Salomonens Flagge Salomonen

Alvaro de Mendana de Neyra sichtete die Inseln wohl als erster Europäer. Er kam vom amerikanischen Kontinent. [ © gemeinfrei ]
Alvaro de Mendaña de Neyra
Teile der Salomonen zählten um 1900 zum deutschen Kolonialreich[ © Quelle: Brockhaus / gemeinfrei ]
Karte, Kaiser-Wilhelms-Land
Noch heute sind die Spuren des Zweiten Weltkrieges auf den Salomonen sichtbar. Hier siehst du Landungsfahrzeuge der Amerikaner. [ © Msdstefan at German Wikipedia / CC BY-SA 2.0 DE ]
Hier ein Blick ins Parlamentsgebäude. Die 50 Mitglieder des Parlaments werden alle vier Jahre gewählt. [ © Dan Hetherington / CC BY-SA 3.0 ]
Parlament, Salomonen
Im Jahr 2014 wurde Manasseh Sogavare zum dritten Mal zum Präsidenten der Salomonen gewählt. [ © Australia Embassy in Solomon Islands / CC BY 3.0 AU ]
:Manasseh Sogavare

Die Frühzeit

Wahrscheinlich wurden die Salomonen schon seit 4000 v. Chr. besiedelt, wobei die Einwanderer aus dem südlichen Ostasien kamen. Aus der Gegend von Borneo und Papua-Neuguinea wanderten später Melanesier ein und mischten sich mit den Menschen, die dort schon lebten. Es gab viele kleine Stämme auf den Salomonen, die immer wieder in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt waren.

Die Europäer

Ein Spanier mit dem klingenden Namen Alvaro de Mendana de Neyra kam als erster Europäer auf die Inseln. Doch die Inseln gerieten wieder in Vergessenheit, der Entdecker starb kurz nach der Landung auf den Inseln. Ein britischer Seefahrer namens Philipp Carteret kam auf seinen Entdeckungsreisen ebenfalls an den Inseln vorbei und begann damit, sie in Karten einzutragen. Auch Louis Antoine de Bougainville erreichte die Inseln. Doch erst Jean François Marie de Surville, der ebenfalls aus Frankreich stammte, blieb für längere Zeit auf den Inseln. Weitere Entdecker folgten.

Deutsch-Neuguinea

Erst zu Beginn des 19. Jahrhundert siedelten die ersten Händler und mit ihnen die Missionare, deren Bestreben es war, die Einheimischen vom christlichen Glauben zu überzeugen. So zählten die nördlichen Inseln zum Kolonialreich der Deutschen, nämlich zu Deutsch-Neuguinea. Der andere Teil kam zu Großbritannien. Nach dem Ersten Weltkrieg stand der ehemals deutsche Teil als Mandat des Völkerbundes unter australischer Verwaltung. Dieser Teil gehört heute zum Staat Papua-Neuguinea.

Zweiter Weltkrieg

Wie viele andere pazifische Inseln waren auch die Salomonen während des Zweiten Weltkriegs Mittelpunkt der Auseinandersetzungen zwischen den Japanern und Amerikanern. Hier kam es zu mehreren Schlachten, wie zum Beispiel der Schlacht um Guadalcanal, der größten Insel der Salomonen. Noch heute zeugen Schiffswracks und die Überreste abgeschossener Flugzeuge oder alter Kriegspanzer von diesen heftigen Kämpfen. Die Amerikaner konnten am Ende über die Japaner siegen.

Der Weg in die Unabhängigkeit

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren die Inseln sogenanntes britisches Schutzgebiet. Im Laufe der Zeit erhielten sie immer mehr Selbstbestimmungsrechte. 1970 gab es eine Verfassung und 1976 zumindest schon einmal die innere Unabhängigkeit. Als sich Papua-Neuguinea unabhängig erklärte, zogen die Salomonen nach, sie wollten allerdings einen eigenen und unabhängigen Staat. Dieser wurde zur parlamentarischen Monarchie und die Salomonen sind Mitglied im Commonwealth of Nations.

Immer wieder Streit

Der erste Ministerpräsident der Salomonen hieß Sir Peter Kenilorea. Da die Wirtschaft des neu gegründeten Staates sehr schwach war - die Rohstoffvorkommen des Landes sind gering - blieben die Salomonen allerdings weiterhin auf ausländische Hilfe angewiesen. So versuchte man vor allem in den 1980er Jahren Reformen durchzuführen.

Doch es kam leider immer häufiger zu Streit zwischen den einzelnen Inseln und deren Bewohnern. Besonders heftig wurde die Auseinandersetzung zwischen den Bewohnern der Inseln Guadalcanal und Malaita. Aus dem Streit entwickelte sich ein regelrechter Krieg, der auch andere Inseln mit einbezog. Erst ein Eingreifen Australiens konnte den Krieg beenden, wobei sich die Parteien doch immer wieder in Kämpfe verwickelten und das Land einfach nicht zur Ruhe kam.

Schlechte Bedingungen für Investoren

Dies sind keine guten Bedingungen für die Wirtschaft, denn keiner will Geld in ein Land investieren, bei dem man nicht weiß, wie es politisch genau weitergeht. So wechselten die Regierungen immer wieder. Die Bevölkerung verarmte weiter. Dazu kamen Naturkatastrophen wie Flutwellen und Erdbeben, die das Land immer wieder erschütterten. So kam es Anfang 2014 aufgrund von Regen und Flutwellen wieder einmal zu heftigen Überschwemmungen. Menschen wurden obdachlos.

Von 2014 bis 2017 war Manasseh Sogavare Ministerpräsident der Salomonen, der schon zuvor zweimal dieses Amt innehatte.2017 übernahm Rick Houenipwela das Amt.

letzte Aktualisierung am 11.01.2018