Mosambiks Flagge Mosambik

Diese Frau ist eine Nachfahrin der Bantu, die vor vielen Jahrhunderten in die Gegend des heutigen Mosambik einwanderten. [ © Steve Evans / CC BY 2.0 ]
Bantufrau, Mosambik

Mosambik - von der Eisenzeit bis zum Befreiungskampf

Wie in den meisten Ländern des südlichen und südöstlichen Afrika lebten schon vor vielen tausenden von Jahren Buschmenschen - auch San genannt – auf dem Gebiet des heutigen Staates Mosambik. Die Buschleute gingen auf die Jagd und sammelten Beeren und Früchte.

Einwandernde Bantuvölker verdrängten sie mit der Zeit und mischten sich mit der ursprünglichen Bevölkerung. Die Bantu lebten ursprünglich im Kongobecken und im Süden Kameruns. Im ersten Jahrhundert n. Chr. machten sie sich auf den Weg Richtung Süden und kamen auch nach Südostafrika. Es begann die Eisenzeit

Die Bantu waren schon sesshaft

Im Unterschied zu den zuvor einheimischen Stämmen, die noch umherwanderten, waren die Bantu sesshaft. Sie bearbeiteten die Böden und lebten von der Ernte.

Woher wir das alles wieder wissen? Aus Funden, die man in der Region gemacht hat. So fand man in der im Süden gelegenen Stadt Chibuene Keramiken und Werkzeuge aus Eisen.

Die Stadt Kilwa wurde wie viele andere von den Swahili gegründet. Die Städte trieben miteinander Handel. [ © wikimedia, gemeinfrei ]

Die Swahili-Kultur

Bedeutend für die Küstenregion Mosambiks wurde ab dem 8. Jahrhundert eine islamische Kultur, die sich Swahili nannte. Sie gründete Städte an der gesamten ostafrikanischen Küste. Einen eigenen Staat besaß sie nicht.

Wichtig für die Swahili-Kultur wurde der Handel. Die Menschen der Swahili-Kultur wurden zu Zwischenhändlern für Gold, Schildpatt oder Elfenbein und ebenso für Sklaven. Diese "Waren" brachten sie aus den afrikanischen Staaten bis nach Indien und Persien. Ihre Städte wie Mombasa, Lamu, Sansibar-Stadt oder Bagamoyo standen für Reichtum und Schönheit. Doch ihre Sprache wurde auch mit der Sprache der Sklavenhändler gleichgesetzt und war aus diesem Grund sehr unbeliebt.

Portugiesen in Mosambik

Schiff von Vasco da Gama[ © wikimedia, gemeinfrei ]
Schiff von Vasco da Gama

Vasco da Gama auf dem Weg nach Indien

1497 landeten die ersten Portugiesen in Mosambik. 1498 kam Vasco da Gama auf dem Weg nach Indien auch an Mosambik vorbei und landete an der Küste. Hier fand er eine auf dem Islam beruhende Kultur vor. Im Norden des heutigen Mosambik lernte da Gama einen Scheich kennen, der Moussa Ben Mbiki hieß und nach dem diese Insel benannt wurde. Von dieser Insel wurde dann der Landesname "Mosambik" abgeleitet.

Die Portugiesen unterwarfen die Städte am Meer

Doch die Araber waren für Vasco da Gama nicht nur willkommene Kenner der Handelsrouten nach Indien, die ihn ja besonders interessierten, sondern auch Konkurrenz. So wollte er diese ausschalten oder zumindest vertreiben. Die mit Kanonen bewaffneten Portugiesen fuhren von Handelsstadt zu Handelsstadt, vom südlichen Sofala bis zum nördlicheren Mombasa. Sie forderten von den jeweiligen Herrschern, sich der portugiesischen Krone zu unterwerfen. Wer dies verweigerte, wurde ausgeraubt und geplündert. Hier schützte man oft religiöse Gründe vor, indem man behauptete, man wolle die Menschen zum Christentum bekehren. In Wahrheit standen handfeste wirtschaftliche Interessen dahinter.

Den Handel an der Ostküste bestimmen die Portugiesen

Die Portugiesen brachten den gesamten Handel an der Ostküste Afrikas an sich. 1752 wurde die Region portugiesische Kolonie. Diese Herrschaft der Portugiesen bestand über viele Jahrhunderte weiter. Die Portugiesen wurden vor allem durch den Sklaven- und Goldhandel reich. Doch Sklaven wurden nicht wie Menschen behandelt und die Bevölkerung litt stark unter der der menschenverachtenden Behandlung.

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letzte Aktualisierung am 15.05.2020