Syriens Flagge Syrien

Frühe Zeit in Syrien

In Syrien gibt es Spuren sehr früher Besiedlung. [ © gemeinfrei ]
Frühe Besiedlung, Syrien

Schon in der Steinzeit lebten auf dem Gebiet des heutigen Syrien Menschen, und zwar am Euphrat. Erste Siedlungen entstanden vor 10.000 Jahren. Im dritten und zweiten Jahrtausend v. Chr. entstanden erste Stadtstaaten im Gebiet von Euphrat und Tigris. Doch damals gab es den Begriff "Syrien" noch gar nicht.

Die Herrscher über "Syrien" wechselten mehrfach. So kamen die Ägypter, die Hethiter und die Assyrer. Die Aramäer gründeten Königreiche in Damaskus und Aleppo, nachdem die Macht der Hethiter und der Assyrer schwand. Wichtig wurden auch die Phönizier, die an der Küste des heutigen Libanon wichtige Städte wie Tyros, Sidon oder Bablos gründeten. Auch das Persische Reich breitete sich über die Region des heutigen Syrien aus.

Provincia Syria und byzantinische Herrschaft

Syrien wurde 331 v. Chr. durch Alexander den Großen erobert und zählte zu dessen Großreich, bevor dieses zerfiel bzw. durch die sogenannten Diadochen der Seleukiden beherrscht wurde.

Das Wort "Syrien" ist griechischen Ursprungs und wurde erst seit dem sechsten Jahrhundert v. Chr. als Begriff für ein geografisches Gebiet gewählt. Dieses unterschied sich allerdings von dem heutigen Land Syrien. Erst die Römer tauften ihre Provinz Provincia Syria, als sie diese erobert hatten. Das Gebiet dieser römischen Provinz war um einiges größer als das heutige Land und reichte von Ägypten bis zum Fluss Euphrat im Osten des heutigen Syrien

Auf die römische Herrschaft folgte die Herrschaft der Byzantiner. Hier umfasste Syrien nur noch die Gebiete im Norden von Antiochia und Apamea. Die Byzantiner übten ihre Herrschaft von Konstantinopel aus. In dieser Zeit entstanden viele Klöster und Kirchen. Das Christentum breitete sich weiter aus, wobei  sich hier schon die spätere Spaltung in eine Ost- und eine Westkirche anbahnte.

Ausbreitung des Islam [ © Mohammad Adil / CC BY-SA 3.0 ]
Ausbreitung des Islam
Einnahme Jerusalems 1099 [ © gemeinfrei ]
Eroberung, Jerusalem, 1099

Ausbreitung des Islam

Im ersten Drittel des siebten Jahrhunderts n. Chr. breitete sich von der Arabischen Halbinsel ausgehend der Islam immer weiter aus. Damaskus wurde zum Mittelpunkt der neuen Religion und gleichzeitig Sitz des Kalifen, des damaligen Herrschers. Etwa 100 Jahre später verlegte man das Zentrum allerdings von Damaskus nach Bagdad, also in den heutigen Irak.

In den Jahrhunderten darauf begannen die Türken mit der Eroberung Asiens. Sie schlugen 1071 die Byzantiner.

Zeit der Kreuzzüge

Der erste Kreuzzug begann im Jahr 1097. Größtenteils Franken und Normannen marschierten nach Antiochia, nach Tripolis und in weitere Städte. 1100 wurde Balduin König von Jerusalem. Die Kreuzfahrer gingen brutal und grausam gegen die dort lebende Bevölkerung vor, von denen ein großer Teil übrigens Christen waren und gar keine Muslime, hier machte man allerdings keine Unterschiede. 1187 eroberte der Sultan Saladin Jerusalem wieder für die Muslime zurück.

Mameluken

Von Ägypten ausgehend breiteten sich in der Zeit von 1250 bis 1516 die Mameluken aus und festigten ein großes Gebiet, das bis in den Sudan und Jemen reichte.

Osmanen

Auf diese folgten 1516 erneut die Osmanen und Syrien wurde zu einer osmanischen Provinz und erneut von Konstantinopel aus - wie unter den Byzantinern - regiert. Bilad al-Scham war eine osmanische Provinz. Dazu gehörten Syrien, der Libanon und Palästina. Bis 1918 gehörte Syrien nun zum Osmanischen Reich.

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letzte Aktualisierung am 19.05.2020