Vanuatus Flagge Vanuatu

Wieso können Hunde fliegen?

Flughunde sind auf Vanuatu recht häufig anzutreffen. [ © Scott Heinrichs / CC BY-SA 3.0 ]
Flughund, Vanuatu

Die meisten Tierarten, die auf Vanuatu leben, wurden vom Menschen eingeführt. Bei den Landsäugetieren haben es nur einige Fledermaus- und Flughundarten auf die Insel geschafft. Sie sind zwar Säugetiere, haben aber den Vorteil, dass sie fliegen können. Nur eine Fledermausart ist endemisch, das heißt, es gibt sie nur auf Vanuatu und sonst nirgendwo.

Die Flughunde werden übrigens auf Vanuatu auch als "fliegende Füchse" bezeichnet. Flughunde sind tatsächlich Säugetiere. Sie werden sechs bis 40 Zentimeter groß und ihr Kopf ähnelt dem eines Hundes. Manche besitzen einen Schwanz, manche Arten auch nicht. Auffallend sind ihre Augen, was du gut bei dem Flughund auf dem Foto erkennen kannst. Ihre Nahrung besteht größtenteils aus Früchten.

Was ist ein Dugong?

Ganz deutlich ist hier der Gabelschwanz eines Dugongs zu sehen. [ © Sebastian Gerhard / CC BY-SA 3.0 ]
Dugong

Etwas Besonderes sind die Seekühe in den Gewässern Vanuatus. Die dort lebende Art heißt Dugong. Das ist ein lustiger Name. Dugongs werden auch als Gabelschwanzkühe bezeichnet. Warum sie so heißen, erkennst du gut auf dem Foto.

Diese Meeressäuger können bis zu 900 Kilogramm schwer und bis zu vier Meter lang werden. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Seegras. Sie sehen nicht gut, hören aber umso besser, obwohl man ihre Ohren nicht sieht. Männchen und Weibchen kann man anhand der Stoßzähne unterschieden, diese besitzen nämlich nur die Männchen.

Dieses Schwein scheint sich auf Vanuatu ganz wohl zu fühlen und genießt ein kleines Schläfchen am Strand. [ © Michael Coghlan / CC BY-SA 2.0 ]
Schwein, Vanuatu
Der Palmendieb schafft es tatsächlich, ohne Hilfe eine Kokosnuss zu öffen. [ © Birgus latro climbing.jpg, fearlessRich / CC BY 2.0) ]
Palmendieb

Viele Tiere wurden eingeschleppt

Ein großer Teil der Tiere Vanuatus wurde von den Menschen eingeschleppt. Dazu zählen Hunde, Ratten und vor allem auch Schweine. Heute betrachtet man diese schon fast als einheimische Tierart. Ein Schwein ist auf Vanuatu ein wertvoller Besitz und auch ein gängiges Tauschmittel.

Was ist ein Palmendieb?

Ein besonderes Tier, das sonst fast überall schon ausgestorben ist, ist der sogenannte Palmendieb. Hierbei handelt es sich um eine sehr große Krabbenart. Es ist das größte Krebstier, das an Land lebt, und dieser "Dieb" klettert tatsächlich auf Palmen und "erntet" dort Kokosnüsse, die er sogar öffnen kann.

Umstritten ist, ob er das mit Absicht tut. Wahrscheinlich klettert er gerne auf die Palmen und wenn die Kokosnüsse herunterfallen, warum soll er diese dann nicht verspeisen? So ist er also eigentlich ein Dieb wider Willen und macht das gar nicht mit "Absicht".

Reptilien und giftige Tiere?

Die Pazifische Boa kann bis zu 2,5 Meter lang werden, sie ist aber nicht giftig. [ © wohl Jarvin / CC BY-SA 3.0 ]
Pazifische Boa

Auf den Inseln Vanuatus sind die LexikonReptilien harmlos. Am häufigsten findest du wohl Geckos. Auf manchen Inseln leben Krokodile, aber die bekommt man sehr selten zu Gesicht. Auch vor giftigen Schlangen muss sich niemand in Acht nehmen, denn es gibt keine. Die Pazifische Boa lebt zwar auch auf Vanuatu, zählt aber nicht zu den giftigen Schlangenarten.

Ein Vogel, der keine Eier ausbrüten mag

Über 120 Vogelarten hat man auf Vanuatu entdeckt. Zwölf davon leben nur auf Vanuatu. Eine besondere Art ist der Malau, ein Vogel der sich mit dem Ausbrüten von seinen Eiern nicht so gerne befasst. Das Herumsitzen auf Eiern scheint ihn wenig zu interessieren, so legt er sie an Stellen ab, wo es schön warm für den Nachwuchs ist. Das kann in der Nähe von heißen Quellen, aber auch von Vulkanen sein. Doch diese Vogelart ist vom Aussterben bedroht.

60 Schmetterlingsarten und 120 Insektenarten sind ebenfalls auf Vanuatu anzutreffen.

Dieser versteckte Steinfisch ist gar nicht so leicht zu erkennen. Such ihn mal![ © wikimedia, gemeinfrei ]
Steinfisch

Giftige Wassertiere

Allerdings gibt es in den Gewässern Vanuatus durchaus gefährliche Tiere. Doch wer nicht taucht, wird diesen nicht begegnen. Dazu zählt zum Beispiel der Steinfisch, der sich auch gerne mal im Sand versteckt und dessen Stacheln am Rücken ein sehr starkes Gift enthalten. Gefährlich sind auch die Kegelschnecken, die sich im Schlamm vergraben oder auch auf Sandbänken leben und mit denen man schon eher in Berührung kommen kann. Diese findest du allerdings im ganzen Indischen und auch Pazifischen Ozean. Nicht alle Arten sind giftig, doch sollte man auf Berührung zur Sicherheit besser verzichten.

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letzte Aktualisierung am 18.01.2021