Philippinens Flagge Philippinen

Megadiversität bedeutet, dass ein Land eine außergewöhnlich große Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten besitzt. Ein megadiverses Land ist ein Land mit besonders reicher und einzigartiger Natur. Weltweit gibt es nur 17 sogenannte Megadiversitäts-Länder. Dazu gehören zum Beispiel die Philippinen, Brasilien oder Indonesien.

Die Pflanzenwelt der Philippinen

Die Philippinen gehören zu den artenreichsten Ländern der Erde. Als eines der 17 Megadiversitäts-Länder besitzen sie neben den Tierarten auch eine besonders große Vielfalt an Pflanzenarten. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es dort über 10.000 verschiedene Pflanzenarten gibt – viele davon kommen nur dort vor. Solche Arten nennt man endemisch.

Die große Vielfalt hängt mit der besonderen Lage des Landes zusammen: Mehr als 7.600 Inseln, tropisches Klima, viel Regen und unterschiedliche Höhenlagen sorgen dafür, dass ganz verschiedene Lebensräume entstehen.

Tropischer Regenwald – das grüne Herz des Landes

Ein wichtiger Teil der Pflanzenwelt der Philippinen sind die tropischen Regenwälder. Heute sind noch etwa 23–24 % der Landesfläche bewaldet. Früher war es deutlich mehr.

In den Regenwäldern wachsen:

  • hohe Dipterocarpus-Bäume (tropische Harthölzer)
  • Palmenarten, besonders Kokospalmen
  • Farne und Orchideen
  • Lianen und dichtes Unterholz

Diese Wälder sind nicht nur wichtig für Tiere, sondern auch für das Klima. Sie speichern Kohlendioxid und produzieren Sauerstoff.

Pflanzen in ihrer Vielfalt auf den Philippinen

Mangroven – Schutz an der Küste

Entlang vieler Küsten wachsen Mangrovenwälder. Diese besonderen Bäume stehen direkt im salzigen Meerwasser. Ihre Wurzeln ragen wie Stelzen aus dem Boden.

Mangroven sind sehr wichtig, weil sie:

  • Küsten vor Taifunen und Sturmfluten schützen
  • Lebensraum für Fische bieten
  • das Wasser sauberer machen

In den letzten Jahrzehnten wurden viele Mangroven abgeholzt, doch heute versucht man, neue anzupflanzen. Die Mangroven sind auf den Philippinen von großer Bedeutung, da das Gebiet stark gefährdet ist, von Taifunen heimgesucht zu werden. 

Wusstest du?

Auf den Philippinen werden jedes Jahr neue Pflanzenarten entdeckt. Besonders viele Orchideenarten wachsen dort. Einige sind so selten, dass sie nur auf einer einzigen Insel vorkommen.

Reis, Kokosnüsse und Bananen – wichtige Nutzpflanzen

Die Landwirtschaft spielt eine große Rolle auf den Philippinen. Besonders wichtig sind:

  • Reis – Grundnahrungsmittel Nummer eins
  • Kokospalmen – liefern Kokosöl, Milch und Fasern
  • Bananen – wichtiges Exportprodukt
  • Zuckerrohr
  • Mais

Berühmt sind auch die über 2.000 Jahre alten Reisterrassen von Banaue, die zeigen, wie lange Menschen die Pflanzenwelt des Landes nutzen.

Manilahanf – eine besondere Pflanze

Eine typische Pflanze der Philippinen ist der Manilahanf, auch Abacá genannt. Aus seinen Fasern werden Seile, Textilien und sogar Spezialpapier hergestellt. Die Philippinen gehören zu den weltweit wichtigsten Produzenten dieser Naturfaser.

Bedrohung der Pflanzenvielfalt

Trotz der großen Artenvielfalt ist die Flora der Philippinen bedroht. Gründe sind:

Viele Wälder sind in den letzten 100 Jahren verschwunden. Deshalb gibt es heute zahlreiche Nationalparks und Schutzgebiete, um seltene Pflanzen zu bewahren.

ThemaBedeutung
Megadiversitäts-LandBesonders viele Pflanzenarten
Waldflächeca. 23–24 % (2025)
Wichtige NutzpflanzenReis, Kokos, Banane, Abacá

Hast du Fragen zu Pflanzen auf den Philippinen?

Warum gibt es auf den Philippinen so viele Pflanzenarten?
Weil das Land aus vielen Inseln besteht und tropisches Klima hat.

Was bedeutet „Megadiversitäts-Land“?
Das sind Länder mit besonders großer Artenvielfalt.

Welche Pflanze ist typisch für die Philippinen?
Der Manilahanf (Abacá) ist besonders bekannt.

Warum sind Mangroven wichtig?
Sie schützen die Küsten vor Stürmen und bieten vielen Tieren Lebensraum.

Werden die Wälder geschützt?
Ja, es gibt Nationalparks – aber es muss noch mehr getan werden.

letzte Aktualisierung am 12.02.2026