Ruanda
Wie lange gehen Kinder in Ruanda in die Schule?
Schon Ende des 19. Jahrhunderts bauten vor allem katholische Missionare ein Schulsystem in Ruanda auf. Es entspricht in großen Teilen dem Schulsystem Belgiens. Im Jahr 1979 fand eine Reform statt und man hat die Schulpflicht bis 15 Jahre eingeführt. Bis zu diesem Alter sollten Kinder laut Gesetz eine Schule besuchen. Doch die Wirklichkeit sieht oft anders aus.
In Ruanda werden Kinder mit sieben Jahren eingeschult und besuchen sechs Jahre die Grundschule. Darauf folgen drei Jahre in einer Mittelstufe. Diese Schulen kosten nichts. Erst danach müssen Eltern Schulgeld für ihre Kinder zahlen.
Viele Kinder brechen die Schule vorzeitig ab
Ein großer Teil der Kinder wird zwar eingeschult. Doch 400.000 Kinder besuchen in Ruanda gar keine Schule oder brechen die Schule vorzeitig ab. Nur jedes zweite Kind beendet die Schule.
Viele Kinder besuchen zwar die Schule, aber nicht alle beenden sie. Die meisten Kinder gehen regelmäßig zur Schule, doch die Abschluss- und Übergangsquoten sinken mit zunehmendem Alter. Viele Kinder brechen die Schule vorzeitig oder kommen gar nicht mehr in die Schule. Ungefähr 40 von 100 Menschen haben die Grundschule nicht abgeschlossen und etwa jedes zehnte Kind gut gar nicht zur Schule.
Für manche Kinder ist der Schulweg lang, und Klassen sind oft groß, was den Unterricht erschwert. Trotz dieser Herausforderungen versucht die Regierung, die Bildung zu verbessern, etwa durch den Einsatz von Computern und Lehrerfortbildung.
