Guineas Flagge Guinea - Typisch Guinea?!

Typisch Guinea?!

Was ist eigentlich typisch für Guinea? Was macht die Kultur des Landes aus? Welche Besonderheiten gibt es?

Wie in den anderen Ländern von Westafrika hat jede Volksgruppe auch in Guinea ihre eigenen Traditionen und Bräuche. Auch die vier Regionen mit ihren unterschiedlichen Bewohnern und Landschaften haben Unterschiede in ihrer Kultur. Trotzdem gibt es auch Gemeinsamkeiten, sogar mit Dingen, die für ganz Westafrika typisch sind.

Feste und Feiertage in Guinea

Gefeiert wird auch in Guinea gerne. Musik und Tanz gehören zu den meisten Festen dazu. Es gibt natürlich auch regionale Feste. Zu ihnen gehört zum Beispiel Dalamon, das man in Oberguinea in der Nähe der Stadt Kouroussa im Dorf Baro feiert. An einem Tag zu Beginn der Regenzeit steigen die Menschen in einen Teich, um zeremoniell zu fischen und den Schutzgeistern zu danken.

Es gibt mehrere religiöse Feiertage. Dazu gehören bei den Christen Ostern und Weihnachten, bei den Muslimen das Opferfest und das Zuckerfest zum Ende des Ramadan. Staatliche Feiertage sind neben Neujahr (1. Januar) und dem Tag der Arbeit (1. Mai) der Tag der Republik (3. April) und der Tag der Unabhängigkeit am 2. Oktober. Sie waren wichtige Tage in der Geschichte des Landes: Am 2. Oktober 1958 wurde Guinea unabhängig und am 3. April 1971 rief Lansana Conté die Zweite Republik aus (siehe Geschichte II).

Syli

Das Wort Syli stammt aus der Sprache der Susu. Susu stellen etwa ein Fünftel der guineischen Bevölkerung. Syli bedeutet bei ihnen Elefant. Der Elefant war lange das Wappentier von Guinea. Er gilt als stark und stolz.

So benannte man auch die Währung von Guinea 1971 Syli. Sie galt bis 1985. Der Fußballverband hat auf seinem Logo auch einen Elefanten und die Nationalmannschaft nennt man hier Syli Nationale.

Fußball in Guinea

Fußball ist die wohl beliebteste Sportart in Guinea. Auf Straßen und Plätzen sieht man oft Jungen und auch manchmal Mädchen beim Kicken. Die Nationalmannschaft konnte zwar noch nie an einer Fußball-Weltmeisterschaft der Herren teilnehmen, aber das tut ihrer Beliebtheit keinen Abbruch. Im Afrika-Cup erreichte sie 2024 immerhin das Viertelfinale. Sie wird übrigens auch Syli Nationale genannt: der nationale Elefant. Es gibt einige Fußballspieler aus Guinea, die in deutschen Bundesligavereinen gespielt haben oder noch spielen. Dazu gehören zum Beispiel Pablo Thiam oder Naby Keita.

Musik in Guinea

Die Djembe ist eine Trommel, die ursprünglich vom Volk der Malinke stammt, die heute in Guinea eine der großen Volksgruppen stellt. Djembes werden aus einem Baumstamm angefertigt und mit einem Ziegenfell bezogen. Man spielt sie nur mit den Händen, also nicht mit Schlagstöcken. Ein bekannter Djembe-Spieler aus Guinea ist Famoudou Konaté.

Weitere in Guinea genutzte Instrumente sind die Stegharfe und das Balafon, ein Xylophon, unter dem Kalebassen hängen, die den Schall verstärken.

Typisch für Guinea sind auch die Griots, die zu Musik Geschichten erzählen (mehr dazu unter Gambia - typisch). Ein bekannter Griot aus Guinea war Mory Kanté. Er wurde in Europa 1988 mit seinem Ethno-Pop-Hit Yé ké yé ké bekannt.

letzte Aktualisierung am 14.08.2026