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Zusammenfassung & Überblick: Natur & Wald

Seite 1Natur & Wald: Du bist hier!
Seite 2Flüsse in Hessen
Seite 3Seen in Hessen
Seite 4Berge in Hessen
Seite 5Tiere in Hessen
Seite 6 Klima in Hessen

Natur in Hessen

Hessens Natur hat so einiges zu bieten. Hier gibt es Mittelgebirge, Wälder, Seen und Fließgewässer. Über diese kannst du im Einzelnen auf den nächsten Seiten einiges erfahren. Beginnen wir mit einem Blick auf den Wald in Hessen.

Viele Flächen in Hessen sind von Wald bedeckt. Dieses Foto wurde im hessischen Odenwald aufgenommen. [ © MonikaP auf Pixabay / gemeinfrei ]
Odenwald

Was ist ein Hutewald?

In einem Wald, in dem die Bäume weniger dicht stehen, wurden früher Schweine gehalten. Deshalb spricht man auch von einem "Hutewald". Eine solche tierfreundliche Haltung trifft heute leider auf die wenigsten Schweine zu, meist werden sie in Massen in engen Ställen gehalten. Allerdings gibt es Leute, die diese alte Tradition der Schweineaufzucht im Wald pflegen. Der Verein Basdorfer Hutewald hält alte Schweinerassen, die draußen im Wald leben dürfen. Wir vermuten, dass diese Schweine um einiges glücklicher sind, als Schweine, die nur in beengten Ställen wenig Platz finden.

Der Wald in Hessen

Hessen ist das Bundesland mit den meisten Wäldern. Das vermuten viele gar nicht. Denken wir bei Hessen doch oft an den Ballungsraum Rhein-Main-Gebiet mit sehr viel Industrie und bebauten oder versiegelten Flächen. Die gibt es natürlich auch, aber ein Großteil Hessens ist tatsächlich mit Wald bedeckt. Wolltest du wissen, wie viele Fußballfelder das sind, so musst du dir 1,25 Millionen Fußballfelder vorstellen. Ganz schön viele Wälder. Übrigens haben fast alle Städte und Gemeinden in Hessen ihren eigenen Wald, nur acht verfügen über gar keinen.

Vor allem in Nordhessen liegen einige größere Wälder wie der Kaufunger Wald, der Wald um den Großen Meißner und der Rheinhardswald. Diese Wälder blicken auf eine sehr lange Geschichte zurück. Vor 300 Millionen Jahren befand sich auf diesen Gebieten ein Meer. Das Gestein, das auf dem Grund des Meeres lag, wurde gepresst und im Laufe sehr vieler Jahre zu Gebirgen gefaltet. In diesen Wegen suchten Flüsse ihren Pfad. Die Bodenschicht in den nordhessischen Bergen ist recht dünn, das Gestein liegt unter der Schicht, so dass Landwirtschaft nur sehr schwer möglich ist, aber Wald kann hier prima entstehen. Den bekanntesten Wald in Hessen findest du im Naturpark Kellerwald-Edersee. Hier wachsen vor allem Eichen, Linden und die Buchen, die schon sehr, sehr alt sind. Hier entdeckst du 250 bis 300 Jahre alte Bäume.

Diese Linde ist der älteste Baum in Hessen, es heißt, es sei auch der älteste Baum in ganz Deutschland. [ © Rainer Lippert / gemeinfrei ]
ältester Baum in Hessen

Wo befindet sich der älteste Baum Hessens?

Den ältesten Baum Hessens findest du in Osthessen und zwar in dem Städtchen Schenklengsfeld. Auf dessen Marktplatz wächst der älteste Baum Hessens und das ist keine Buche - Buchen werden ja sehr alt - sondern eine Linde. Ihr Alter können wir nur schätzen, aber 1000 Jahre soll sie hier schon wurzeln, also ganz schön lange. Mittlerweile muss sie allerdings gestützt werden, kein Wunder in dem Alter. Manche sehen in dieser Linde sogar den ältesten Baum Deutschlands.

Was sind Naturwaldgebiete?

Mittlerweile sind 5% des hessischen Waldes so genannte Naturwälder. Diese findest du vor allem in den Naturparks und im Nationalpark. Es gibt aber auch noch weitere Wälder, die dazu zählen. Diese Wälder sollen sich möglichst natürlich entwickeln. Hier wird auf die Holznutzung verzichtet. Naturwälder dürfen auch besucht werden, hier ist die ökologische Vielfalt besonders ausgeprägt. Auch tragen die Naturwälder zum Klimaschutz bei. Warum das? Die Masse des Holzes und der Humus speichern das schädliche Kohlendioxid. In einem bewirtschafteten Wald ist der Humus sehr viel dünner als in einem Naturwald. Somit kann auch nicht so viel Kohlendioxid gespeichert werden. 

[ © Neptuul / CC BY 3.0 ]

Die großen Waldgebiete in Hessen sind:

Die Regionen Reinhardswald, Kaufunger Wald, Nationalpark Kellerwald-Edersee, Burgwald, Eisenberg-Wölfersberg bei Grebenau im Vogelsberg, Büdinger Wald, Staatsforst Beerfelden im Odenwald und Hinterlandswald im Taunus.

Weitere Wälder in Hessen

Den Taunus entdeckst du im Südwesten von Hessen und er zählt zum Rheinischen Schiefergebirge. Hierbei handelt es sich um ein sehr beliebtes Naherholungsgebiet für viele Menschen. Das größte zusammenhängende Vulkangebiet Mitteleuropas findest du in einem Mittelgebirge namens Vogelsberg. Das liegt auch gar nicht so weit von Frankfurt entfernt. Den Spessart findest du dann zwischen dem Vogelsberg und der Rhön gelegen. Teile des Spessarts liegen auch in Bayern. Nördlich von Frankfurt ist die Wetterau verortet. Hier sind die Böden sehr fruchtbar und es gibt sehr viel Landwirtschaft.

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letzte Aktualisierung am 27.08.2021