Trinidad und Tobagos Flagge Trinidad und Tobago

So sieht der Asphaltsee aus.[ © CarlUngewitter / CC BY-SA 3.0 ]
La Brea Pitch Lake, Ashaltsee auf Trinidad
Das Bohren mit einem Stock im La Brea Pitch Lake fördert recht flüssigen Naturasphalt zutage.[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Führung am La Brea Pitch Lake

Vom Zucker zum Asphalt

Trinidad und Tobago ist eines der industrialisiertesten Länder der Karibik. Landwirtschaft spielt fast keine Rolle mehr für die Wirtschaft und trägt nur zu 0,4 Prozent zur Wirtschaftsleistung bei. Früher gab es viele Zuckerplantagen, heute werden noch Kakao, Reis, Zitrusfrüchte und Kaffee angebaut. Diese Produkte sind aber vor allem für den Eigenbedarf bestimmt, für den Export spielen sie keine Rolle.

Bevor man Asphalt künstlich herstellen konnte, deckte Trinidad zusammen mit Venezuela den größten Teil des Weltbedarfs. Der La Brea Pitch Lake ist der größte Asphaltsee der Welt. An der Oberfläche ist der See begehbar, bohrt man aber mit einem Stock hinein, fördert man flüssigen Asphalt zutage.

Asphalt benötigt man vor allem für den Straßenbau. Als Beimischung ist der Naturasphalt aus Trinidad nach wie vor begehrt. 150 bis 200 Tonnen Asphalt verkauft Trinidad jedes Jahr. Der See ist außerdem eine Touristenattraktion auf Trinidad. Es werden Führungen angeboten.

Trinidad und Tobago ist eines der wohlhabendsten Länder der Karibik. Die Arbeitslosigkeit ist mit 4,1 Prozent niedrig.

In Pointe-a-Pierre wird das Erdöl verarbeitet.[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Erdölraffinerie in Pointe-a-Pierre Trinidad

Erdöl und Erdgas

Für die Wirtschaft des Landes besonders ertragreich ist jedoch heute die Förderung von Erdgas und Erdöl. Daraus ist eine ganze Industrie entstanden, die die Bodenschätze weiterverarbeitet. Erdgas hat Erdöl inzwischen als wichtigsten Bodenschatz abgelöst. Fabriken gibt es außerdem für Ammoniak, Methanol, Nahrungsmittel, Getränke, Kleidung, Stahl und Zement.

Tourismus und Finanzen

Den größten Anteil an der Wirtschaft haben jedoch die Dienstleistungen. Der Tourismus ist im Wachstum, im Jahr 2014 kamen mehr als 400.000 Besucher, die meisten aus den USA und Kanada. Bedeutsam ist auch der Finanzbereich.

letzte Aktualisierung am 20.12.2017