Mexikos Flagge Mexiko

Die Gelbgefleckte Palmlanzenotter gehört zu den vielen Reptilien, die in Mexiko leben.[ © Tad Arensmeier / CC BY-2.0 ]
Gelbgefleckte Palmlanzenotter

Tiere und Pflanzen in Mexiko

Die Artenvielfalt ist in Mexiko besonders groß. Der Grund dafür sind die verschiedensten Klimazonen und Lebensräume in Mexiko. Mehr als 200.000 Arten wurden in dem Land gezählt. Unter den Ländern mit den meisten Reptilienarten nimmt Mexiko mit mehr als 700 Arten sogar Platz 1 ein. Bei den Säugetieren ist es Platz 2 mit 448 Arten.

Abholzung, Jagd und das Vordringen der Menschen, auch von Touristen, in abgelegene Gebiete, gefährden die Vielfalt jedoch. 2500 Arten stehen in Mexiko unter Schutz. Es wurden auch zahlreiche Nationalparks und Schutzgebiete eingerichtet.

Welche Tiere leben in Mexiko?

Der Kitfuchs lebt in der Wüste.[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Kitfuchs

Mexikos Tierwelt ist besonders artenreich. Die Vielfalt geht auf die verschiedenen Landschaften zurück, die es in Mexiko gibt. In Niederkalifornien leben zum Beispiel Handwühlen, Seitenfleckenleguane, Fransenzehenleguane, Seitenwinderklapperschlangen, der Kitfuchs und der Hoskins-Sperlingskauz. Vor der Küste brütet der Lummenalk und es lassen sich Grauwale beobachten. Auch Seelöwen und Delfine leben hier.

Das größte Säugetier Mexikos ist der Jaguar. Weitere Raubtiere sind der Puma, der Ozelot, der Kojote und der Waschbär. Der Weißrüssel-Nasenbär durchsucht mit seiner langen beweglichen Schnauze Boden und Hohlräume nach Nahrung.

Hier schaut dich ein Axolotl an. Er ist ein Lurch, der nur in Mexiko vorkommt.[ © Esteban Acquaviva / CC BY-SA 4.0 ]

Brüllaffen

Brüllaffen leben in kleinen Gruppen von fünf bis 20 Tieren. Sie schreien vor allem morgens laut. Damit wollen sie den anderen Gruppen zeigen: Hier sind wir, das ist unser Revier. Darum erhielten sie also ihren Namen. Sie leben auf Bäumen und klettern gut. Dafür nutzen sie auch ihren Schwanz, der zu einem Greifarm ausgebildet ist. Sie fressen vor allem Blätter, dazu kommen Früchte und Blüten.
Mantelbrüllaffe[ © Leonardo C. Fleck / CC BY-SA 3.0 ]
Mantelbrüllaffe
Die Boa constrictor erwürgt ihre Beute.[ © Tod Baker / CC BY-SA 2.0 ]
Boa constrictor

Von den Affen sind es vor allem Mantelbrüllaffen und Guatemala-Brüllaffen, die in Mexiko heimisch sind.

Kennst du Pekaris? Bei uns nennt man sie auch Nabelschweine. Weißbartpekaris leben im Süden von Mexiko, Halsbandpekaris fast im gesamten Land. An der Ostküste und auf Yucatán findet man den Mittelamerikanischen Tapir.

Reptilien

Zu den vielen Reptilien des Landes gehören Krokodilkaimane, das Spitzkrokodil und das Beulenkrokodil sowie viele Leguanarten. Es gibt auch mehrere Arten Klapperschlangen und die ebenfalls giftigen Palmenlanzenottern.

Giftig sind auch die Krustenechsen, die mit ihren beiden Arten in Mexiko leben. Die Würgeschlange Boa Constrictor lebt ebenfalls in Mexiko. Sie umschlingt ihre Beute und erstickt sie dann.

Der Steinadler ist Mexikos Wappentier.[ © Rocky / CC BY-2.0 ]
Steinadler

Steinadler und Fischertukan

Mexikos Nationalsymbol ist der Steinadler. Er ist auf dem mexikanischen Wappen zu sehen. Er lebt jedoch nur in einem Gebiet im Norden des Landes. Besonders auffällige Vögel leben im Regenwald, etwa der Fischertukan mit seinem farbenprächtigen Schnabel oder der bunt gefiederte Quetzal.

Die Monarchfalter fliegen 3000 Kilometer, um in Mexiko zu überwintern.[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Monarchfalter auf Wanderschaft

Das Schauspiel der Monarchfalter

Ein besonderes Schauspiel bieten die Monarchfalter alljährlich im Herbst. Dann verlassen die orange-schwarz gemusterten Schmetterlinge nämlich ihre Heimat in Nordamerika und fliegen nach Süden, in die mexikanische Sierra Nevada im Bundesstaat Michoacán, wo sie überwintern. Sie legen dabei mehr als 3000 Kilometer zurück!

Mehrere hundert Millionen Falter sind dann unterwegs und bieten ein einzigartiges Schauspiel. Während die Falter normalerweise nur einen Monat leben, legen sie auf der Wanderung eine Entwicklungspause ein und leben dann sieben bis acht Monate. In Mexiko angekommen hängen sie sich in dichten Trauben in die Äste der Bäume und schützen sich so vor Kälte und Wind.

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letzte Aktualisierung am 04.05.2018