler, jedoch mehr in den Norden.

1727 wurde Dominica offiziell französische Kolonie. Plantagen vor allem für Kaffee wurden angelegt. Mehr und mehr Sklaven kamen an.

Dominica wird britische Kolonie

Während des Siebenjährigen Krieges (1756-1763) eroberten Briten neben anderen Inseln der Karibik auch Dominica. Bei Kriegsende trat Frankreich schließlich Dominica an Großbritannien ab. Ab 1763 war Dominica nun eine britische Kolonie - und blieb das bis 1978. 1778 eroberte Frankreich die Insel noch einmal zurück, 1783 erfolgte die Rückgabe an Großbritannien. Weitere Eroberungsversuche von Frankreich schlugen fehl.

1834 wurde die Sklaverei abgeschafft und die Sklaven in die Freiheit entlassen. Im 20. Jahrhundert erhielt Dominica mehr Rechte. Parteien wurden gegründet, ein gleiches Wahlrecht wurde 1951 eingeführt (vorher durften nur die reicheren Leute wählen).

1967 durfte sich die Insel selbst verwalten, die Außenpolitik blieb bei Großbritannien.
 

Von der Unabhängigkeit Dominicas bis heute

Am 3. November 1978 wurde Dominica schließlich in die Unabhängigkeit entlassen.

Erster Ministerpräsident wurde Patrick John. Seiner Regierung wurde bald Bestechlichkeit vorgeworfen und es kam zu Demonstrationen auf der Insel, die blutig niedergeworfen wurden. Patrick John musste schließlich schon 1979 zurücktreten.

1980 kam mit Mary Eugenia Charles erstmals eine Frau in der Karibikregion in das Amt der Regierungschefin. Immerhin 15 Jahre blieb sie auf diesem Posten. 2000 bis 20004 war Pierre Charles Ministerpräsident.

Nach dem plötzlichen Tod von Pierre Charles kam 2004 Roosevelt Skerrit ins Amt. Er gehört der dominicanischen Arbeiterpartei an. Seitdem führt er die Regierung in Dominica.

Immer wieder hatte Dominica mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. In einigen Jahren zerstörten Hurrikane viele Häuser und richteten großen Schaden an. So zerstörte Hurrikan David 1979 drei Viertel aller Wohnhäuser. In den 1990er Jahren fielen die Bananenpreise, was ebenfalls zu Problemen führte.

letzte Aktualisierung am 22.01.2026