Samoas Flagge Samoa

Flughunde hängen kopfüber in den Bäumen. [ © Hans Hillewaert / CC BY-SA 4.0 ]
Flughund

Von Hunden, die fliegen ...

Sehr artenreich ist Samoa nicht. Das liegt an der isolierten Lage der Inseln, Tiere konnten bestenfalls übers Meer die Inseln erreichen. So gibt es an Säugetieren nur die Flughunde als einheimische Tierart. Flughunde sind sechs bis 40 Zentimeter groß und haben einen Kopf, der stark an einen Hund erinnert. Ebenfalls auffallend sind die großen Augen dieser Tiere. Ihre Hauptnahrung besteht aus Früchten. Gleichzeitig gibt es Flughunde, denen auch Nektar, den sie aus Blüten saugen, gut schmeckt.

Dies ist eine Königsfruchttaube. Die Taubenarten, die im gesamten pazifischen Raum verbreitet sind, zeichnen sich oft durch eine große Farbenvielfalt aus. [ © Bjørn Christian Tørrissen / CC BY-SA 3.0 ]
Königsfruchttaube

... und Vögeln, die fliegen

Auf Samoa leben etwa 30 Landvogelarten. Du kannst hier farbenfrohe Papageien, aber auch Kakadus entdecken. Singvögel haben ebenfalls ihre Heimat auf den Inseln Samoas. Häufig zu finden sind die so genannten Molukkenamseln. Diese entdeckst du auch auf vielen anderen Inseln der Südsee, denn sie wurden einmal zur Bekämpfung der Insekten von Menschen mitgebracht. Dazu kommt eine Vogelart, die unter dem Namen Pazifikfruchttaube bekannt ist.

Was ist der Samoa-Skink?

Skinke gibt es in vielen verschiedenen Arten, eine bestimmte Art findest du nur auf Samoa. [ © ,ふうけ / CC BY-SA 3.0 ]
Skink

Alle weiteren Säugetiere kamen mit den Menschen auf die Insel. Dazu gehören Hunde genauso wie Kühe, Pferde und Hühner. Ebenfalls häufig zu sehen sind Schweine, die die Bewohner halten oder die wild auf den Inseln leben.

Als "Insektenbeseitiger" betätigen sich die Geckos. Diese sind häufig auf Samoa zu finden. Dazu gibt es eine Tierart, die nur auf Samoa lebt: der Samoa-Skink. Der Skink stammt aus der Familie der Echsen. Es gibt davon sehr viele Arten und eine davon lebt nur auf Samoa.

Schlangen gibt es auf Samoa gar keine. An giftigen Tieren gibt es nur Skorpione und Tausendfüßer, deren Biss zwar sehr unangenehm, aber nicht wirklich gefährlich ist.

Samoa-Paolo

Die Fortpflanzung des Samoa-Paolo ist recht ungewöhnlich. Im Hinterkörper des Samoa-Paolo sammeln sich Geschlechtsprodukte an. Dieser wird dann abgeschnürt und treibt nach oben und die Eier und Spermien treten aus. Dann kommt es zur Befruchtung. Die Hinterleiber "pflücken" die Samoaner aus dem Wasser. Sie gelten als leckere Delikatesse. Die Würmer werden auch als "Kaviar der Südsee" bezeichnet.

Unter Wasser?

Stachelrochen begegnen nur Taucher, allerdings müssen sie sich dann in Acht nehmen, denn das Tier ist giftig. [ © albert kok / CC BY-SA 2.5 ]
Stachelrochen
Meeresschildkröten findest du ebenfalls in den Gewässern um Samoa.[ © a TheBrockenInaGlory / CC BY-SA 3.0 ]
Meeresschildkröte

Auch wenn es an Land keine große Vielfalt an Arten gibt, unter Wasser sieht das schon ganz anders aus. Denn Samoa hat eine artenreiche Unterwasserwelt zu bieten. Hier findest du Fische in allen möglichen Farben und Formen wie zum Beispiel Papageienfische, Druckerfische oder Zackenbarsche. Riesige Fischschwärme durchziehen die Korallenwelten. Auch Meeresschildkröten schwimmen umher.

Doch je weiter man aufs Meer kommt, desto gefährlicher wird es. Haie gibt es im tiefen Meer. In der Nähe der Riffe schwimmen Seeschlangen, die giftig sind und sich in den Nächten auch mal an Land verirren. Stachelrochen und Steinfische sind ebenfalls giftige Tiere, denen man allerdings nur beim Tauchen begegnen wird.

Eine Spezialität auf Samoa sind die Paolowürmer, nach denen die Bewohner zweimal pro Jahr fischen. Diese sind zehn bis 20 Zentimeter lang und haben eine grün-braune Farbe. Ihre Hinterleiber sind ein Leckerbissen und man sammelt sie auf, isst sie entweder roh oder dünstet oder backt sie.

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letzte Aktualisierung am 18.01.2021