Elfenbeinküstes Flagge Elfenbeinküste

Was ist typisch für die Elfenbeinküste?

In der Elfenbeinküste leben viele Volksgruppen. Sie alle bringen ihre eigenen Sprachen, Bräuche, Feste und Traditionen mit. Aber es gibt auch Gemeinsamkeiten, etwa bei der Musik oder bei der Kleidung. Ihre gemeinsame Sprache zur Verständigung ist Französisch. Es gibt zudem auch Verhaltensweisen und Gewohnheiten, die tyisch sind für ganz Westafrika.

Zum Beispiel ist es üblich, Dinge auf dem Kopf zu transportieren. Das lernen viele Mädchen schon sehr früh. Man wickelt sich ein Tuch auf den Kopf und stellt darauf eine Schüssel oder Kiste. Häufig müssen die Frauen ihr Transportgut nicht einmal festhalten.

Kleidung in der Elfenbeinküste

Die Menschen in der Elfenbeinküste tragen zum Teil moderne Kleidung wie T-Shirts oder Hemden, aber genauso sieht man viele Leute in traditionellen afrikanischen Kleidungsstücken und Stoffen. So ist der Boubou nach wie vor bei Männern und Frauen beliebt: ein Obergewand. Bunte Stoffe in leuchtenden Farben werden sehr gerne getragen. Frauen tragen meistens Kleider und keine Hosen. Außerdem haben sie gerne ein Tuch auf dem Kopf.

Die Akan, die einen großen Teil der ivorischen Bevölkerung ausmachen, weben traditionell Kente-Stoffe. Das sind bunte, geometrisch gemusterte Stoffe. Auch moderne Designer kommen wieder auf diese alten Techniken zurück.

Feste und Feiern in der Elfenbeinküste

Gefeiert wird auch in der Elfenbeinküste gerne. An vielen Orten gehört Karneval zu den beliebten Festen. Dazu zählt auch Mardi Gras. Das ist eigentlich der Faschingsdienstag. In der Elfenbeinküste wird es mit großen Paraden gefeiert. Die Kinder ziehen dabei verkleidet durch die Straßen.

Maskenfeste gehören ebenfalls zum kulturellen Erbe in der Elfenbeinküste. Bei vielen Festen werden auch traditionelle Tänze aufgeführt. Auch die Initiation wird bei einigen Volksgruppen gefeiert (siehe hier). Das Yams-Fest namens Adae wird von den Akan gefeiert. Man gedenkt der Vorfahren und feiert die neue Ernte.

Musik in der Elfenbeinküste

Auch in der Musik bringen die vielen Ethnien der Elfenbeinküste ihre eigenen Traditionen mit. Dadurch ist die Musik sehr vielfältig. Gesungen wird gerne vielstimmig oder mit einem Wechselgesang. Typische Instrumente sind Trommeln, Rasseln und Glocken. Die Senufo spielen besonders gerne das Balafon, ein Xylophon mit darunter aufgehängten Kalebassen (hohle Kürbisse).

Es gibt auch neuere Musikrichtungen, die in der Elfenbeinküste entstanden und dann auch in Frankreich populär wurden. In den 1970er Jahren entstand Ziglibithy. Diesen Stil aus traditionellen Melodien entwickelte Ernesto Djédjé. Zu Beginn der 1990er Jahre entwickelte sich Zouglou. Die Texte des Zouglou spiegeln das Leben der ivorischen Jugend wider. Sie vermitteln politische Botschaften und treten für Ideale wie Gerechtigkeit und Frieden ein.

Hier kannst du dir ein Stück von Ernesto Djédjé im Ziglibithy-Stil anhören!

letzte Aktualisierung am 06.07.2026