Panamas Flagge Panama

Hier kann man Obst und Gemüse kaufen.[ © JurriaanH / CC BY-SA 3.0 ]
Gemüsehändler in Bocas del Toro

Was isst man eigentlich in Panama?

In der Küche von Panama mischen sich verschiedene Einflüsse. Typische Zutaten, die schon die Indios verwendeten, sind Mais und Bohnen. Doch auch die Spanier und die US-Amerikaner, die lange im Land präsent waren, beeinflussten, was und wie gekocht wird. An der Atlantikküste schließlich kommen karibische Einflüsse hinzu.

Eine Frau säubert Reis vor dem Kochen.[ © Olmedo Carrasquilla - Fundación Almanaque Azul / CC BY-SA 3.0 ]
Reiszubereitung in Panama

Typische Zutaten

Viele Gerichte enthalten Mais, Reis, Weizenmehl, Kochbananen oder Maniok. Rind- und Schweinefleisch sowie Hühnchen und Meeresfrüchte sind oft zu finden. Gewürzt wird eher mild. Viele tropische Früchte wachsen im Land und stehen natürlich auch auf dem Speiseplan: Ananas, Mangos, Melonen und Papayas zum Beispiel.

So sehen Arepas aus.[ © Jdvillalobos / CC BY-3.0 ]
Arepas

Mais auf andere Art

Während in den Nachbarländern ein Mehl aus Mais hergestellt wird, kocht man in Panama die ganzen Körner und mahlt sie dann klein. Daraus macht man dann die typischen Tortillas (flache Maisfladen). Noch häufiger isst man aber Arepas zu allen Gerichten. Die sind etwas dicker und kleiner als Tortillas und werden nach dem Backen oft noch frittiert.

So sieht Sancocho aus.[ © Jdvillalobos / CC BY-3.0 ]
Sancocho de mondongo

Sancocho

Als Nationalgericht gilt Sancocho, ein Eintopf aus Huhn und Gemüse. Typische Bestandteile sind neben dem Hühnerfleisch Yams und Langer Koriander (Culantro). Oft sind außerdem Maniok und Maiskolben enthalten oder die bei uns unbekannten Knollen von Taro und Otoe. Dazu gibt es Reis, den man entweder in die Suppe tut oder dazu isst.

Bei Tamales gart ein Teig im Bananenblatt.[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Tamales

Tamales

Wie in den Nachbarländern sind Tamales ebenfalls in Panama beliebt. Auch hier isst man sie gerne zu Weihnachten oder an anderen Festtagen, aber auch im Alltag häufiger als woanders. Für Tamales wird Maisteig zubereitet, der mit weiteren Zutaten in einem Bananenblatt gart. Typisch panamaische Tamales sind größer als anderswo und enthalten meistens Huhn, Zwiebeln, Rosinen und Tomatensoße. Wenn das Ganze nicht in einem Bananenblatt gart, ist es ein Tamal de olla, also Tamal vom Topf. Dazu findest du ein Rezept bei unseren Mitmachtipps.

Reis mit Huhn ist man in Panama so.[ © Jdvillalobos / CC BY-3.0 ]
Arroz von Pollo

Reis mit Huhn oder "alte Kleidung"

Häufig kommen Huhn und Reis zusammen auf den Tisch, nämlich als Arroz con Pollo ("Reis mit Huhn"). Das Hühnerfleisch kommt in Panama klein geschnitten zum Reis. Rindfleisch mit Zwiebeln, Knoblauch, Paprika und Soße heißt Ropa Vieja, das bedeutet wörtlich "alte Kleidung". Man isst es gerne auch zum Frühstück.

Für Tostones nutzt man unreife Kochbananen.[ © Jdvillalobos / CC BY-3.0 ]
Tostones

Kochbananen

Kochbananen finden vielseitige Verwendung. Unreife Früchte, die noch grün sind, und in Scheiben gebraten werden, heißen in Panama Tostones. Man isst sie gesalzen wie Chips oder Pommes. Frittiert man reife Kochbananen werden sie zu Tajadas. In einem süßen Sirup gekocht heißen sie Plátano en Tentacion ("Kochbanane in Versuchung").

Das sind Carimañolas.[ © Jdvillalobos / CC BY-3.0 ]
Carimañolas

Morgens, mittags, abends

Zum Frühstück gibt es  am liebsten etwas Gebackenes, zum Beispiel Tortillas oder Arepas oder auch gebratenen Maniok. Auch Carimañolas sind beliebt. Sie werden aus Maniokmehl geformt und mit Füllung aus Käse und Fleisch gebacken. Rührei und Würstchen können ebenfalls zum Frühstück gehören. Mittags mag man am liebsten Reisgerichte oder eine Suppe. Abends darf es gerne etwas leichter und schnell in der Zubereitung sein.

Und was gibt es zu trinken?

Batidos schmecken herrlich erfrischend: Es sind mit Milch oder Wasser pürierte Früchte. Agua de Pipa ist der Saft der jungen Kokosnuss. Die Erwachsenen trinken gerne auch Kaffee.

letzte Aktualisierung am 20.04.2020