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Heidi und der Geißenpeter[ © Quelle: www.pixabay.com ]
Heidi, Geissenpeter

Leben alle Schweizer Kinder wie Heidi?

Wenn du an ein Schweizer Kind denkst, fällt dir vielleicht gleich Heidi ein. Heidi ist ein Mädchen aus einem Buch. Sie ist ein Mädchen, das ohne Eltern bei seinem Opa, dem Almöhi lebt, den Geißenpeter zum Freund hat, in die Großstadt geschickt wird und schließlich der armen Klara, die im Rollstuhl sitzt, hilft, wieder laufen zu lernen. Du kennst du Geschichte vielleicht.

Leben die Schweizer Kinder wie Heidi? Nein! Die Geschichte von Heidi ist schon ziemlich alt, sie wurde 1880 geschrieben. Die wenigsten Schweizer wohnen in den Bergen und hüten dort Ziegen. Allerdings ist "Heidi" trotzdem noch in vielen Dingen aktuell und eine tolle Geschichte!

Migrantenkinder in der Schweiz

Das sind zwei Schweizer Kinder - eines mit, eines ohne Migrationshintergrund.[ © Quelle: www.pixabay.com ]
Kinder, Migrationshintergrund, Schweiz

Migrantenkinder in der Schweiz gehen häufiger auf eine Sonderschule und finden auch schwerer eine Ausbildungsstelle als Kinder von Schweizern. Auch an den Universitäten studieren weniger Migrantenkinder.

Hierbei hängt es davon ab, woher die Eltern der Kinder stammen. Stammen die Familien aus Deutschland, Frankreich oder Österreich, sind sie oft erfolgreich. Kommen die Familien aus der Türkei, aus Portugal oder aus Ländern des Balkans, müssen sie oft mit Nachteilen rechnen. Oft haben sie Sprachprobleme und ihre Eltern können sie nicht so unterstützen, wie das die Eltern der einheimischen Kinder es tun.

Allerdings geht es hier – wie in Deutschland – auch um die Frage, ob die Eltern der Kinder selbst eine gute Bildung haben. Dann sind die Chancen wieder sehr ähnlich. Doch wird in der Schweiz von einigen Kritikern der Regierung vorgeworfen, sie tue zu wenig für die Förderung der Kinder. Diese sollten zum Beispiel schon sehr viel früher Sprachunterricht bekommen. Da dies fehlt, nehmen viele Kinder ihre schlechten Startmöglichen in ihre Schullaufbahn mit.

Sind alle Schweizer reich?

Der durchschnittliche Verdienst liegt in der Schweiz höher als in Deutschland. [ © Quelle: pixabay.com ]
Schweizer Franken
Das Leben von Kindern in der Schweiz ist unterschiedlich, je nachdem, wo sie leben. [ © Kecko / CC BY-ND 2.0 ]

Schweizer Kinder leben genauso unterschiedlich wie deutsche Kinder. Auf dem Land ergeht es ihnen ein bisschen anders als in der Stadt. Haben die Eltern Geld, wächst ein Kind in Wohlstand auf, sind die Eltern arm, muss es sich mit sehr viel weniger zufriedengeben.

Nun ist die Schweiz tatsächlich ein reiches Land, es gibt weniger arme Leute. In der Schweiz ist der Durchschnittsverdienst höher als bei uns in Deutschland. Der Schweiz geht es wirtschaftlich gut und so geht es auch vielen Familien gut. Doch auch in der Schweiz gibt es soziale Unterschiede. Es gibt also Menschen, die mehr Geld verdienen, und Menschen, die weniger Geld zur Verfügung haben.

Aber auch die Lebenshaltungskosten, also die Kosten für Miete und Essen, für Freizeit und Kultur sind höher als in Deutschland. Deshalb hängt es eben auch in einem reichen Land wie der Schweiz immer noch davon ab, in welche Familie ein Kind geboren wird.

Es gibt Kinder, deren Eltern sich keinen Urlaub, kein Auto und keine Extras leisten können, Kinder, die wenig Geld haben, um ins Kino zu gehen oder sich ein teures Handy zu kaufen. Es gibt Kinder auf dem Land, die zu Hause auf dem Hof mithelfen müssen und in der Natur leben und dort vielleicht auf eine Dorfschule gehen. Es gibt Kinder in der Großstadt, die genauso leben wie Kinder in Frankfurt, Berlin oder in Hamburg. 

Sportlich, sportlich diese Schweizer

Roger Federer ist DER Schweizer Tennisstar.[ © Tatiana / CC BY-SA 2.0 ]
Roger Federer

Die Schweiz ist das optimale Land für Outdoorsportarten, also Sport, den man draußen ausüben kann. Das fängt beim Wandern an und Skifahren und Bergsteigen gehören natürlich ebenso dazu. Wer nicht gleich in die Berge will, kann sich auch erst einmal in den vielen Klettergärten oder Kletterhallen ausprobieren, da gibt es in der Schweiz eine ganze Menge.

Für Kinder weniger interessant ist das Segelfliegen oder Ballonfahren, höchstens als Mitfahrer, aber Rafting, Kanufahren oder Canyoning wird auch schon von jüngeren Kindern betrieben. Das ist nicht ganz ungefährlich, aber sehr abenteuerlich und in den vielen Alpenregionen mit den Flüssen gut möglich.

Seitdem die Schweiz 2008 gemeinsam mit Österreich Austragungsort der Fußballweltmeisterschaft war, treibt so manchen Eidgenossen auch das Fußballfieber um. Wie immer, wenn eine Sportart einen Nationalstar aufzuweisen hat, machen es viele nach. So ist Roger Federer ein weltbekannter Tennisspieler, so dass sich so manche kleine Schweizer auch auf den Tennisplätzen des Landes tummeln.

letzte Aktualisierung am 05.10.2020