Schweizs Flagge Schweiz - Typisch Schweiz?!

Typisch Schweiz: Bräuche und Besonderheiten im Alltag

Es gibt in jedem Land Sitten und Gebräuche, die einfach anders sind als bei uns. Gerade in Nachbarländern schauen die Leute da ganz genau hin. Wo sind die Gemeinsamkeiten, wo die Unterschiede? Auch in der Schweiz gibt es einige Besonderheiten, die vielleicht überraschen.

Türen aufhalten

In der Schweiz gilt es als höflich, einer Person, die hinter einem kommt, die Tür aufzuhalten, selbst wenn diese noch einige Meter von der Tür entfernt sein sollte. Jemandem die Tür direkt vor der Nase zuzuschlagen, gilt als sehr unhöflich. Eigentlich ist das auch bei uns so, doch nicht alle halten sich daran. Ob sich nun alle in der Schweiz daran halten, wissen wir nun auch nicht, aber diese Geste ist den Schweizern und Schweizerinnen eben sehr wichtig. 

Gut zu wissen!

In der Schweiz gibt es für nahezu die gesamte Bevölkerung Plätze in Schutzräumen. Diese befinden sich nicht nur unter Wohnhäusern, sondern auch in öffentlichen Gebäuden. Im Alltag werden manche Schutzräume sogar als Keller oder Lagerräume genutzt. Im Notfall müssen sie innerhalb weniger Tage einsatzbereit gemacht werden.

Warum gibt es in der Schweiz so viele Luftschutzbunker?

Viele Häuser in der Schweiz haben einen Luftschutzbunker, genauer gesagt einen Schutzraum. Das stimmt tatsächlich. Es gibt zwar auch Häuser ohne eigenen Schutzraum, aber für die Bewohner ist dann möglichst ein Platz in einem anderen Schutzraum vorgesehen.

In diesen Schutzräumen gibt es unter anderem Liegen und einfache Toiletten. Weitere Dinge, die man im Ernstfall benötigt, müssen teilweise erst mitgebracht werden. Hier wird also für den Notfall vorgesorgt.

Wer einen solchen Schutzraum im Haus hat, hofft natürlich darauf, ihn niemals wirklich benutzen zu müssen. Hoffen wir, dass die Bunker niemals gebraucht werden!

Was ist die Migros?

Bei uns geht man vielleicht bei Rewe oder Edeka einkaufen oder bei Alnatura, Aldi, Lidl oder Netto. Doch in welchem Supermarkt kaufen die Menschen in der Schweiz ein? Zum Beispiel bei Migros. Migros ist eine bekannte Schweizer Supermarktkette. Es gibt natürlich auch viele andere, aber Migros steht für viele Menschen eben für die Schweiz.

Gegründet wurde das Unternehmen 1925 von Gottlieb Duttweiler. Zunächst verkaufte er Lebensmittel aus Verkaufswagen. Daraus entwickelte sich eine der bekanntesten Supermarktketten des Landes.

Übrigens werden in den klassischen Migros-Supermärkten bis heute weder Alkohol noch Tabak verkauft. Das geht auf die Vorstellungen des Gründers zurück. 2022 durften die Mitglieder der Migros-Genossenschaften sogar darüber abstimmen, ob künftig Alkohol verkauft werden sollte. Sie entschieden sich dagegen.

Allerdings gibt es innerhalb der Migros-Gruppe auch andere Geschäfte, zum Beispiel Denner, in denen Alkohol verkauft wird.

Zähne putzen

In der Schweiz sieht man auch Menschen, die sich in der Mittagspause im Büro die Zähne putzen. Vielleicht liegt es daran, dass viele Zahnarztkosten in der Schweiz selbst bezahlt werden müssen? Die normale Krankenversicherung übernimmt gewöhnliche Zahnbehandlungen nämlich meist nicht.

Vorbeugen ist eben doch besser als zahlen. So lernen Kinder schon früh, wie wichtig das Zähneputzen für die Zahngesundheit ist. Vielleicht sollten wir uns die Schweizer in diesem Punkt als gutes Vorbild nehmen?

Was ist die Schweizer Garde?

ielleicht hast du schon einmal von der Schweizer Garde gehört? Dabei handelt es sich um eine bewaffnete Truppe, die den Papst im Vatikan beschützt. Und die kommt ausgerechnet aus einem Land, das für seine Neutralität bekannt ist und in dem der letzte Krieg zwischen den Kantonen 1847 stattfand. Doch wie so oft hilft ein kurzer Blick in die Geschichte.

Die Gründung der Schweizer Garde im Jahr 1506 fällt in eine Zeit, als es vielen Familien in der Schweiz sehr schlecht ging. So zogen junge Schweizer als Söldner – das sind bezahlte Soldaten – in andere Länder, um dort zu kämpfen. Die Eidgenossenschaft führte also nicht ständig selbst Krieg, aber viele Schweizer kämpften im Dienst fremder Herrscher.

Die Schweizer machten ihre Arbeit wohl ganz ordentlich, sodass ihr guter Ruf bis zu den Ohren des Papstes drang. Der damalige Papst Julius II. kam auf die Idee, Schweizer Soldaten zu seiner Bewachung nach Rom zu holen.

Und diese Päpstliche Schweizergarde gibt es bis heute. Um Gardist zu werden, muss man Schweizer Staatsbürger, katholisch und männlich sein. Bewerber müssen außerdem zwischen 19 und 30 Jahre alt und bei ihrem Eintritt unverheiratet sein. Dazu kommen weitere Voraussetzungen, etwa eine abgeschlossene Ausbildung und die militärische Grundausbildung.

Was ist typisch für die Schweiz?

In diesem Video erfährst du, was so alles typisch für Schweiz ist.

letzte Aktualisierung am 22.10.2026