Brasilien
Wie heißen die Brasilianer mit Vornamen und mit Nachnamen?
Typische Vornamen in Brasilien sind João, José, Gabriel, Lucas und Pedro. Das sind die häufigsten Vornamen in Brasilien bei den Männern. Fraueen heißen oft Maria, Ana, Julia, Beatriz oder Vitória.
Die aktuellen Favoriten der Eltern für ihre Babys sind aber Miguel, Gael, Ravi, Theo, Heitor, Arthur und Noah bei Jungen und Helena, Cecilia und Maite bei Mädchen. Das waren die beliebtesten brasiliansichen Namen für Babys in 2024.
Der Trend zu kurzen, biblischen und einfachen Namen setzt sich fort. Im Jahr 2024 wurden auch Namen wie Mavie (die Tochter von Neymar und Bruna Biancardi) sowie Hendrick immer beliebter. Gleichzeitig nahm die Beliebtheit von Doppelnamen wie Enzo Gabriel und João Guilherme ab.
Deivid, Orlando oder Klinsmann?
Doch auch ungewöhnliche Vornamen haben in Brasilien gute Chancen, insbesondere Nachnamen aus aller Welt, die hier zu Vornamen werden. So kann man dort durchaus einen Klinsmann, einen Chaplin oder einen Kennedy antreffen.
Auch Städtenamen sind beliebt, Orlando etwa oder Washington. Laut Gesetz darf in Brasilien jedes Wort, das schon einmal gedruckt wurde, als Vorname verwendet werden! Die Schreibweise darf dabei durchaus geändert werden. So wird aus einem David dann eben ein Deivid, aus Wellington ein Uelington.
Spitznamen in Brasilien
Brasilianer lieben aber vor allem Spitznamen. Selbst der Präsident wird nur Lula genannt (was von seinem Vornamen Luiz abgeleitet wird). Er nahm den Spitznamen sogar offiziell an und heißt nun Luiz Inácio Lula da Silva.
Viele Fußballspieler kennt man nur mit Spitznamen, Pelé etwa, Kaká oder Ronaldinho. Pelé übrigens hieß mit Vornamen Edison, benannt nach Thomas Edison, dem Erfinder. Vielleicht hast du auch schon mal Hulk gesehen? Auch Formiga (Ameise) oder Bigote (Schnurrbart) wurden Fußballspieler schon genannt.
Häufigste Nachnamen in Brasilien
Offiziell allerdings haben die meisten Brasilianer vier Namen: zwei Vornamen und den Nachnamen von dem Vater sowie den der Mutter. Der Nachname der Mutter kommt übrigens (anders als im spanischsprachigen Raum) zuerst. So kommen dann Namen zustande wie eben Edison Arantes do Nascimento (Pelé) oder Givanildo Vieira de Souza (so heißt Hulk laut seiner Geburtsurkunde).
Die häufigsten brasilianischen Nachnamen sind Silva, Santos, Oliveira, Souza, Pereira, Ferreira, Lima und Alves. Silva heißen 34 Millionen Menschen in Brasilien mit Nachnamen. Der Name bedeutet Wald oder Dschungel. Santos gibt es 21 Millionen mal. Das ist die Abkürzung für Allerheiligen. Sie wurde denen zugeschrieben, die am Allerheiligentag (1. November) geboren wurden und wurde von Konvertiten zum Christentum übernommen.
