Liechtenstein - Land
Wo liegt Liechtenstein in Europa?
Wo genau liegt Liechtenstein eigentlich? Welche Länder grenzen an Liechtenstein?
Liechtenstein liegt mitten in Europa zwischen der Schweiz und Österreich. Das kleine Fürstentum hat also nur zwei Nachbarländer. Im Westen bildet der Rhein auf weiten Strecken die Grenze zur Schweiz.
Liechtenstein ist ein Binnenstaat und besitzt keinen Zugang zum Meer. Mit einer Fläche von rund 160 Quadratkilometern gehört es zu den kleinsten Ländern der Welt. Es ist der sechstkleinste Staat der Erde und der kleinste deutschsprachige Staat.
Wie groß ist Liechtenstein?
Von Norden nach Süden ist Liechtenstein knapp 25 Kilometer lang, an seiner breitesten Stelle etwa 12 Kilometer. Trotzdem gibt es ganz unterschiedliche Landschaften: Im Westen liegt das flache Rheintal, im Osten steigen die Berge der Alpen auf.
Rund 43 Prozent der Landesfläche sind mit Wald bedeckt. Etwa ein Drittel wird landwirtschaftlich genutzt. Auf Feldern und Wiesen werden unter anderem Futterpflanzen angebaut, außerdem gibt es Obst- und Weinbau.
Berge in Liechtenstein
Ungefähr die Hälfte Liechtensteins liegt im Gebirge. Das Land ist sogar der einzige Staat, dessen gesamte Fläche im Alpenraum liegt.
Der höchste Berg heißt Grauspitz und ist 2.599 Meter hoch. Sein Hauptgipfel wird auch Vordergrauspitz genannt. Weitere hohe Berge sind zum Beispiel der Naafkopf, das Schwarzhorn und die Falknis.
Gibt es Seen in Liechtenstein?
Ein bekannter kleiner natürlicher See ist das Gampriner Seelein im Norden des Landes. Es liegt in einem Naturschutzgebiet. Daneben gibt es künstlich angelegte Gewässer und Speicherbecken.
Warum nennt man Liechtenstein einen Zwergstaat?
Als Zwergstaat bezeichnet man ein Land mit einer besonders kleinen Fläche. Zu den europäischen Zwergstaaten gehören neben Liechtenstein auch Andorra, Monaco, San Marino und der Vatikanstaat.
Liechtenstein ist zwar winzig, aber ein eigenständiger Staat mit eigener Regierung, eigenem Parlament und einem Fürsten als Staatsoberhaupt.
Zwergstaat
Wenn ein Land nur eine sehr kleine Landesfläche besitzt, wird er auch als "Zwergstaat" bezeichnet. Weitere Zwergstaaten sind Andorra, Malta, Monaco, San Marino und der Vatikanstaat.
Welche Währung hat Liechtenstein?
Liechtenstein hat keine eigene Währung. Bezahlt wird mit dem Schweizer Franken. Liechtenstein verwendet ihn bereits seit 1921 offiziell. Seit 1980 besteht außerdem ein Währungsvertrag mit der Schweiz.
Liechtenstein ist außerdem ein bedeutender Finanz- und Wirtschaftsstandort. Früher wurde das Land häufig als Steuerparadies bezeichnet. Heute arbeitet es bei Steuerfragen eng mit anderen Staaten zusammen und beteiligt sich am internationalen Austausch von Finanz- und Steuerdaten.
Die Gemeinden von Liechtenstein
Liechtenstein besteht aus elf Gemeinden. Sie heißen Vaduz, Schaan, Balzers, Triesen, Triesenberg, Planken, Eschen, Mauren, Gamprin, Ruggell und Schellenberg.
Die Hauptstadt Vaduz ist das politische Zentrum des Landes. Hier sitzen Regierung und Parlament. Die meisten Einwohner hat aber Schaan. Die kleinste Gemeinde ist Planken.
Die Gemeinden unterscheiden sich auch landschaftlich. Ruggell liegt weit im Norden im eher flachen Rheintal. Triesenberg dagegen liegt deutlich höher am Berghang. Balzers im Süden ist unter anderem für die Burg Gutenberg bekannt.
Jede Gemeinde hat eine eigene Verwaltung und kümmert sich zum Beispiel um Schulen, Straßen, Baufragen oder Freizeitangebote. Obwohl Liechtenstein sehr klein ist, spielt die Gemeinde für den Alltag der Menschen also eine wichtige Rolle.
Eine Besonderheit ist außerdem, dass manche Gemeinden aus mehreren Ortsteilen bestehen. So gehört zum Beispiel Malbun, der bekannte Wintersportort, zur Gemeinde Triesenberg.