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Mukandayisenga aus Ruanda erzählt

Mukandayisenga hat mittlerweile eine Familie gefunden, geht zur Schule und ist glücklich. [ © younicef ]

Mukandayisenga kam mit acht Jahren in die Schule und damit hatte sie Glück, denn in Ruanda können nicht alle Kinder die Schule besuchen. Viele Kinder können gar keine Schule besuchen, denn sie müssen arbeiten. Oft kommen die Eltern nicht alleine klar und die Kinder müssen sie unterstützen. Mittlerweile ist Mukandayisenga 12 Jahre alt und immer noch auf der Kigeyo-Grundschule im Osten Ruandas.

Doch Mukandayisenga hat keine Eltern mehr, die sie unterstützen könnte, sondern sie kümmert sich seit Jahren um ihre Geschwister. Denn ihre Eltern sind gestorben. So lebte sie mit ihren drei Geschwistern ganz allein in einer Hütte. Ihre beiden Brüder bauten ein bisschen Gemüse neben der Hütte an, aber das reichte oft nicht aus, um satt zu werden.

Doch Mukandayisenga hatte Glück, denn ein Onkel und eine Tante haben sie in ihrer Familie aufgenommen. Dort lernte sie eine Freundin der Familie kennen, die selbst keine Kinder hatte. So zog Mukandayisenga am Ende zu dieser Freundin und wurde in deren Familie freundlich aufgenommen. Die Freundin wurde wie eine "neue Mutter" für sie, kümmert sich um Mukandayisenga und schickte sie in die Schule.

Sie besucht mittlerweile eine Nachbarschule und hat als Berufswunsch Krankenschwester. Ihre Lieblingsfächer in der Schule sind die ruandische Amtssprache, die "Kinyarwanda" heißt, sowie Englisch und Mathematik. Doch auch sie muss ihrer neuen Familie im Haushalt helfen, das Haus putzen oder die Tiere versorgen.

Besonders freut sich Mukandayisenga, dass es ihren Geschwistern mittlerweile auch besser geht. Sie kann sie auch immer wieder besuchen. Mukandayisenga sagt selbst, sie sei jetzt glücklich.

letzte Aktualisierung am 07.01.2021