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Einwohner in Ecuador

Ecuador hat mehr als 17 Millionen Einwohner. Die Bevölkerung ist im Land aber nicht gleichmäßig verteilt. Sie wandert zum einen in die Städte ab, zum anderen vom Hochland der Anden in die Küstenregion. Dort lebt inzwischen die Hälfte der Bevölkerung, im Hochland nur noch 38 Prozent.

Die meisten Menschen, die in Ecuador leben, haben sowohl weiße als auch indigene Vorfahren. 72 Prozent der Einwohner betrifft das.

Indigene, schwarze und weiße Vorfahren haben die Montubios. 7,4 Prozent Montubios leben in Ecuador, und zwar in den südlichen Küstenregionen, insbesondere in der Provinz Salitre, 40 Kilometer nördlich von Guayaquil. Sie arbeiten häufig in der Landwirtschaft oder Viehzucht. Sie haben eine eigene Kultur mit eigener Musik und Tänzen sowie Kleidung bewahrt. Die Männer tragen traditionell Sombreros, das sind breite Strohhüte. Sie lieben Rodeos. Sie kämpften darum, als eigene Volksgruppe anerkannt zu werden, was 2001 geschah.

7,2 Prozent der Bevölkerung hat afrikanische Vorfahren. Sie sind Nachfahren der ab dem 16. Jahrhundert hierher gebrachten Sklaven. Einige sind auch Nachkommen von Maroons, das waren entlaufene Sklaven, die sich vor den spanischen Kolonialherren im Hinterland versteckten. Die schwarzen Ecuadorianer leben vor allem an der Küste und hier insbesondere in der Provinz Esmeraldas, ganz im Norden.

6,1 Prozent der Einwohner zählen zu den Weißen. Sie sind Nachkommen von Spaniern, aber auch von Franzosen, Italienern oder Deutschen.

Rund eine Million Ecuadorianer leben außerhalb ihres Landes, die meisten sind in die USA und nach Spanien ausgewandert.

Indigene Völker in Ecuador

7 Prozent der Ecuadorianer sind indigener Abstammung.

Die größte Gruppe der indigenen Völker in Ecuador bilden die Quechua, die in Ecuador Kichwa genannt werden. Ihr eigener Name, den sie sich selbst geben, ist aber Runakuna.

Die Quechua-Volksgruppen leben im ganzen Land, vor allem aber in den Anden. Zu ihnen gehören zum Beispiel Otavalos, Salasaca, Puruhá, Kañari, Saraguros und Sarayaku.

Schrumpfköpfe

Die Shuar leben in den höhergelegenen Gebieten des Amazonas-Tieflands. Bekannt wurden sie für die Herstellung von Schrumpfköpfen. Bis ins 19. Jahrhundert fertigten sie diese als Trophäen aus den Köpfen von besiegten Feinden. Ziemlich gruselig, oder? Heute machen die Shuar das natürlich nicht mehr, allerdings werden aus Köpfen von Faultieren noch Schrumpfköpfe gefertigt.

Die zweitgrößte indigene Gruppe sind die Shuar. Sie leben im Amazonas-Tiefland. Kleinere Gruppen bilden die rund 3400 Chachi im Regenwald, im Nordwesten des Landes, und die 2300 Tsáchila, die am Westhang der Anden bei der Stadt Santo Domingo de los Colorados leben. Die Spanier nannten sie Colorados (Rot Gefärbte), weil die Männer traditionell ihre Haare rot färbten.

Im Amazonas-Tiefland leben etwa 2000 Achuar an der Grenze zu Peru, etwa 1650 Waorani (Huaorani) und Sioni (250), im Inneren sowie rund 800 Cofán an der Grenze zu Kolumbien.

Zahlen aus Ecuador, bitte!

  • Kinder: Jede Frau in Ecuador bekommt im Durchschnitt 2,02 Kinder. Die Bevölkerung wächst jährlich um 1,1 Prozent.

  • Stadt und Land: 65 Prozent der Einwohner von Ecuador leben in der Stadt. Nur rund ein Drittel der Einwohner lebt also auf dem Land. Am dichtesten besiedelt ist die Küstenregion, in der die Hälfte der Einwohner zu Hause ist. 38 Prozent wohnen in den Anden, 12 Prozent im dünn besiedelten Osten des Amazonas-Tieflandes.

  • Religion: 69 Prozent der Einwohner sind Katholiken (römisch-katholisch). 15,4 Prozent gehören einer evangelischen Kirche an. 1,2 Prozent sind Adventisten und gehören somit zu dieser protestantischen Freikirche. 1 Prozent sind Zeugen Jehovas. Viele gehören auch gar keiner Kirche an (10 Prozent).

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letzte Aktualisierung am 26.07.2023