Paraguays Flagge Paraguay

Hier gibt es Erdnüsse in schwarzem Honig und Chipa.[ © FF MM / CC BY-SA 4.0 ]
Typische Speisen aus Paraguay

Was essen die Menschen in Paraguay?

Maniok, Mais und Erdnüsse gehören schon seit Jahrhunderten zu den Nahrungsmitteln in Paraguay. Die Guaraní-Indios bauten sie schon damals an. Maniok ist bis heute ein besonders wichtiger Bestandteil des Essens. So gibt es zum Mittag häufig gekochten Maniok. Auch Bohnen gehören zum typischen Essen. Vor allem aber lieben die Paraguayer Fleisch, besonders gegrillt. Früchte wie Mangos, Papayas und Ananas werden natürlich auch gegessen.

Chipa aus Paraguay[ © Ekem / CC BY-SA 3.0 ]
Chipa aus Paraguay

Chipa

Chipas sind Brötchen oder Brot aus Maniokmehl, Käse, Milch, Eiern und Butter. Es gibt etwa 70 Varianten von Chipa. Bei Chipa Guasú ist Mais enthalten. Häufig sieht man Chipas auch in Ringform. Sie werden auf der Straße oder von fliegenden Händlern in Bussen verkauft.

Sopa Paraguaya ist keine Suppe, sondern Brot![ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Sopa Paraguaya

Sopa Paraguaya

Das ist wohl das Nationalgericht von Paraguay. Allerdings handelt es sich nicht um eine Suppe, sondern um ein Brot. Es ist dem Chipa Guasú ähnlich, nur verwendet man Maismehl zur Zubereitung. Außerdem gehören Käse, Milch und Eier sowie Zwiebeln hinein. Zu jedem Grillfest gibt es Sopa Paraguaya. Ein Rezept findest du in unserem Mitmachtipp!

Angeblich soll der Koch von Carlos Antonio López, Präsident von Paraguay zwischen 1844 und 1862, einmal zu viel Maismehl in die Suppe getan haben. So war es mehr ein Brot und der Koch servierte es als "starke Suppe". Der Präsident war begeistert und taufte das neue Gericht gleich Sopa Paraguaya.

Kivevé wird aus Kürbisfleisch gemacht.[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Kivevé

Empanadas

Gerne isst man auch - wie überall in Lateinamerika - Empanadas, also Teigtaschen. Der Teig kann dabei auch aus Maniok gemacht werden. Dann heißt diese Empanada pastel mandi'o. Füllungen sind zum Beispiel, Rind- oder Hühnerfleisch, Käse, Schinken oder Thunfisch. Ein Empanadas-Rezept gibt es unter Argentinien.

Kivevé

Kivevé ist eine Beilage oder auch ein Nachtisch aus Kürbisfleisch. Man benutzt dazu eine bestimmte Kürbissorte namens Andai, der weichgekocht wird. Wasser, Milch, Zucker, Maismehl und Käse kommen dazu.

Tereré wird wie Mate-Tee aus einem besonderen Gefäß getrunken, der Guampa.[ © stalefries / Copyrighted free use ]
Tereré

Getränke: Mate-Tee und Tereré

Mate-Tee ist ein Getränk, das man in Paraguay besonders gerne und oft trinkt. Blätter des Mate-Strauchs werden dafür mit kochendem Wasser übergossen. Werden die Blätter mit Eis zerstampft und dann mit kaltem Wasser aufgegossen, heißt das Getränk Tereré. Varianten nehmen Orangensaft statt Wasser oder geben andere Kräuter wie Pfefferminz mit dazu.

Tereré trinkt man üblicherweise nicht allein, sondern in Gesellschaft. Das Gefäß, in dem Tereré zubereitet wird und aus dem man dann trinkt, nennt man Guampa, traditionell ist es ein Horn. Das wird in der Runde vom jüngsten Teilnehmer eingeschenkt und jedem gereicht. Getrunken wird aus einem metallenen Trinkrohr, der Bombilla. Es hat unten ein Sieb, sodass man keine Blätter mittrinkt.

letzte Aktualisierung am 23.04.2020