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Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

An der gesamten Wirtschaftsleistung, dem BIP, hat die Industrie in Mecklenburg-Vorpommern einen Anteil von etwa 22 Prozent. Das ist weniger als der gesamtdeutsche Wert, der bei rund 30 Prozent liegt.

Die vorhandene Industrie beruht auf einigen wenigen Bereichen: Maritime Industrie, Nahrungsmittelindustrie, Energiewirtschaft und Maschinenbau. Alle haben ihre Wurzeln in der Lage und Struktur des Bundeslandes. Die Lage an der Ostsee förderte die maritime Wirtschaft und darüber auch den Maschinenbau. Die hohe Bedeutung der Landwirtschaft mit dem Anbau von Getreide und dem Halten von Kühen förderte die Lebensmittelindustrie. Und der Wind, der hier am Wasser weht, förderte die Energiewirtschaft insbesondere im Bereich von Windenergie.

Allerdings gibt es inzwischen auch eine Neuausrichtung der Industrie. So gibt es vermehrt Unternehmen der Holz- und Automobilindustrie, der Luft- und Raumfahrt (mit einigen Zuliferern für Airbus) oder in der Kunststoffverarbeitung.

Maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

Zur Maritimen Industrie gehört insbesondere der Schiffbau. Vor allem in Rostock und Wismar sind Werften ansässig. Die MV Werften produzieren an diesen Standorten sowie in Stralsund seit 2016 Kreuzfahrtschiffe. Lange Tradition hat die Neptunwerft in Rostock, die schon 1850 gegründet wurde. Hier werden heute Teile von Flusskreuzfahrtschiffen und Fähren gebaut, außerdem fertigt man Bauteile für Schiffe, Fähranleger oder Kräne. Die Peene-Werft in Wolgast widmet sich vor allem dem Marineschiffbau. Bei HanseYacht in Greifswald werden Sportyachten gebaut.

Allerdings sind alle Werften inzwischen im Besitz größerer Unternehmen, die nicht in Mecklenburg-Vorpommern ansässig sind – sondern in Hongkong, Papenburg und Bremen. Waren zu DDR-Zeiten noch 50.000 Menschen im Schiffbau beschäftigt, sind es jetzt noch 5000 – mit sinkender Tendenz.

Zur Maritimen Industrie gehören auch Zulieferfirmen wie die Mecklenburger Metallguss mit Sitz in Waren (Müritz). Diese Firma stellt Schiffspropeller her. Liebherr produziert an seinem Standort in Rostock Schiffskräne und Greifstapler.

Nahrungsmittelindustrie in MV

Das zweite traditionelle Standbein der Industrie in Mecklenburg-Vorpommern ist die Nahrungsmittelindustrie. Milch- und Milchprodukte, Back- und Süßwaren sowie Fischprodukte gehören dazu.

Die Rügen Fisch AG in Sassnitz ist sogar der größte Hersteller von Fischkonserven in Deutschland. Kartoffeln werden bei Pfanni in Stavenhagen verarbeitet, Oetker stellt Tiefkühlproduktge in Wittenberg her, Trolli produziert Süßigkeiten in Hagenow und Schaumküsse purzeln in Grabow vom Band.

Energiewirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern

Führend ist Mecklenburg-Vorpommern im Bereich der Energiewirtschaft bei den Erneuerbaren Energien. Zum einen wird viel Strom aus Windkraft produziert, zum anderen werden hier auch Windkraftanlagen sowie Photovoltaikanlagen gebaut. Knapp 2000 Windkraftanlagen sorgen für die Stromproduktion. Es gibt darunter auch einige Offshore-Windparks, die also vor der Küste im Wasser stehen.

Ein großer Hersteller für Windkraftanlagen ist Nordex mit Sitz in Rostock. Das Unternehmen stellt die Anlagen auch auf und wartet sie. Solarmodule für die Gewinnung von Sonnenenergie werden in Greifswald und Wismar gebaut. Es ist der größte Arbeitgeber in MV.

Auf Seite 4 geht es um die Dienstleistungen in Mecklenburg-Vorpommern und welche Rolle der Tourismus dabei spielt!
 

Inhalt Wirtschaft & Forschung in Mecklenburg-Vorpommern

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letzte Aktualisierung am 11.01.2024