Bolivien
Welche Namen gibt es in Bolivien?
Wenn du in Bolivien geboren worden wärest, hättest du auf jeden Fall zwei Nachnamen. Wie in spanischsprachigen Ländern üblich, bekommt ein Kind nämlich den Nachnamen des Vaters und den der Mutter. Es gibt typisch spanische Nachnamen wie Flores, Vargas oder García, aber auch indigene Namen wie Mamani, Quispe, Condori, Choque und Huanca. Mamani ist der häufigste Nachname in Bolivien.
Jungen werden in Bolivien mit Vornamen gerne Santiano, Maximiliano, Agustín, Caleb, Enzo, Gael, Leonardo, Liam, Thiago und Dylan. In den letzten Jahren gab es hier viele Veränderungen, denn es ist noch nicht lange her, da waren Juan Carlos, Hugo, Antonio, Miguel oder Pablo besonders beliebt.
Mädchen werden in Bolivien besonders häufig Valentina, Camila, Isabella, Antonella, Bruna, Luciana, Ailany, Rafaela, Ainara oder Alessia genannt. Das waren die beliebtesten Vornamen für Mädchen im Jahr 2025. Namen, die mit A beginnen, sind besonders beliebt.
Wie begrüßt man sich in Bolivien?
Gute Freunde umarmen sich in Bolivien zur Begrüßung. Bekannten gibt man die Hand, wie bei uns. Man sagt "Buenos días", das heißt Guten Tag, oder auch einfach "Hola", das heißt Hallo, wird aber "Olla" ausgesprochen!
Was spielen die Kinder in Bolivien?
Ein altes Spiel aus Bolivien ist La Palma. Man braucht dafür einen Stock und einen Ball. Der Stock wird in die Erde gesteckt. Von dort aus geht man 18 Schritte und zeichnet nach jeweils drei Schritten eine Linie auf den Boden.
Wer von der 18-Schritt-Linie das Ziel mit dem Ball trifft, darf eine Linie vorrücken. Wer als erster von der ersten Linie das Ziel trifft, hat gewonnen.
Was machen Zebras in La Paz?
Zebras leben doch in Afrika und nicht in Südamerika! Was machen also Zebras in Bolivien, nämlich in La Paz? Sie helfen den Straßenverkehr zu regeln! Natürlich handelt es sich nicht um echte Zebras, sondern um Menschen in Zebrakostümen. Sie stehen an Zebrastreifen und helfen dort, den Verkehr zu regeln.
Der Verkehr hatte nämlich im Jahr 2001 in der Stadt so zugenommen, dass ein Chaos drohte. Viele Menschen wussten die Regeln des Straßenverkehrs gar nicht, zum Beispiel auch wie man einen Zebrastreifen überquert. Die Zebras gehen aber zum Beispiel auch in Schulen und geben dort Verkehrsunterricht. Die Cebras de La Paz sorgen also für mehr Sicherheit im Verkehr.
Was ist die Wiphala?
Die Wiphala ist ein Sinnbild oder Wahrzeichen von der indigenen Bevölkerung in den Anden. Sie wird häufig als Flagge verwendet, nicht nur in Bolivien, sondern eben in allen Andenländern. Sie ist viereckig und besteht wiederum aus 49 Vierecken in sieben Farben. Sie ist wie ein Schachbrettmuster gestaltet, mit 7 mal 7 Vierecken.
Die Anordnung der Farben hängt davon ab, welche von vier Regionen sie darstellt. Zu sehen ist das an der Farbe, die durch die Mitte läuft.
Ist das Weiß, wie auf den Fotos, handelt es sich um eine Region in Bolivien namens Qullasuyu. Diese Region sehen die Aymara als ihren Herkunftsort an. Die Wiphala wird darum oft auch als Symbol für Qullasuyu gesehen.
Die Wiphala wurde zum Symbol der gesamten indigenen Bevölkerung Boliviens. In Bolivien darf die Wiphala seit 2009 als weitere Flagge neben der offiziellen Landesflagge verwendet werden. Als Symbol steht die Flagge auch für Gleichheit, Harmonie und die Einheit der indigenen Völker
