Ecuadors Flagge Ecuador

Die Karte zeigt die Landschaften Ecuadors. Gelbgrün ist das Tiefland der Küste, blau das Hochland der Anden und grün das Amazonasgebiet.[ © Peter Fitzgerald basierend auf UN Map / CC BY 3.0 ]
Regionen Ecuadors

Wo liegt Ecuador und was bedeutet der Name?

Ecuador liegt im Nordwesten von Südamerika. Im Norden grenzt es an Kolumbien, im Osten und Süden an Peru. Im Westen liegt der Pazifik.

Ecuador ist Spanisch und bedeutet Äquator. Der verläuft nämlich durch das Land, und zwar im Norden des Landes, etwa 20 Kilometer nördlich von der Hauptstadt Quito. Damit liegt der größere Teil des Landes auf der Südhalbkugel der Erde.

Ecuador ist der viertkleinste Staat in Südamerika (nach Suriname, Uruguay und Guyana). Bis zur spanischen Eroberung gehörte Ecuador zum Reich der Inka.

Die Landschaften Ecuadors

Man kann in Ecuador drei große Landschaften unterscheiden: Der Küste mit ihrem Schwemmland folgen nach Osten hin die Anden. Daran schließt sich das Amazonas-Tiefland an. Es ist auf Karten wie ein "Bauch" geformt.

Die Küste Ecuadors bei der Stadt Manta[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Strand bei Manta
Links fließt der Río Guayas an Guayaqil vorbei.[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Guayaquil

Die Küstenregion: Costa

Im Westen des Landes liegt die Küstenregion. Sie ist etwa 200 Kilometer breit und reicht bis zu den Anden. Sie umfasst Schwemmland und daran anschließend niedriges Hügelland. Direkt an der Küste verläuft ein niedriger Gebirgszug, die Küstenkordillere. Ihre Höhe beträgt maximal 800 Meter.

Von Nord nach Süd durchquert weiter östlich der Río Guayas die Küstenebene, fließt an der Stadt Guayaquil vorbei und mündet schließlich in den Golf von Guayaquil und somit in den Pazifik.

Guayaquil ist die größte Stadt des Landes mit 2,5 Millionen Einwohnern. Gegenüber von Guayaquil liegt die Stadt Durán. Sie hat nur etwa 230.000 Einwohner, wächst aber stark. Beide Städte sind durch eine 2285 Meter lange Brücke miteinander verbunden. Im Golf von Guayaquil liegen 13 Inseln. Die größte von ihnen ist Puna.

Der Hals des Mondes

Cotopaxi bedeutet Hals des Mondes. Wenn man aus einem bestimmten Blickwinkel auf den Berg schaut, geht nämlich der Mond direkt dahinter auf. Er sieht dann aus wie ein Kopf, darunter ist der Hals und der schneebedeckte Teil sieht aus wie ein Poncho.

Die Berge: Sierra

Ein Vikunja steht vor dem Chimborazo, dem höchsten Berg Ecuadors.[ © Dabit 100 / CC BY-SA 3.0 ]
Vikunja am Chimborazo
Der Vulkan Cotopaxi ist der zweithöchste Berg des Landes.[ © Copyrighted free use ]
Cotopaxi in Wolken gehüllt

Die zweite Großlandschaft Ecuadors bilden die Anden. Dieser Gebirgszug verläuft ja durch ganz Südamerika. In Ecuador nennt man diese Region auch einfach Sierra, also Gebirge. Es sind zwei Gebirgszüge, die das Gebirge bilden: die Cordillera Occidental (westlicher Gebirgszug) und die Cordillera Central (zentraler Gebirgszug).

Die westliche Seite ist insgesamt niedriger, beherbergt aber den höchsten Berg des Landes, den 6267 Meter hohen Chimborazo. Er ist ein Vulkan, der aber nicht mehr aktiv ist. Insgesamt höher ist die östliche Seite, wo der Cotopaxi mit 5987 Metern der zweithöchste Berg des Landes ist. Er ist auch ein Vulkan und noch aktiv.

Zwischen den beiden Bergketten liegt eine Hochebene. Sie liegt zwischen 1800 und 3200 Metern hoch. Bergriegel unterteilen das Hochland in mehrere Täler.

Im Osten von Ecuador wächst dichter Regenwald.[ © André Hübner (permission granted to Martin Zeise) / CC BY-SA 3.0 ]
Brücke über Río Pastaza

Das Amazonas-Tiefland im Osten: Oriente

Im Osten (Oriente auf Spanisch) der Anden liegt das Tiefland des Amazonasbeckens. Als Amazonasbecken bezeichnet man das Einzugsgebiet des Flusses Amazonas. Es umfasst fast die ganze nördliche Hälfte von Südamerika und ist mit Regenwald bedeckt. Auch in Ecuador befindet sich in diesem Gebiet dichter Regenwald. Den "Bauch", den das Gebiet auf der Landkarte bildet, gab es übrigens nicht immer. 1942 musste Ecuador das Gebiet südlich davon an Peru abgeben. Damit verlor es auch den Zugang zum Amazonas.

Mehrere Flüsse fließen aus diesem Gebiet dem Amazonas zu, so der Río Napo, der Río Pastaza oder der Río Putumayo, der Grenzfluss zu Kolumbien.

Das Luftbild zeigt links die Insel Santa Cruz, rechts die Insel Baltra.[ © David Adam Kess / CC BY-SA 3.0 ]
Galapagosinseln aus der Luft

Die Galápagos-Inseln

Zu Ecuador gehören die Galápagos-Inseln rund 1000 Kilometer vom Festland entfernt. Der Name Galápagos bedeutet übersetzt "Wulstsattel". Das bezieht sich auf die Galápagos-Schildkröten, von denen einige Arten im Nacken einen Wulst besitzen.

Mehr als 100 Inseln gehören zu den Galápagos-Inseln. Nur 13 Inseln sind größer als 10 Quadratkilometer. Die Hauptinsel heißt Isabela. Sie ist mit Abstand die größte der Inseln. Auf ihr gibt es gleich sechs Vulkane, der höchste ist mit 1707 Metern der Vulkan Wolf.

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letzte Aktualisierung am 22.04.2020