Deutschland - Rheinland-Pfalz - Seen
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Was sind Mofetten?
Mofetten sind Stellen, an denen Gase aus dem Boden austreten. Am Laacher See kann man sie besonders gut im Wasser erkennen: Dort steigen kleine Gasblasen nach oben. Das sieht aus, als würde der See blubbern.
Das Gas besteht vor allem aus Kohlendioxid. Es kommt aus der Tiefe und hängt mit dem Vulkanismus in der Eifel zusammen. Unter dem Laacher See ist es noch warm genug, dass aus magmatischem Gestein Gase entweichen können. Diese Gase steigen durch Spalten und Risse nach oben und treten am Seegrund aus.
Du kannst dir das ein bisschen wie bei einer Flasche Sprudelwasser vorstellen: Wenn sich Gas aus dem Wasser löst, steigen Blasen auf. Ganz genau funktioniert es in der Erde natürlich komplizierter. Die Mofetten zeigen aber: Die Vulkane der Eifel sind nicht völlig erloschen. Sie „atmen“ noch.
Seen in Rheinland-Pfalz – Laacher See, Maare und Stauseen
Rheinland-Pfalz ist nicht das Bundesland der riesigen Seen. Große Seen wie in Bayern, Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern gibt es hier kaum. Trotzdem besitzt Rheinland-Pfalz viele besondere Gewässer.
Der größte See des Bundeslandes ist der Laacher See in der Vulkaneifel. Bekannt sind außerdem die Maare der Eifel. Sie entstanden durch Vulkanismus und sehen oft fast kreisrund aus. Daneben gibt es Stauseen, Weiher und Badeseen, die für Freizeit, Hochwasserschutz oder Wasserversorgung wichtig sind.
Viele Seen in Rheinland-Pfalz sind also nicht nur schöne Ausflugsziele. Sie erzählen auch etwas über Vulkane, Flüsse, Landschaft und den Umgang des Menschen mit Wasser.
Der Laacher See – der größte See in Rheinland-Pfalz
Der Laacher See liegt in der Vulkaneifel, nicht weit von Andernach und der Abtei Maria Laach entfernt. Er ist rund 3,3 Quadratkilometer groß und mehr als 50 Meter tief. Damit ist er der größte See in Rheinland-Pfalz.
Entstanden ist der Laacher See durch Vulkanismus. Vor etwa 12.900 Jahren brach hier ein Vulkan aus. Später füllte sich die entstandene Senke mit Wasser. Der Laacher See ist aber kein Maarsee wie viele andere Gewässer in der Eifel.
Eine Besonderheit sind die Mofetten. An einigen Stellen steigen Gasblasen aus dem See auf. Das Gas stammt aus der Tiefe und zeigt, dass die Vulkane der Eifel noch nicht völlig erloschen sind. Rund um den See gibt es außerdem ein großes Naturschutzgebiet.
Übersichtstabelle: Seen in Rheinland-Pfalz:
| See oder Gewässer | Region | Art | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Laacher See | Vulkaneifel | Vulkansee | größter See in Rheinland-Pfalz, rund 3,3 km² groß |
| Schalkenmehrener Maar | Vulkaneifel | Maarsee | gehört zu den Dauner Maaren und wird als Naturfreibad genutzt |
| Gemündener Maar | Vulkaneifel | Maarsee | kleiner Maarsee bei Daun mit Badebetrieb |
| Weinfelder Maar | Vulkaneifel | Maarsee | wird auch Totenmaar genannt und steht unter Naturschutz |
| Dreifelder Weiher | Westerwald | Weiher / künstliches Gewässer | größtes Gewässer der Westerwälder Seenplatte |
| Stausee Bitburg | Südeifel | Stausee | dient dem Hochwasserschutz und der Erholung |
| Gelterswoog | bei Kaiserslautern | Stausee / Badesee | beliebter Badesee im Pfälzerwald |
| Silbersee | bei Bobenheim-Roxheim | Baggersee | beliebtes Badegewässer in der Vorderpfalz |
Was sind Maare?
Maare sind besondere Seen, die durch Vulkanismus entstanden sind. Sie bilden sich, wenn heißes Magma aus der Tiefe auf wasserreiches Gestein trifft. Dann kann es zu einer gewaltigen Explosion kommen. Dabei entsteht ein Trichter. Wenn sich dieser Trichter später mit Wasser füllt, entsteht ein Maarsee.
Viele Maare liegen in der Vulkaneifel. Besonders bekannt sind die Dauner Maare. Dazu gehören das Schalkenmehrener Maar, das Gemündener Maar und das Weinfelder Maar. Solche Maare sind typisch für Rheinland-Pfalz und in Deutschland etwas Besonderes.
In der Vulkaneifel gibt es zahlreiche Maare. Einige davon sind heute wassergefüllt und werden Maarseen genannt. Andere sind verlandet und als trockene Maare erkennbar.
Das Schalkenmehrener Maar
Das Schalkenmehrener Maar liegt in der Vulkaneifel bei Daun. Es gehört zu den drei Dauner Maaren. Dazu zählen auch das Gemündener Maar und das Weinfelder Maar.
Das Schalkenmehrener Maar entstand durch Vulkanismus. Heute ist der Maarsee ein beliebtes Ausflugsziel. Man kann dort baden, Boot fahren, spazieren gehen und die besondere Landschaft der Vulkaneifel erleben.
Früher bestand hier sogar ein Doppelmaar. Von dem zweiten Maar ist heute aber kein See mehr übrig. Man kann die Form des alten Maartrichters nur noch in der Landschaft erkennen.
Stauseen in Rheinland-Pfalz
Nicht alle Seen in Rheinland-Pfalz sind natürlich entstanden. Manche wurden künstlich angelegt. Solche Seen nennt man Stauseen. Sie entstehen, wenn ein Bach oder Fluss durch eine Staumauer oder einen Damm aufgestaut wird.
Stauseen können verschiedene Aufgaben haben. Sie dienen zum Beispiel dem Hochwasserschutz, der Wasserversorgung, der Energiegewinnung oder der Erholung.
Zu den Stauseen in Rheinland-Pfalz gehören der Stausee Bitburg in der Südeifel, der Gelterswoog bei Kaiserslautern, der Stausee Niederhausen an der Nahe, die Riveristalsperre und die Steinbachtalsperre.
Weiher oder See?
Was ist eigentlich der Unterschied zweischen einem Weiher und einem See? Ob nun Weiher oder See hängt nicht von der Größe ab, auch wenn das viele vielleicht denken. Ein Weiher und ein See führen dauerhaft Wasser. Ein Tümpel zum Beispiel nicht, der ist vielleicht nur nach starken Regenfällen mit Wasser gefüllt. Ein Weiher ist schlicht weniger tief als ein See, oft nur bis zu 2 Metern. So kannst du bei einem Weiher oftmals bis auf den Boden gucken, bei einem See oft nicht. Das stimmt allerdings nicht immer, denn es gibt durchaus Seen, die einen Bodenblick zulassen, oft ist das auch von den Lichtverhältnissen abhängig. Die meisten Seen sind also tiefer. Auch wenn der Dreifelder Weiher sehr groß ist, handelt es sich dann genau genommen eben um einen Weiher und nicht um einen See im eigentlichen Sinne.
Stausee Bitburg bei Biersdorf
Dieser liegt in der Südeifel etwa 12 Kilometer vom Ort Bitburg entfernt und zieht Touristen und Einheimische gleichermaßen an. Er erstreckt sich über 35 Hektar. Hier gibt es viele Wanderwege durch die Eifel und der See ist ein sehr beliebtes Naherholungsgebiet. Der Zweck dieses See liegt allerdings darin, als Hochwasserrückhaltebecken bei Überflutungen mehr Sicherheit zu bieten. Das enge Tal der Prüm - die Prüm ist der Zufluss des Sees - war nämlich lange Zeit gefährdet, vom Hochwasser überflutet zu werden. Der Stausee dient auch dazu, Energie zu gewinnen.
Dreifelder Weiher
Der Dreifelder Weiher liegt im Westerwald und gehört zur Westerwälder Seenplatte. Obwohl er „Weiher“ heißt, ist er ziemlich groß. Er ist das größte Gewässer dieser Seenplatte.
Der Dreifelder Weiher wurde künstlich angelegt. Früher diente er vor allem der Fischzucht. Heute ist er auch für den Naturschutz wichtig, denn viele Vögel leben oder rasten dort. Ein Wanderweg führt um das Gewässer herum.
