Saudi-Arabiens Flagge Saudi-Arabien

Nur etwa zwei Drittel der Menschen in Saudi-Arabien stammen urspünglich auch von dort. [ © Quelle: pixabay.com ]
Saudi-Arabier
In Saudi-Arabien leben auch viele Menschen aus dem Ausland wie zum Beispiel Inder. Diese müssen meist niedrigere Arbeiten verrichten. [ © Quelle: pixabay.com ]
Inder, Mann, Turban

Wer lebt in Saudi-Arabien?

Es leben mehr als 34 Millionen Menschen in Saudi-Arabien. Davon ist der Anteil der nicht in Saudi-Arabien Geborenen sehr hoch. Mehr als zehn Millionen Menschen stammen nicht ursprünglich aus dem Land.

Die Einheimischen sind größtenteils Araber. Bei den ausländischen Bewohnern handelt es sich um Inder, Ägypter und Pakistaner. Dazu kommt eine nicht geringe Anzahl von nicht gemeldeten Einwanderern, die man auf ein bis zwei Millionen Personen schätzt.

70 von 100 Menschen sind in Saudi-Arabien unter 30 Jahre alt. 83 von 100 Menschen leben in einer Stadt.

Viele Menschen arbeiten beim Staat

Viele Einheimische arbeiten in der Verwaltung, das heißt beim Staat. Viele arbeiten auch im Bildungsbereich, also als Lehrer oder an den Universitäten. Bei privaten Firmen ist nur ein kleiner Teil beschäftigt. Der saudische Staat ist der größte Arbeitgeber der Menschen. Solange es dem Staat gut geht, geht es auch den (meisten) Menschen gut und umgekehrt.

Niedere Arbeiten für ausländische Arbeiter

Die ausländischen Arbeiter verrichten meist Tätigkeiten, die die Einheimischen selbst nicht ausüben wollen. Sie arbeiten als Verkäufer, Putzfrauen, Dienstmädchen, Chauffeure, Bauarbeiter, Bedienungen und in der Industrie.

Wahhabismus

Die strengste und intoleranteste Ausrichtung im Islam ist der Wahhabismus. Die Lehren stützen sich auf einen Mann namens Muhammad ibn Abd al-Wahhab. Seine Anhänger sehen sich als einzige Vertreter des wahren Islam. Alles, was nicht den Lehren des Wahhabismus entspricht, wird abgelehnt, vor allem aber der schiitische Islam. Die meisten Wahhabiten findet man in Saudi-Arabien, aber auch in Katar und einige in Indien, Pakistan und Westafrika. Sie selbst bezeichnen sich nicht als Wahhabiten, sondern als Salafisten oder auch einfach als Sunniten. Kennzeichnend für den Wahhabismus ist, dass alle Neuanpassungen des Islam abgelehnt werden. Die islamischen Quellen werden wortgetreu umgesetzt. Wer anders denkt, ist für sie kein Muslim.

Woran glauben die Menschen in Saudi-Arabien?

King Abdullah-Moschee. Die meisten Menschen sind Sunniten in Saudi-Arabien und leben die strenge Form des Wahhabismus. [ © Arbitrarily0 / CC BY-SA 3.0 ]
King Abdullah-Moschee

Die Staatsreligion ist in Saudi-Arabien der Wahhabismus, eine sehr strenge Auslegung des sunnitischen Islam. So sind die meisten Menschen auch Sunniten.

Etwa eine Million Einwohner sind allerdings Schiiten. Diese leben vor allem im Osten des Landes oder an der Grenze zum Nachbarland Jemen. Ihren schiitischen Glauben dürfen sie allerdings in der Öffentlichkeit nicht zeigen. Auch andere Glaubensrichtungen - wie Christentum oder Judentum - sind offiziell nicht erlaubt.

Damit sich auch alle nach den streng konservativen Vorstellungen richten, überwacht eine sogenannte "Religionspolizei" die Menschen. Kontrolliert werden vor allem die Einhaltung der Gebetszeiten, das Alkoholverbot, die Kleidung der Frauen und das Verhalten von Männern und Frauen. Wer sich nicht an die Regeln hält, kann ohne weiteres verhaftet werden. 

Was spricht man in Saudi-Arabien?

Arabisch ist die Amtssprache im Land. Als Handelssprache dient Englisch, das an den Schulen auch unterrichtet wird. So beherrschen viele Menschen in Saudi-Arabien Englisch.

letzte Aktualisierung am 29.10.2020