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Was ist die Basler Fasnacht?

Piccoloflötenspieler mit Kopflaternen beim Basler Morgestraich[ © Latschari / CC BY-SA 3.0 ]
Basler Fasnacht, Morgestraich, Basel

Du kennst sicher Karneval oder Fasching oder auch Fastnacht. Fastnacht sagt man im Südwesten in Deutschland und so heißt es auch in der Schweiz. Allerdings beginnt die Fasnacht in Basel immer erst am Montag nach dem Aschermittwoch. Und sie fängt immer mit dem Morgestraich an und das ist schon ganz früh am Morgen um 4 Uhr.

Die Basler Fastnacht dauert dann 72 Stunden und findet ihr Ende erst am Donnerstag um 4 Uhr. Wer aktiv mitmacht, trägt eine sogenannte "Larve", das ist eine Maske, unter der sich das Gesicht nicht erkennen lässt.

Berühmt ist die Basler Fasnacht auch für ihre Pfeifen und Trommeln. So ziehen beim Morgestraich Gruppen von Musikern durch die verdunkelte Innenstadt und geben Pfeif- und Trommeltöne von sich. Das Ergebnis ist ein gewaltiges Pfeifkonzert, das in der ganzen Stadt ertönt.

Die Schweizer Fasnacht wird anders gefeiert als zum Beispiel der Karneval in Köln. Hier ist man meist lustig und fröhlich, während bei der Basler Fasnacht eher eine ruhige und besinnliche Stimmung vorherrscht - trotz der lauten Musik. Wie das ausschaut und wie sich das anhört, erfährst du in diesem kleinen Video:

Bei der Basler Fasnacht geht es sehr viel ruhiger zu als in Deutschland. Ganz typisch sind die Pfeifen.

Jassen

Jassen ist ein Kartenspiel und wird in der Schweiz, aber auch in Liechtenstein, Österreich oder in Süddeutschland und im Elsass gerne gespielt. In der Schweiz ist es eine Art Nationalspiel und viele Kinder lernen das Jassen schon sehr früh. Gespielt wird es mit einem französischen, einem österreichischen oder auch mit einem Deutschschweizer Blatt, je nach Region. Man erklärt eine bestimmte Farbe zum Trumpf und der Under (auch Bauer genannt) ist der höchste Trumpf. Ziel des Spieles ist es, möglichst viele Kartenpunkte zu machen.
Ein Riesenrad steht auf dem Münsterplatz anlässlich der Herbstmesse in Basel.[ © Roland Zumbühl / CC BY-SA 3.0 ]
Herbstmesse, Basel

Die Basler Herbstmesse

Vor allem für Kinder ist die Herbstmesse in Basel – auch d`Herbschtmäss genannt – ein großer Spaß. Sie findet nicht im Frühjahr, sondern eben im Herbst statt. Es gibt viele Stände, Karussells, ein Riesenrad und in der ganzen Stadt wird auf ganz vielen Plätzen gefeiert.

Bei der Mäss, wie die Basler auch sagen, handelt es sich um eine ganz alte Tradition, die noch aus den Zeiten des Mittelalters stammt. So durften die Basler seit Ende des 15. Jahrhunderts eine Messe abhalten und das ist heute noch die Herbstmesse.

Zwei Basler Rheinschwimmerinnen durchpflügen mit Wickelsack das kühle Nass.[ © Peter Kuley / CC BY-SA 3.0 ]
Basel, Rheinschwimmen, Schweiz

Was ist das Rheinschwimmen?

Die Basler schwimmen prinzipiell gerne im Rhein. Während man im Sommer auch problemlos im Rhein schwimmen darf, gibt es einmal im Jahr ein ganz offizielles Rheinschwimmen. Die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft organisiert dieses Schwimmen.

Die Termine sind unterschiedlich, meist findet das Schwimmen irgendwann im August statt. Dabei packen die Schwimmer all ihre Sachen in einen Badesack, der Wickelsack heißt, so kann man all seine Sachen mitnehmen und sich auf die Schwimmreise auf dem Rhein begeben. Der Wickelsack ist meist aus buntem Material, damit man die Schwimmer auch gut erkennt.

Was ist eigentlich Ringkuhkampf?

Die Kühe werden in Gruppen in die Arena geführt.[ © Christof Berger / CC BY-SA 3.0 ]
Ringkuhkampf, Schweiz

Die Schweizer sind ja eigentlich ein sehr friedliches Volk. Kriege gab es in der Schweiz schon lange nicht mehr. Dafür sind ihre Kühe umso kampfeslustiger. Anders als beim spanischen Stierkampf kämpfen hier nicht die Stiere, sondern die Kühe gegeneinander.

Eine spezielle Rinderrasse, die im Wallis gezüchtet wird, kämpft um die Rangfolge in der Herde. Und so trifft hier Kuhhorn auf Kuhhorn, während die Zuschauer sich das anschauen. Der Abschlusskampf findet in Aproz im Wallis statt und ist ein nationales Ereignis in der Schweiz. "Die spinnen die Schweizer", würde Asterix wahrscheinlich sagen. 

Der Böögg wird beim Sechseläuten in Zürich verbrannt.[ © Cyclone / CC BY-SA 3.0 ]
Sechseläuten, Zürich, Schweiz

Das traditionelle Sechseläuten

Das Sechseläuten – das Sächsilüüte - findet immer Mitte April in Zürich statt. Hierbei wird der Winter angezündet und dies in Form eines Schneemanns, den man mit Knallkörpern füllt. Der wird hier Böögg genannt. Auch hierbei handelt es sich um eine sehr alte Schweizer Tradition.

Kinderumzug beim Sechseläuten

Auch die Kinder haben dabei ihren Spaß, denn es gibt einen eigenen Kinderumzug beim Sechseläuten, der immer am Sonntag vor dem Sechseläuten stattfindet. Wer daran teilnehmen will, muss allerdings eine Tracht oder Uniform tragen und sollte mindestens fünf und höchstens 15 Jahre alt sein.

letzte Aktualisierung am 08.03.2018