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Seen in Berlin

Berlin besitzt eine Vielzahl an Seen. Immerhin 6 Prozent des Landes bestehen aus Wasser. Hierzu zählen zwar auch Flüsse und Kanäle, aber die Seen nehmen eben auch einen nicht unerheblichen Teil der Fläche ein. In Niedersachsen beträgt die Wasserfläche zum Beispiel nur 2,3 Prozent, in Nordrhein-Westfalen nur 2 Prozent.

Eine große Rolle spielen die Flüsse, denn sie bilden sich in Berlin an mehreren Stellen zu Seen aus. Die Havel gleicht an einigen Stellen sogar eher einer Seenlandschaft. Im Norden von Berlin bildet sie sich zum Tegeler See aus, im Süden zum Großen Wannsee. Die größte Seenansammlung findet man daher im Westen von Berlin.

Die Spree fließt durch den Großen und Kleinen Müggelsee und den Dämeritzsee. Und auch die Dahme bildet Seen im Südosten von Berlin, wo sich die zweite große Seenansammlung befindet. Hierzu gehören der Seddinsee und der Lange See.

Die 10 größten Berliner Seen

1.    Großer Müggelsee (7,43 km²)
2.    Tegeler See (4,04 km²)
3.    Großer Wannsee (2,73 km²)
4.    Seddinsee (2,68 km²)
5.    Langer See (2,43 km²)
6.    Zeuthener See (2,32 km²)
7.    Jungfernsee (1,27 km²)
8.    Gehrensee (1,07 km²)
9.    Dämeritzsee (1,03 km²)
10.  Nieder Neuendorfer See (0,94 km²)

Die Seen an Spree und Dahme im Südosten Berlins

Im Südosten von Berlin liegt eine Seenlandschaft, die von Spree und Dahme gespeist wird.

Großer Müggelsee, Kleiner Müggelsee und Bänke

Der größte See in Berlin ist der Große Müggelsee. Seine Wasserfläche beträgt 7,4 Quadratkilometer. Im Durchschnitt ist er fünf Meter tief. Zu ihm gehören zwei kleinere Seen im Osten und Südosten: Kleiner Müggelsee und Bänke. Die Spree kommt von Osten , fließt durch den Kleinen Müggelsee und weiter in den Großen Müggelsee. Durch mehrere Flussarme ist die Bänke mit Spree und den beiden Müggelseen verbunden. Im Nordosten des Müggelsees gibt es ein Strandbad. Im Süden erheben sich die Müggelberge, ein niedriger Höhenzug (siehe Berge in Berlin).

Dämeritzsee

Östlich vom Müggelsee liegt an der Grenze zu Brandenburg der Dämeritzsee. Die Grenze führt mitten durch den See. Zu Berlin gehört also der westliche Teil. Die gesamte Größe beträgt 1,027 Quadratkilometer.

Zeuthener See, Langer See, Seddinsee und Große Krampe an der Dahme

Mehrere Seen durchfließt die Dahme, wenn sie von Südosten aus Berlin erreicht. Der erste See ist der Zeuthener See. Man kann ihn auch als seeartige Verbreiterung des Flusses beschreiben. Die Grenze zu Brandenburg verläuft mitten durch den See, wobei der östliche Teil zu Berlin gehört. Im Norden verlässt die Grenze den See, der dann ganz auf Berliner Gebiet liegt. Der Zeuthener See ist fast 4 Kilometer lang, aber maximal 740 Meter breit. Durchschnittlich ist er drei Meter tief. Der Zeuthener See ist bei Wassersportlern und Anglern beliebt.

Im weiteren Verlauf verengt sich die Dahme kurz, um sich dann in drei Arme aufzuspalten. Die Dahme fließt nach Nordwesten und verbreitert sich zum Langen See. Nach Norden bildet sich die Große Krampe, nach Nordosten der Seddinsee. Man nennt den Bereich, wo sich die Seen treffen, auch Seenkreuz.

Der Lange See misst sogar elf Kilometer in der Länge und ist maximal 221 Meter breit. Zum Baden besuchen die Berliner gerne das Strandbad Grünau oder das Strandbad Wendenschloss. Zwischen beiden verkehrt auch eine Fähre über den See.

Die Große Krampe ist eigentlich eine lange gezogene Bucht der Dahme. Ihre Länge beträgt 3,2 Kilometer, ihre Breite rund 100 Meter. Zu beiden Seiten liegt der Köpenicker Forst. Auch das Westufer des Seddinsees liegt an diesem Waldgebiet.

Der Seddinsee ist 2,9 Kilometer lang und bis zu einem Kilometer breit. Am nordöstlichen Ende liegt Gosen, das schon zu Brandenburg gehört. Der Gosener Kanal verbindet den Seddinsee mit dem Dämeritzsee. Im Südosten zweigt außerdem der Oder-Spree-Kanal ab.

Die Seen an der Havel im Westen Berlins

Die Havel durchfließt in Berlin eine Reihe von Seen. Der erste See im Norden von Berlin ist der Nieder Neuendorfer See. Durch diesen verläuft die Grenze zwischen Berlin und Brandenburg. Der östliche Teil gehört zu Berlin, und zwar zum Bezirk Reinickendorf mit den Ortsteilen Heiligensee und Konradshöhe. Ab Höhe von Konradshöhe ändert die Grenze ihre Richtung und nun gehört der See ganz zu Berlin. Das südliche Ende des Sees setzt man an der Einmündung des Teufelsseekanals an. Bis hier ist er rund sechs Kilometer lang. Die Breite beträgt rund 350 Meter, die mittlere Tiefe 2,5 Meter.

Im weiteren Verlauf der Havel bildet sie eine riesige Bucht nach Osten aus: den Tegeler See. Er ist der zweitgrößte See der Stadt nach dem Großen Müggelsee. Er ist rund 4,2 Kilometer lang, maximal 1,6 Kilometer breit und im Durchschnitt 6,6 Meter tief. Sein Name ist Programm, denn Tegel bedeutet so viel wie "Anhängsel". Ein solches Anhängsel der Havel ist der Tegeler See nämlich. Das Wort ist slawischen Ursprungs. Am Freibad Tegeler See am Westufer und an einigen anderen Badestellen springen die Berliner im Sommer gerne in den See. Am nordöstlichen Ufer verläuft die Greenwichpromenade. An diesem Uferweg findet man Gaststätten, einen Bootsverleih und Minigolf. Am nördlichen Ende liegt die Tegeler Hafenbrücke, auch Sechserbrücke genannt. Sie überspannt als Fußgängerbrücke die Einfahrt zum Tegeler Hafen und die Einmündung des Tegeler Fließ in den Tegeler See. Das westliche Ufer liegt fast vollständig am Tegeler Forst. Im Tegeler See liegen sechs Inseln, die größten sind Scharfenberg und Valentinswerder. Im Norden hat der See eine Ausbuchtung, die Große Malche.

In ihrem weiteren Verlauf ist die Havel immer noch sehr breit. Sie wird hier offiziell weiter Havel genannt, inoffiziell nennt man diesen Teil zwischen Tegeler See und der Zitadelle Spandau aber auch Spandauer See. In dem See liegt die Insel Eiswerder. Ab der Zitadelle fließt die Havel wieder in einem schmalen Bett.

Weiter südlich liegen östlich der Havel die Tiefwerder Wiesen, westlich der mit der Havel über den Grimnitzgraben verbundene Grimnitzsee. Er ist 400 Meter lang und 200 Meter breit. In den Tiefwerder Wiesen fließen mehrere Altarme der Havel und bilden hier auch Seen aus, so den Toten Mantel oder den Faulen See.

Folgt man der Havel weiter nach Süden, ist bald der Pichelssee erreicht. Anschließend verengt sich die Havel kurz wieder, um sich dann sehr stark zu verbreitern. Im Nordwesten bildet sie die Bucht Scharfe Lanke, im Nordosten den Stößensee. Östlich der Havel erstreckt sich der Grunewald, westlich der Havel liegt dann der Spandauer Ortsteil Kladow.

Während die Havel dann in Richtung Südwesten weiter fließt, erstreckt sich im Südosten der Große Wannsee. Er ist wohl der bekannteste See Berlins und wurde sogar schon besungen: "Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein und dann nischt wie raus nach Wannsee. Ja, wir radeln wie der Wind, durch den Grunewald geschwind und dann sind wir bald am Wannsee". Das Strandbad Wannsee am Ostufer gibt es schon seit 1907. Der Wannsee gab auch dem Ortsteil Wannsee den Namen, der bekannt ist für seine prachtvollen Villen. Im Süden hat der Große Wannsee einen Durchlauf zum Kleinen Wannsee, dem sich noch Pohlesee und Stölpchensee anschließen. Der Stölpchensee ist wiederum verbunden mit dem Griebnitzsee.

Die Havel fließt also nach Südwesten und umrundet dort die Pfaueninsel. Sie ist bekannt für ihre freilaufenden Pfauen. Den weiteren Flussverlauf teilt sich Berlin mit Brandenburg. Das gilt auch für die Glienicker Lake und den Griebnitzsee, der sich dann anschließt.

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letzte Aktualisierung am 19.04.2021