Pakistans Flagge Pakistan

Wie zeigt sich der Klimawandel in Pakistan?

Pakistan gehört zu den Ländern, die besonders stark unter den Folgen des Klimawandels leiden. Internationale Berichte, unter anderem vom Weltklimarat, ordnen Pakistan regelmäßig unter die stark betroffenen Länder weltweit ein (Stand: 2025). Das ist besonders unfair, denn Pakistan stößt vergleichsweise wenig Treibhausgase aus, spürt die Folgen aber umso stärker.

Extreme Überschwemmungen und ihre Folgen

Ein trauriges Beispiel sind die großen Überschwemmungen im Jahr 2022. Nach monatelangem Starkregen standen riesige Gebiete unter Wasser. Über 1.700 Menschen verloren ihr Leben, Millionen mussten ihre Häuser verlassen. Noch lange danach litten viele Familien unter den Schäden.

Wenn das Wasser nicht sauber ist, breiten sich Krankheiten schneller aus. Nach Fluten kommt es deshalb häufiger zu Durchfallerkrankungen, Cholera oder Malaria – besonders gefährlich für Kinder.

Schmelzende Gletscher verstärken das Hochwasser

Im Norden Pakistans liegen hohe Gebirge mit vielen Gletschern. Durch die steigenden Temperaturen schmelzen sie schneller. Dabei können Gletscherseen entstehen, die plötzlich brechen und Sturzfluten auslösen. Diese Wassermassen verstärken Überschwemmungen zusätzlich.

Hitze wird zur Gefahr

Neben dem vielen Regen gibt es auch das Gegenteil: extreme Hitze. In manchen Regionen wurden in den letzten Jahren Temperaturen über 50 Grad gemessen. Solche Hitzewellen kommen heute häufiger vor und dauern länger als früher. Sie sind lebensgefährlich, vor allem für ältere Menschen, Kinder und Menschen ohne Kühlung.

Wichtig zu wissen: Erdbeben sind kein Klimaproblem

In Pakistan gibt es auch Erdbeben, weil das Land in einer erdbebengefährdeten Region liegt. Diese haben nichts mit dem Klimawandel zu tun, treffen die Menschen aber zusätzlich und machen das Leben noch unsicherer.

Schäden für Menschen und Wirtschaft

Durch Überschwemmungen, Hitze und Dürre werden Straßen, Brücken und Häuser zerstört. Ernten fallen aus, Felder werden unbrauchbar, und viele Menschen verlieren ihr Einkommen. Das verschärft Armut und Hunger – besonders auf dem Land.

Was tut Pakistan gegen den Klimawandel?

Pakistan trägt nur einen sehr kleinen Teil zum weltweiten Klimawandel bei. Das Land verursacht weniger als 1 Prozent der globalen CO₂-Emissionen. Trotzdem ist Pakistan stark von den Folgen des Klimawandels betroffen – und versucht deshalb, sich besser zu schützen und gleichzeitig klimafreundlicher zu werden.

Besser vorbereitet auf Katastrophen

Ein wichtiger Schwerpunkt liegt darauf, Naturkatastrophen besser zu bewältigen. Pakistan baut seine Katastrophenvorsorge aus, zum Beispiel mit:

  • Frühwarnsystemen bei Hochwasser
  • besseren Notfallplänen
  • schnellerer Hilfe nach Überschwemmungen oder Hitzewellen

Außerdem sollen soziale Sicherungssysteme gestärkt werden. Das bedeutet: Menschen, die durch Klimaschäden ihr Zuhause oder ihre Arbeit verlieren, sollen schneller Unterstützung erhalten.

Zusammenarbeit mit anderen Ländern

Pakistan arbeitet beim Klimaschutz mit anderen Ländern zusammen, zum Beispiel mit Deutschland. Gemeinsam gibt es Programme für ein besseres Wassermanagement, denn Wasser ist durch Dürren, Überschwemmungen und Gletscherschmelze ein großes Thema im Land.

Mehr Strom aus erneuerbaren Energien

Pakistan möchte seine Energieversorgung umstellen. Das Land hat sich vorgenommen,

  • bis 2030 rund 60 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren und anderen klimafreundlichen Energiequellen zu gewinnen (z. B. Wasser-, Wind- und Solarenergie).

Außerdem hat Pakistan erklärt, seine CO₂-Emissionen bis 2030 stark zu senkenbis zu etwa 50 Prozent, allerdings nur mit internationaler Hilfe. Allein kann das Land dieses Ziel kaum erreichen.

Große Herausforderung: die Infrastruktur

Noch ist der Weg weit. Viele Windparks, Solaranlagen und Stromnetze müssen erst gebaut werden. Vor allem auf dem Land fehlt oft die passende Infrastruktur für „grünen Strom“. Trotzdem gilt der Ausbau erneuerbarer Energien als wichtiger Schritt für die Zukunft Pakistans.

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letzte Aktualisierung am 10.02.2026