Ghanas Flagge Ghana

In Ghana zahlt man mit Cedi.[ © Quelle: pixabay.com ]
Cedi-Geldschein aus Ghana

Ghanas Wirtschaft - Kakao, Gold, Holz und Erdöl

Ghana ist noch immer ein Agrarland. 45 Prozent der Bevölkerung arbeiten in der Landwirtschaft, 14 Prozent in der Industrie. Die Wirtschaft hat sich gut entwickelt, allerdings ist davon der trockene Norden weitgehend ausgeschlossen, da nur im Süden Landwirtschaft betrieben werden kann und hier auch die Bodenschätze lagern.

Dies ist eine von mehreren großen Goldminen in Ghana. Es gibt aber auch viele kleine Goldminen.[ © Enock4seth / CC BY-SA 4.0 ]
Damang Goldmine in Ghana

Bodenschatz Gold

Ghanas wichtigster Bodenschatz ist das Gold. Wegen der Goldvorkommen wurde das Land von den Europäern im 16. Jahrhundert Goldküste getauft. Gold kommt insbesondere im Süden und der Mitte des Landes vor. Dort wird es in Bergwerken abgebaut. Der Anteil Ghanas an der Goldproduktion in der ganzen Welt ist zwar gar nicht so hoch. Gemessen an allem, was Ghana exportiert, also in andere Länder verkauft, beträgt er aber 32 Prozent. Das ist wiederum viel. Ghana ist der zweitgrößte Goldproduzent Afrikas (nach Südafrika).

Was kannst DU tun?

Ghana ist Deutschlands größter Lieferant für Holzprodukte. Tropenholz ist sehr robust und sieht hübsch aus. Wenn wir den Regenwald aber erhalten wollen, dürfen wir kein Holz kaufen, das von dort stammt. Dafür gibt es das FSC-Siegel. Holz, das dieses Siegel trägt, stammt aus einer überwachten Waldwirtschaft. Noch besser ist es, ganz auf Holz aus den Tropen zu verzichten und Holz aus Deutschland zu kaufen. Nur so kann der Regenwald erhalten bleiben.

Plantagen in Ghana

Die Kakaofrüchte wurden geerntet.[ © Rberchie / CC BY-SA 4.0 ]
Kakaofarmer mit der Ernte
Aus den Früchten der Ölpalme macht man Palmöl.[ © oneVillage Initiative / CC BY-SA 2.0 ]
Früchte der Ölpalme

Auf großen Plantagen werden angebaut: Kakao, Zuckerrohr, Kaffee, Tee und Kautschuk. Ghana ist nach der Elfenbeinküste einer der weltgrößten Kakaoexporteure. Außerdem werden Ananas, Tabak, Bananen, Palmkernöl, getrocknete Kokosfaser, Kolanüsse, Sheabutter und Baumwolle produziert.

Die Ölpalme ist in Ghana heimisch. Sie wird ebenfalls in Plantagen angebaut. Aus ihren Früchten wird Palmöl gepresst. Die Kokospalme stammt eigentlich aus dem Pazifikraum, wurde aber in Ghana eingeführt. Man gewinnt aus ihr Kokosmilch und Kokosfett und nutzt den Bast und Blätter für Dächer und Matten.

Ein bedeutender Wirtschaftszweig ist Holz (10 Prozent des Exports). Dafür werden Bäume im Regenwald abgeholzt. Der Regenwald wird immer kleiner, die Artenvielfalt dort verschwindet. Neue Plantagen für zum Beispiel Bananen entstehen dort, wo man den Regenwald gefällt hat. Ghana ist (nach Kamerun, Stand 2016) der zweitgrößte Produzent für Kochbananen.

Fischer und ihre Boote[ © Quelle: pixabay.com ]
Fischer und ihre Boote in  Ghana

Das Meer: Fisch, Salz und Erdöl

An der Küste spielt der Fischfang noch immer eine bedeutende Rolle, allerdings gehen die Fischbestände zurück. Gefangen werden Hering, Barrakuda, Thunfisch, Hai und Makrele. Am Meer wird außerdem Salz gewonnen. Dafür gibt es große Anlagen, in denen man dem Meerwasser das Salz entzieht. Vor der Küste wurde Erdöl entdeckt, das nun auch seit einigen Jahren gefördert wird.

Tourist am Strand von Ghana[ © Stig Nygaard / CC BY-2.0 ]
Tourist am Strand von Ghana

Industrie

Ghana muss die meisten Maschinen oder höher verarbeiteten Waren importieren, also von anderen Ländern kaufen. Um die Abhängigkeit von anderen Ländern zu verringern, wurden und werden Fabriken im Land gebaut. Dennoch arbeitet erst 14 Prozent der Bevölkerung in der Industrie.

Tourismus

Die Bedeutung des Tourismus steigt. Die Strände, aber auch die Naturparks und die alten Forts der Europäer sind Ziele der ausländischen Besucher.

letzte Aktualisierung am 04.05.2020