Malaysias Flagge Malaysia

Wer lebt in Malaysia?

In Malaysia leben etwa 36 Millionen Menschen (Stand 2026). Die meisten wohnen in Westmalaysia, also auf dem Teil des Landes, der auf dem asiatischen Festland liegt. Nur etwa ein Fünftel lebt im östlichen Teil, auf der Insel Borneo.

Alle Menschen mit einem malaysischen Pass nennt man Malaysier. Aber innerhalb Malaysias gibt es viele verschiedene Volksgruppen und Religionen.

Die größte Volksgruppe: Malaien

Die meisten Menschen in Malaysia gehören zu den Malaien. Sie sprechen Malaiisch und sind fast immer Muslime. Insgesamt machen sie über die Hälfte der Bevölkerung aus.

Die Malaien gehören zur Gruppe der Bumiputera, das heißt „Söhne des Landes“. Zu dieser Gruppe zählen auch viele indigene Völker, also Menschen, die schon ganz lange dort leben.

Ureinwohner Malaysias

In Westmalaysia leben die Orang Asli – das bedeutet „Ureinwohner“. Sie wohnen oft im Regenwald oder in den Bergen und haben eigene Sprachen und Bräuche. Manche leben heute noch fast so wie früher und sind besonders mit der Natur verbunden.

Im Osten von Malaysia, auf Borneo, leben viele andere indigene Gruppen, zum Beispiel die Iban, Bidayuh oder Dusun. Auch sie haben eigene Traditionen und leben oft in kleinen Dörfern mitten im Regenwald.

Chinesen und Inder in Malaysia

Ungefähr ein Viertel der Bevölkerung stammt ursprünglich aus China. Viele dieser Menschen kamen vor langer Zeit nach Malaysia, als Arbeiter oder Händler. Heute arbeiten viele chinesischstämmige Malaysier in der Wirtschaft und im Handel.

Etwa 6 bis 7 von 100 Malaysiern stammen aus Indien. Ihre Vorfahren kamen ebenfalls vor langer Zeit, zum Beispiel um auf Kautschukplantagen zu arbeiten. Heute arbeiten viele indischstämmige Menschen in Fabriken, Büros oder als Lehrer und Ärzte.

Das Zusammenleben der Menschen funktioniert zwar weitgehend, ist aber auch nicht frei von Spannungen. Bestimmte Volksgruppen werden unterdrückt und haben nicht die gleichen Chancen wie die Malaien, die muslimische Bevölkerung Malaysias. So gibt es immer wieder heftige Diskussionen und auch Auseinandersetzungen.

Die Not der Wanderarbeiter in Malaysia

Diskriminiert werden auch die Wanderarbeiter, die nur zeitweise in Malaysia arbeiten und oft aus Not in ihrer Heimat dorthin kommen. Sie stammen aus Indonesien, von den Philippinen, aus Vietnam oder aus Bangladesch. Oft arbeiten diese Menschen als Dienstmädchen oder auf dem Bau. Meist werden sie schlecht behandelt und haben wenige bis gar keine Rechte. Auf die Jobs sind ihre Familien meist angewiesen, deshalb wehren sie sich nicht. Und selbst wenn sie schlecht verdienen, sie verdienen immer noch mehr als in ihrer Heimat. So wird ihre Not oft ausgenutzt.

Welche Religionen gibt es in Malaysia?

Die meisten Menschen in Malaysia sind Muslime, denn der Islam ist die wichtigste Religion im Land. Daneben gibt es aber auch viele Buddhisten (größtenteils aus chinesischen Familien), Hindus (vorwiegend aus indischen Familien) und Christen. Die Orang Asli und andere Naturvölker haben oft einen Naturglauben, bei dem die Welt der Pflanzen und Tiere eine besondere Rolle spielt.

Leben alle gut zusammen?

In Malaysia leben viele verschiedene Volksgruppen und Religionen zusammen – und meistens klappt das auch gut. Doch manchmal gibt es Ungerechtigkeiten, weil nicht alle die gleichen Chancen haben. Deshalb wird im Land oft darüber gesprochen, wie alle fair behandelt werden können.

 

Frag doch mal!

1. Wie heißen die Menschen, die in Malaysia wohnen?
Alle Menschen mit malaysischem Pass nennt man Malaysier. Das ist der Name für alle Staatsbürger – egal, aus welcher Familie sie stammen.

2. Was ist der Unterschied zwischen Malaysiern und Malaien?
Malaien sind die größte Volksgruppe in Malaysia. Sie sprechen Malaiisch und sind meist Muslime. Malaysier ist der Oberbegriff für alle Menschen, die die Staatsangehörigkeit Malaysias haben – auch für Chinesen, Inder oder Ureinwohner.

3. Wer sind die Orang Asli?
Die Orang Asli sind die Ureinwohner von Westmalaysia. Sie leben oft in kleinen Dörfern im Regenwald und haben eigene Sprachen und Bräuche.

4. Welche Religionen gibt es in Malaysia?
Die meisten Malaysier sind Muslime. Es gibt aber auch Buddhisten, Hindus, Christen und Naturreligionen. In Malaysia dürfen alle Religionen offiziell ausgeübt werden.

5. Warum leben so viele Chinesen und Inder in Malaysia?
Viele chinesische und indische Familien kamen vor langer Zeit nach Malaysia – als Arbeiter, Händler oder wegen der britischen Kolonialzeit. Heute gehören sie fest zur Gesellschaft dazu.

6. Gibt es Probleme zwischen den verschiedenen Gruppen?
Meistens klappt das Zusammenleben gut. Aber manchmal gibt es Ungleichheiten, weil nicht alle die gleichen Chancen haben – z. B. bei Jobs oder Bildung. Darüber wird in Malaysia viel diskutiert.

letzte Aktualisierung am 29.01.2026