Saudi-Arabiens Flagge Saudi-Arabien

Die Erdölindustrie ist für Saudi-Arabien sehr wichtig. [ © Mick Garratt / CC BY-SA 2.0 ]
Erdöl-Industrie
Das Erdöl wird in Saudi-Arabien auch gleich weiterverarbeitet. [ © Mick Garratt / CC BY-SA 2.0 ]
Erdölindustrie, Saudi-Arabien
Man setzt auch auf den Ausbau des Tourismus in Saudi-Arabien und baut neue große Hotels. [ © Ummat / gemeinfrei ]
Hotel, Saudi-Arabien
Riad ist das wirtschaftliche Zentrum des Landes.[ © Quelle: pixabay.com ]
Riad

Die größte Volkswirtschaft im arabischen Raum

Im arabischen Raum ist Saudi-Arabien die größte Volkswirtschaft. Saudi-Arabien ist eines der reichsten Länder der Welt und hat dies seinen Erdölvorkommen zu verdanken. Es ist einer der größten Erdölproduzenten weltweit und der größte Exporteur von Erdöl. Ein Viertel der Reserven, die wir kennen, liegen in Saudi-Arabien. Ebenso gibt es Erdgas, Gold, Silber, Eisen und Zinn.

Riesige Industriezentren sind in Saudi-Arabien entstanden

Das Erdöl wird gefördert und dann auch gleich weiter verarbeitet. Es entstanden große Industriezentren dafür. Ein großer Teil des Exporterlöses basiert auf dem Verkauf von Erdöl. Das ist auch der größte Teil der Staatseinnahmen. Davon hat nicht nur das saudische Königshaus etwas, sondern auch die Bevölkerung, denn keiner muss hier bisher Steuern bezahlen. Auch Wasser, Strom und Kraftstoff werden subventioniert.

(Noch) keine Steuern für die Bevölkerung

Es gibt keine Einkommensteuer, aber auch keine Mehrwertsteuer. Seit die Ölpreise sanken und somit auch die Einnahmen des Staates, denkt man in der Regierung mittlerweile aber über Sparmaßnahmen und sogar über die Einführung von Steuern nach. Gleichzeitig sucht man neben dem Erdöl nach weiteren Einkommensmöglichkeiten für den saudischen Staat.

Die Jugendarbeitslosigkeit in Saudi-Arabien liegt hoch. 30 von 100 Jugendlichen unter 26 Jahren haben keine Arbeit. Der Benzinpreis hat sich im Jahr 2015 verdoppelt von 10 auf 20 Cent. Das ist im Vergleich zu unseren Preisen sehr wenig, für die Saudis aber eben eine Verdopplung der Preise.

Geplant sind mittlerweile Wirtschaftsreformen. Man denkt über weitere Einnahmen nach, wie zum Beispiel auch eine Mehrwertsteuer. 65 Prozent der Arbeitnehmer arbeiten für den Staat und die Bürokratie soll abgebaut werden.

Auch sollen mehr Leute aus Saudi-Arabien Tätigkeiten verrichten, die bisher von ausländischen Arbeitern übernommen wurden. Auch Frauen - von denen bisher nur ein geringer Teil außerhalb des Hauses arbeitet - sollen verstärkt auf den Arbeitsmarkt gelangen. Anders ist die Wirtschaft nicht zu retten, das hat auch der neue König wohl erkannt und befördert langsam diese Maßnahmen.

letzte Aktualisierung am 15.05.2020