Boliviens Flagge Bolivien

Diese Kinder leben in ärmlichen Verhältnissen.[ © Quelle: pixabay.com ]
Zwei Kinder in Bolivien
Ein Junge hütet de Schweine.[ © Boliviafarmer.jpg Eye1 / CC BY 2.0 ]
Junge beim Schweinehüten
Hoffentlich muss dieses Kind nicht schon bald arbeiten, sondern kann zur Schule gehen![ © Quelle: pixabay.com ]
Kleines Kind in Bolivien
Wohin mag ihr Weg sie führen? Hoffentlich in eine gute Zukunft mit Schulbildung![ © Quelle: pixabay.com ]
Mädchen in Bolivien

Kindheit in Bolivien

In Bolivien leben 36 Prozent der Bevölkerung in Armut, 6 Prozent sogar in extremer Armut. Das betrifft vor allem die indigenen Völker im Hochland. Viele ziehen in die Städte, doch dort bleiben ihnen oft auch nur die Elendsviertel am Stadtrand. Die Armut betrifft natürlich auch die Kinder. Nicht nur, dass es zum Beispiel an gutem und nahrhaftem Essen oder sauberem Trinkwasser fehlt. Oft müssen sie auch arbeiten. Tatsächlich arbeiten 26 von 100 Kindern in Bolivien. Das ist jedes vierte Kind!

Kinderarbeit

Die meisten dieser Kinder arbeiten in der Landwirtschaft. Viele gehen nicht zur Schule. Andere arbeiten vor und nach der Schule. Sie helfen auf dem Feld der Eltern oder hüten das Vieh. Oder sie arbeiten auf Plantagen und helfen bei der Ernte von Zuckerrohr, Mais oder Paranüssen. Dann gibt es Kinder, die im Bergbau schuften. In den Städten verkaufen sie Zigaretten oder Süßigkeiten, putzen Schuhe oder sind Busschaffner.

Seit 2014 ist Kinderarbeit ab zehn Jahren sogar gesetzlich erlaubt, zumindest in bestimmten Fällen. Die Kinder haben sogar selbst dafür gekämpft, weil sie ihre Arbeit als einzige Chance sehen, um überleben zu können. Die Zahl der arbeitenden Kinder ist seitdem wieder gestiegen

Straßenkinder

Und dann gibt es noch die Kinder, die auf der Straße leben. Straßenkinder versuchen irgendwie zu überleben. Sie arbeiten oder betteln, sie nehmen Drogen und viele sind krank. Sie haben niemanden, an den sie sich wenden können. Selbst von Polizisten werden sie häufig gejagt und geschlagen.

Nicht alle überleben

27 von 1000 Kindern in Bolivien sterben, bevor sie fünf Jahre alt sind. Das ist für Südamerika ein hoher Wert. In Peru sind es zum Beispiel 14 Kinder, in Chile sieben. Gründe dafür sind ebenfalls Armut und Mangelernährung.

Man muss allerdings auch sagen, dass gerade in den letzten zehn Jahren große Fortschritte erzielt wurden. Das heißt, die Armut wurde gemindert und einiges für bessere Bildung getan. So gibt es heute mehr Menschen, die lesen und schreiben können.

letzte Aktualisierung am 21.04.2020