Peru
Was ist typisch in Peru?
Es gibt typisch peruanische Produkte, typisches Essen und typische Verhaltensweisen. Auch die Kultur in Peru hat ihre eigene Musik und Kunst hervorgebracht.
Typisch ist zum Beispiel auch, wie man sich in Peru begrüßt: Man gibt sich ein angedeutetes Küsschen auf die rechte Wange. Männer unter sich geben sich allerdings die Hand. Dazu sagt man “Hola”, das heißt Hallo. Man spricht es wie “Olla” aus. Was ist noch typisch für Peru?
Kleidung und Mützen in Peru
Die indigenen Einwohner tragen gerne ihre traditionelle, bunte Kleidung. Dazu gehört oft auch ein Poncho, der ebenfalls gerne bunt ist. Frauen tragen oft eine Pollera. Das ist ein Rock aus mehreren Schichten. Für die Sängerinnen der Andenmusik werden eigens Polleras angefertigt und kunstvoll bestickt.
Die bunten, handgestrickten Mützen mit Ohrenklappen heißen Chullos. Sie dienen nicht nur als Schutz gegen Kälte, sondern vor allem als Schutz gegen die Sonne, die in den hohen Bergen der Anden mit Kraft scheint. Siehe auch Frag mal!
Musik in Peru
Sehr beliebt in Peru ist Panflötenmusik. Man spielt sie auf einer Sika, das ist eine bestimmte Form von Panflöte, bei der die Röhrchen in einer gerade Reihe stehen. Verbreitet sind als Instrumente auch die Andenflöte Quena, die Gitarre und der Cajón, eine Kistentrommel.
Das wohl berühmteste Lied aus Peru ist “El Condor pasa”. Das bedeutet: Der Kondor fliegt vorbei. Es wurde 1913 als Instrumentalstück komponiert. In Peru kennt man verschiedene Texte dazu. 1970 wurde der Song durch eine Version von Simon & Garfunkel weltbekannt. Du kannst das Lied hier anhören.
Außerdem mag man gerne tanzen. Fast jeder Peruaner ist Mitglied in irgendeiner Tanzgruppe, auch die Jungen und Männer! Volkstanzgruppen treten bei allen Festen und Festivals auf.
An der Nordküste tanzt man zum Beispiel den Marinera, dessen Musik immer mit einem Trommelwirbel beginnt. In den Anden tanzt man gerne den Huayno, einen Kreistanz.
Typisches aus Peru
Namen in Peru
Besonders beliebte Jungennamen in Peru sind Mateo, Liam, Gael, Thiago und Dylan. Insgesamt heißen die meisten Männer in Peru José, Luis und Juan.
Mädchen werden heute häufig Sofía, Valentina, Isabella, Emma, Olivia, Alessia und Mia genannt. Unter allen Frauen gibt es besonders viele namens María, Elizabeth, Carmen, Rosa und Ana.
Die meisten Peruaner tragen spanische Nachnamen wie Flores, Sánchez, Rodríguez oder García. Doch auch Namen aus der Quechua-Sprache gibt es. Besonders häufig sind Quispe und Huamán. Quispe ist sogar der häufigste Nachname in Peru überhaupt. Aus dem Aymara stammt der Name Mamani. Jedes Kind erhält in Peru zwei Nachnamen: den des Vaters und den der Mutter. Auch bei den Vornamen werden oft zwei gewählt.
Ein typischer Tag in Peru
Der Tag beginnt in Peru meist früh. Auf dem Land gibt es zum Frühstück einen Mate-Tee, dazu Brot und Mote, das sind gekochte Maiskörner. Die Hauptmahlzeit gibt es mittags (siehe auch Essen in Peru).
Die Menschen wohnen hier traditionell in Hütten aus ungebrannten, luftgetrockneten Lehmziegeln, den Adobes. Nicht nur hier, sondern auch in den Stadthäusern gibt es nur selten Heizungen - und es kann im Hochland durchaus sehr kühl werden! Es ist auch oft windig.
Die Kinder gehen dann zur Schule, die Eltern arbeiten. Viele Menschen arbeiten in der Landwirtschaft.
Modernes Leben in der Stadt
Auf dem Land geht es viel ruhiger zu als in der Stadt. In Lima oder Cusco herrscht hingegen oft Verkehrschaos.
Zwar gibt es auch in Lima Armut und Elendsviertel, doch insgesamt ist das Leben hier dem ähnlicher, das du kennst. Es gibt Shoppingcenter und Kinos, Parks und Restaurants. Auch Hochhäuser ragen aus dem Häusermeer von Lima heraus.

