Ruandas Flagge Ruanda

Wo liegt Ruanda?

Ruanda ist ein Binnenstaat in Ostafrika. Das Land grenzt also nicht ans Meer. Es liegt etwas südlich vom Äquator. Seine Nachbarländer sind im Süden Burundi, im Westen die Demokratische Republik Kongo, im Norden Uganda und im Osten Tansania. Das Wort Ruanda bedeutet "das wachsende Land". Im Französischen und Englischen schreibt man es übrigens Rwanda.

Ruanda nennt man auch das Land der tausend Hügel, denn große Teile des Landes durchzieht eine hügelige Hochebene. Die Landschaften sind sehr unterschiedlich, obwohl das Land mit seinen 26.338 Quadratkilometern gerade mal so groß wie Belgien ist. Oder anders: Ruanda passt 13 Mal in Deutschland hinein. Damit zählt es auch zu den kleinsten Ländern Afrikas.

Drei Landschaften prägen Ruanda. Die Hochebene nimmt den größten Teil des Landes ein. Im Südosten senkt sich das Land. Außerdem verläuft in Ruanda die Hauptwasserscheide zwischen den Quellen des Weißen Nil und des Kongo.

Auch wenn Ruanda nicht ans Meer grenzt, bestimmt den Westen des Landes der Kiwusee, der zu den schönsten Binnenseen Afrikas zählt. Durch ihn verläuft die Grenze zur DR Kongo. Er ist Teil des Ostafrikanischen Grabens.

Virungas

Bei den Virunga-Vulkanen handelt es sich um eine Kette von acht großen Vulkanen, von denen einige noch aktiv sind. Sie entstanden durch vulkanische Aktivität im Ostafrikanischen Grabenbruch. Einige dieser Vulkane brechen bis heute aus und können gefährliche Lavaströme erzeugen. Ein bekanntes Beispiel ist der Ausbruch im Jahr 2002, bei dem Lava bis in die Stadt Goma in der Demokratischen Republik Kongo floss. Die Region ist außerdem ein wichtiger Rückzugsraum für viele Tierarten. In den nebelreichen Bergwäldern wurde 1925 ein Nationalpark gegründet. Dort leben bis heute die seltenen Berggorillas.

Hohe Berge

Der Mount Karisimbi ist die höchste Erhebung Ruandas. Er ist ein ruhender Vulkan und gehört zu den Virunga-Vulkanen im Norden des Landes. Diese Bergkette ist, wie auch der Kiwusee, Teil des Ostafrikanischen Grabenbruchs.

Der Name Karisimbi bedeutet vermutlich „weiße Muschel“ und bezieht sich auf den Schnee, der den Gipfel manchmal bedeckt. Die Böden in dieser Region sind sehr fruchtbar. Der Anteil an Wald ist jedoch vergleichsweise gering, auch wenn in den letzten Jahren wieder mehr aufgeforstet wurde.

letzte Aktualisierung am 20.03.2026