Guineas Flagge Guinea

Die Karte zeigt das traditionelle Siedlungsgebiet der Mandinka.[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Siedlungsgebiet der Mandinka, Karte von 1906

Frühgeschichte

Auf dem Gebiet des heutigen Staates Guinea lebten schon vor unserer Zeitrechnung verschiedene Völker. Um 900 kamen Völker der Mande-Sprachen aus Nordosten nach Guinea. Die Susu siedelten in Niederguinea, in der Küstenregion. Mandinka ließen sich in Oberguinea nieder, im Osten. Diese Verteilung existiert noch heute.

Das Songhai-Reich dehnte sich bis ins heutige Guinea aus.[ © Astrokey44, übersetzt von Luxo / CC BY-SA 3.0 ]
Mutmaßliche Ausdehnung des Songhai-Reiches im 15. Jahrhundert

Westafrikanische Reiche: Susu, Mali und Songhai

In Fouta Djallon, dem Hochland Guineas in der Landesmitte, entstand im 12. Jahrhundert das Reich der Susu. Im 13. Jahrhundert, im Jahr 1235, geriet der nordöstliche Teil Guineas unter die Vorherrschaft des großen Mali-Reiches. Auch sein Nachfolger, das Songhai-Reich, umfasste des Nordosten des heutigen Guinea.

Die Fulbe gründete mehrere Reiche, darunter das von Fouta Djallon.[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Reiche des Fulbe-Dschihads in Westafrika um 1830

Die Fulbe in Fouta Djallon

Die Susu wurden im 18. Jahrhundert von Fulbe aus der Mitte des Landes wieder nach Westen vertrieben. Anders als die meisten Fulbe ließen sich die Fulbe in Guinea nieder und leben noch heute im Hochland von Fouta Djallon. Die Fulbe gründeten einen islamischen Staat. Es gab zwei Hauptstädte: Labé und Timbo. Der König von Labé, Alpha Yaya, ließ die Kolonialisierung durch die Franzosen zu und durfte im Gegenzug dafür Herrscher von Labé bleiben. Als Frankreich einen Teil seines Gebietes an Portugal abtrat, wollte sich Alpha Yaya dagegen wehren. Daraufhin wurde er 1905 von den Franzosen außer Landes geschafft. Das war das Ende des Reiches von Fouta Djallon.

Diese Karte zeigt Afrika um 1812.[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Historische Karte von Afrika, 1812

Europäer in Westafrika

Portugiesen waren die ersten Europäer, die nach Westafrika kamen und bald lebhaften Handel trieben. Das geschah aber weiter nördlich, im heutigen Senegal und Gambia. Nach Guinea kamen ab 1850 mehr und mehr Franzosen. Frankreich wollte sich einen Küstenabschnitt sichern zwischen den portugiesischen Gebieten im Norden und den britischen Gebieten im Süden.

Samory Touré[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Samory Touré

Samory Touré

Von der Küste drangen die Franzosen dann ins Landesinnere vor. Im Osten aber stießen sie auf heftigen Widerstand. Samory Touré hatte sich 1878 ein Reich aufgebaut, das Wassoulou-Reich. Zwischen 1880 und 1893 kam es zu heftigen Kämpfen, die schließlich mit dem Sieg Frankreichs endeten.

Die Karte zeigt die acht Kolonien, die um 1936 Französisch-Westafrika bildeten.[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Karte von Französisch-Westafrika

Französische Kolonie: Französisch-Guinea

Schon 1885 ließ Frankreich einen Gouverneur in Conakry seinen Sitz nehmen. 1891 wurde Guinea endgültig zur französischen Kolonie. Das Land wurde als Französisch-Guinea Teil von Französisch-Westafrika.

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letzte Aktualisierung am 04.05.2020