Republik Koreas Flagge Republik Korea

Schwieriger Anfang

Seoul ist heute eine Wirtschaftsmetropole.[ © Seongbin Im / CC BY-SA 2.0 ]
Seoul

Wenn man sich vorstellt, dass Südkorea noch in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts zu den ärmsten Ländern der Welt zählte, ist das heute fast nicht mehr zu glauben. Zuerst herrschten die Japaner bis 1945 über Korea, dann kam der Koreakrieg von 1950 bis 1953 und zerstörte beide Länder.

Für die Südkoreaner war es erst einmal problematisch, weil der Norden sehr viel mehr Industrie zu bieten hatte als der Süden, der in erster Linie durch die Landwirtschaft geprägt wurde. So tat die südkoreanische Regierung alles dafür, aus Südkorea eine führende Industrienation zu machen, die vor allem sehr viel ins Ausland ausführt. Man nennt das dann eine Exportnation.

Das ist ein Industriehafen in der Republik Korea.[ © Laurie Nevay / CC BY-SA 2.0 ]
Hafen in Südkorea

Industrienation

Heute zählt Südkorea zu den führenden Industrienationen der Welt. Die Südkoreaner bauen Autos, sind bei der Entwicklung technischer Geräte führend und bauen auch Schiffe. Alle Güter werden dann in der ganzen Welt verkauft. Bekannt sind solche Marken wie der Computer- und Handyhersteller Samsung, die Autofirma Hyundai und LG, ebenfalls ein bekannter Hersteller von technischen Geräten. 

Landwirtschaft

Südkoreanische Bauern arbeiten auf einem Feld bei Seoul.[ © Comrade Anatolii / CC BY-ND 2.0 ]
Bauern in Südkorea

Auch wenn die Landwirtschaft nur einen geringen Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Leistung des Landes (BIP) hat, arbeitet immerhin jeder zehnte Südkoreaner noch in diesem Bereich. Die Südkoreaner bauen Reis an, aber auch Soja, Weizen oder Kartoffeln.

Problematisch ist, dass die kleinen bäuerlichen Betriebe, die auch die koreanische Gesellschaft stützen, großen Betrieben weichen müssen. Es folgen Armut und Arbeitslosigkeit für die Betroffenen, weil Maschinen nun deren Arbeit übernehmen und effektiver arbeiten. Dies ist eine Entwicklung, die es nicht nur in Südkorea gibt.

Hier siehst du einen Fischer auf einer der südkoreanischen Inseln.[ © Lubo Jurik / CC BY 2.0 ]
Fischer, Südkorea

Fischfang

Auch die Fischerei ist für die Wirtschaft wichtig, wobei die Meere leider immer mehr leer gefischt werden. Reiche Fischbestände gibt es noch an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea. Hier streiten sich die Fischer häufig, weil Fische nicht unbedingt immer Rücksicht auf Grenzverläufe nehmen.

Die beiden arbeiten in einer Fabrik.[ © Yann Gueganic / CC BY-ND 2.0 ]
Industriearbeiter

Arbeit in der Industrie

Viele Menschen arbeiten in der Industrie, vor allem in der technischen Industrie, die in Südkorea hoch entwickelt ist. Aus Südkorea stammen Flachbildschirme, Handys und Computer. Dazu kommen Autos und Schiffe, die ebenfalls zu wichtigen Handelsgütern zählen. Im Jahr 2005 kamen 40 Prozent der Schiffe, die auf der Welt gehandelt wurden, aus Südkorea.

Solche Traumstrände gibt es auf der Insel Jejudo.[ © Norton Ip / CC BY-SA 2.0 ]
Jejudo

Tourismus

Auch der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftszweig in Südkorea, selbst wenn die Anreise nicht ganz einfach ist. Denn auf dem Landweg ist sie fast nicht möglich, da man hier erst einmal durch Nordkorea müsste. So kommt man nach Südkorea nur mit dem Schiff oder mit dem Flugzeug.

Es arbeiten viele Menschen in der Tourismusbranche. Sehr gerne reisen Touristen auf die im Süden von Südkorea gelegene Insel Jejudo, die mit ihrem milden Klima viele Menschen aus dem Ausland anlockt. 

letzte Aktualisierung am 15.05.2019